Berlin, BRD (Weltexpress). Der aktuelle Kader der Füchse Berlin Handball GmbH hielt zwar mit, aber die momentane Mannschaft der Handball Magdeburg GmbH hielt den Gegner am Samstagabend, den 22.8.2026 in München, auf Abstand und das deutlich. Zwar ging die Begegnung im sogenannten Supercup nur 38:31 (20:15) aus, aber das Endergebnis ist am Ende noch schmeichelhaft für den Herausforderer der Kapitalgesellschaft aus Magdeburg, die als Meister der stärksten Liga für Handballer der Welt gilt.
Vor 10 199 Zuschauern in einer Mehrzweckhalle in München dominierte eine Mannschaft und zwar die des Trainers Bennet Wiegert, der seine Spieler in München auch betreute. Nach 20 Minuten führten seine Männer bereits mit 13:7. Danach hielt dieser Abstand mehr oder weniger bis zum Halbzeit. Beim Stand von 28:20 (38.) wurden auf einem Fünf-Tore-Vorsprung ein Acht-Tore-Vorsprung. Daraus wurde ein Vorsprung von neun Toren beim Stand von 30:21 (40.).
Der linke Flüge und die Mitte, das gilt also für Tobias Gröndahl, waren im Angriff zwar kein Totalausfall, aber schwach. Der rechte Flügel hingegen war wie immer: Das Beste, was die Liga zu bieten hat. Welthandballer Mathias Gidsel und Außenspieler Hákun West av Teigum kamen auf 17 Treffer. Gröndahl kam in der Mitte nur auf drei Törchen, drei weitere erzielte er vom Sieben-Meter-Strich. Auf dem linken Flügel kam Tim Freihöfer auf Außen zu zwei Törchen und Matthes Langhoff zu fünf Toren. Auch Mijajlo Marsenić kam am Kreis nur zu einem Treffer. Das ist für einen Gegner wie der aktuelle Kader der Handball Magdeburg GmbH zu wenig, viel zu wenig.
Max Darj taugt noch für die Abwehr, aber nicht mehr als Kreisläufer, jedenfalls nicht gegen herausragende Gegner, der willens und in der Lage war, das Spiel zu gestalten, zu führen und zu verwalten. Diese Mannschaft war viel ausgeglichener und variantenreicher.
Die Füchse gerufenen Spieler dieses Kaders waren variantenschwach, teilweise ideenlos, zu schwach am Kreis, zu schwach auf dem linken Flügel, zu schwach in der Mittel. Und die Abwehr war auch nicht gut. Statt nach vorne anzugreifen wurde zur Seite verschoben. Das Füchse-Tor wurde vor allem von Andreas Palicka gehütet, der einen befriedigenden Auftritt hinlegte. Fünf Paraden sind nicht gut. Mein Welttorhüter Dejan Milosavljev und mein Welthandballer Lasse Bredekjær Andersson werden Zuschauer in dieser Saison wohl in mehreren Spielen schmerzhaft vermissen.
Und diese Mannschaft der Handball Magdeburg GmbH? Sie wird Meister der höchsten Liga der BRD für Handballer. Berliner Füchse werden noch nicht einmal VIzemeister. Auch Mannschaften von Kapitalgesellschaften aus Flensburg und Kiel sind stärker. Andere wie die aus Melsungen sind Gummersbach sind ebenfalls stark, aber zu schwach, um gegen den Kader der Kapitalgesellschaft aus Magdeburg bestehen zu können.
Matthes Langhoff muß gefordert und gefördert werden, damit er die Möglichkeit erhält, nicht nur in der Abwehr zu glänzen, sondern auch im Angriff, um wie Gidsel oder Andersson Spiele entscheiden zu können. Das hätte nach meinem Dafürhalten bereits in der vergangenen Saison erfolgen müssen, doch Füchse-Trainer Nicolej Krickau setzte im linken Rückraum auf Andersson. Langhoff fehlt die Routine und Erfahrungen über lange Spielzeiten gegen große Gegner im Angriff. Gegen diese Mannschaft aus Magdeburg wurde Langhoff gewogen und für zu leicht befunden.
Stimmen zum Spiel
Trainer Nicolej Krickau: „Das war von Anfang bis Ende ein verdienter Sieg für Magdeburg. Mit so einer klaren Niederlage sind wir nicht zufrieden. Wir wissen, dass die Abwehrabsprachen besser sein müssen, wenn wir gegen den SCM konkurrenzfähig sein wollen. Das war aber lehrreich und freuen uns, an diesem Prozess weiterzuarbeiten. Wir sind immer noch früh in der Saison. Trotz der klaren Niederlage habe ich Positives gesehen. Zum Beispiel hat Lauro Pichiri seine Aufgaben zu großen Teilen gut gelöst auf einem Niveau, das er nicht gewohnt ist. Wir analysieren nun, was wir verbessern müssen.“ (Zitiert nach der Füchse-Berlin-Pressemitteilung vom 22.8.2026.)
Daten zum Spiel
Handball Magdeburg GmbH: Kuzmanović (5 Paraden), Mandić (4); Musche (5/4), Claar (4), Thielecke, Rasmussen, Kristjansson (9), Petterson (4), Magnusson (1), Serradilla, Jónsson (1), Weber, Lagergren (8), Mertens, Saugstrup (5), Bergendahl (1).
Füchse Berlin Handball GmbH: Ludwig (1 Parade), Palicka (5); Darj, Prantner, Simak, Ariño, Grøndahl (6/3), Gidsel (10), Freihöfer (2), Pichiri, Langhoff (5), Kusche, av Teigum (7), Marsenić (1).
Ergebnis 38:31 (20:15)
Zuschauer: 10 199 Zuschauer, München
Schiedsrichter: Thiyagarajah / Thiyagarajah
Strafminuten: 12 / 4







