Berlin, BRD (Weltexpress). Am Ende des Punktspiels vermerkte ich Arbeitssieg im Fuchsbau. Nach 60 Minuten zwischen den Auswahlmannschaften der Füchse Berlin Handball GmbH und der VfL Handball Gummersbach GmbH in der Fuchsbau genannten Max-Schmeling-Halle auf dem Prenzlauer Berg von Berlin verbuchte die gastgebende Kapitalgesellschaft einen Sieg.

Dieser fiel vor 8201 Zuschauer für Füchse-Verhältnisse mit 33:28 (16:13) alles andere als hoch aus. Die Abwehr war von Guðjón Valur Sigurðsson gut auf- und eingestellt. Zudem zeigte Bertram Oblin, der den glücklosen Ignacio Biosca García ersetzte, mit elf Paraden eine gute Leistung. Allerdings waren die Leistungen der Berliner Abwehr nicht schlechter, sondern etwas besser. Auch Lasse Ludwig bewies mit 15 Paraden, daß er ein sehr guter Torhüter ist.

Und gegen den Welthandballer Mathias Gidsel (9 Tore) im rechten Rückraum ist es schwer. Wenn er nicht wirft und trifft, dann werfen und treffen andere. Vor allem Hákun West av Teigum, der von Rechsaußen sechs Treffer zum Sieg beisteuerte. Die linke Angriffsseite ist nicht ganz so stark, aber immerhin steuerten Matthes Langhoff vier Tore aus dem Rückraum und Tim Freihöfer vier Tore von Linksaußen bei. Zudem gab Langhoff die eine oder andere Vorlage, kam jedoch auch auf den einen oder anderen Fehlwurf.

Mit seinen fünf erzielten Toren vom Sieben-Meter-Strich kam Freihöfer wie Gidsel auf neun Treffer, so daß beide Spieler beim Toreschießen herausragten. Sogar Aymeric Zaepfel, der zum Schluß zwei Minuten mitspielen durfte, kam auf ein Tor aus dem linken Rückraum.

Allerdings bekamen die Zuschauer manche technischen Fehler und Fehlwürfe zu sehen und zwar von beiden Mannschaften. Die besten Schützen der Gäste der Kapitalgesellschaft mit Sitz in Gummersbach waren Ex-Fuchs Miro Schluroff und Neuzugang Alex Dujshebaev Dovichevaeva, der wirklich eine Verstärkung ist. Das mit der Verstärkung gilt auch für Nikola Roganović. Der Zwei-Meter-Mann, genauer: 1,99 m, zeigte ebenfalls im Angriff eine gute Leistung.

Dennoch ärgerten sich die Spieler und vor allem Trainer Sigurðsson über die vielen technischen Fehler, Fehlwürfe und Strafzeiten. Die Anfangsminuten waren für die Gäste gut bis zum 5:3 (8.). Dann kamen die Füchse in Schwung. Erst zum Ende der ersten Halbzeit fingen sich Sigurðsson Schützlinge wieder, die zeitweise drohten, unter die Räder zu kommen. Mit acht Toren in Folge bis zum 11:5 (19.) fegten die Füchse die Gäste regelrecht aus dem Fuchsbau. Ein Dutzend Minuten Torflaute sind gegen diesen Füchse-Kader zu viel und nicht mehr aufholbar. Immerhin zeigten die Gäste bis zum Schluß Moral und waren beim 23:26 durch Kristjan Horžen (52.) und 27:30 durch Dujshebaev (57.) nah dran am Ausgliech. Doch diese Füchse lassen sich nicht so leicht aus der Ruhe bringen und die Butter vom Brot nehmen.

Mit Heimsiegen gegen Mannschaften aus Melsungen und Gummersbach, die zu den Verfolgern hinter dem Meister aus Magdeburg und den drei Herausforderern aus Kiel, Flensburg und Berlin, stehen die Füchse in der Tabelle der 1. Liga der BRD, die als Handball-Bundesliga bezeichnet wird, mit 6:2 Punkten aktuell auf dem vierten Platz. In Magdeburg mußte sich die von Nicolej Krickau trainierte Mannschaft knapp geschlagen geben.

Stimme zum Spiel

Trainer Nicolej Krickau: „Es war, wie immer gegen Gummersbach, ein unfassbares Handballspiel. Im Handball gibt es viele Kleinigkeiten, auf die man achten muss, aber manchmal ist es doch relativ simpel erklärt. Im heutigen Fall ist es Lasse Ludwig, den man nennen muss. Seine Leistung spricht für sich. Das Zusammenspiel zwischen unserer Abwehr und Lasse hat uns von Beginn an einen enormen Energieschub gegeben. Das hat die Voraussetzungen zum Erfolg geebnet. Auch bin ich froh, dass unsere Siebenmeter-Quote sich heute deutlich effektiver gestaltet hat als in den ersten Partien. Ein Lob auch an Hákun und Tim, sie waren heute mental voll da. Ich bin sehr glücklich über unseren Sieg.“

Daten zum Spiel

Füchse Berlin Handball GmbH: Ludwig (15 Paraden), Palicka; Darj, Prantner, Simak, Ariño, Grøndahl (3), Gidsel (9), Freihöfer (9/5), Pichiri, Langhoff (4), Zaepfel (1), av Teigum (6), Marsenić (1).

VfL Handball Gummersbach GmbH: Biosca (1 Parade), Obling (11); Vidarsson (2), Kodrin (2), Vujović, Blohme (3), Dujshebaev (6), Schluroff (5), Hallbäck, Roganović (5), Horzen (3), Smits (2), Sindrason, Zeman.

Ergebnis: 33:28 (16:13)

Zuschauer: 8.201 (Max-Schmeling-Halle, Berlin)
Schiedsrichter: Jannik Otto / Raphael Piper
Strafminuten: 6 / 12

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