Berlin, BRD (Weltexpress). Daß Massen von Migranten, genauer: Grenzstürmer und Geldgräber, auf dem Weg ins Königreich Spanien sind, das wurde berichtet. Wie viele sind es und wann stürmen sie auf die Grenze zu?
Unter der Überschrift „Für den Migrations-Tsunami in Ceuta ist allein die EU verantwortlich“ teilt Wadim Truchatschow in RT DE (15.8.2026) mit: „Die ersten Migrantenwellen waren bereits Ende Juli in Ceuta eingetroffen. Nach und nach stieg ihre Zahl auf Zehntausende an. Die spanische Regierung erklärte, sie habe die Situation unter Kontrolle gebracht – von 72.000 illegalen Einwanderern seien 70.000 ins benachbarte Marokko zurückgekehrt. Die Behörden von Ceuta selbst bezweifelten dies jedoch und ließen durchblicken, dass sich mindestens 10.000 illegale Einwanderer weiterhin auf den Straßen der Stadt aufhalten. Deutsche Reporter, die in die Region gereist waren, berichteten von etwa 140.000 Migranten.“
In den letzten Tagen wurde von einem neuen Ansturm der Grenzstürmer und Geldgräber berichtet, doch dieser scheint bisher auszubleiben. Untr der Überschrift „Befürchteter neuer Ansturm auf Ceuta bleibt zunächst aus“ heißt es in „Zeit“ (15.8.2026): „In sozialen Medien kursierten Aufrufe zu gemeinsamen Massenüberquerungen am 15. August. Marokkanische Sicherheitskräfte waren Augenzeugen zufolge rund um Ceuta und Melilla präsent und verhinderten mögliche Grenzübertritte bereits im Vorfeld. Hunderte Migranten, darunter viele aus Ländern südlich der Sahara, wurden nahe der rund 20 Kilometer von Ceuta entfernten Grenzstadt Fnideq gestoppt und an einem Überquerungsversuch gehindert. Nach Angaben des Innenministeriums in Rabat wurden am Samstag zudem 111 Migranten ohne gültige Papiere festgenommen.“
Auch in „Der Standard“ ist die Enklave Ceuta und der nächste Massenansturm auf das Königreich Spanien Thema. Unter dem Titel „Marokkanische Behörden stoppen Versuch einiger hundert Migranten, Grenze nach Ceuta zu überqueren“ (15.8.2026) wird mitgeteilt, daß sich „nach der letzten Massenankunft … noch rund 5000 Migranten in der spanischen Nordafrika-Exklave“ befinden würden. „Die Sicherheitsvorkehrungen wurden hochgefahren, die Lage ist relativ ruhig.“ Weiter heißt es: „Die Behörden beider Länder koordinierten sich diesmal, sodass sich die Ereignisse von Ende Juli nicht wiederholen, als nach verschiedenen Schätzungen bis zu 80.000 Migranten nach Ceuta gelangten. Der spanische Innenminister Fernando Grande-Marlaska betonte dieser Tage erneut, dass die damalige Massenankunft ein „außergewöhnliches“ Ereignis gewesen sei, das sich nicht wiederholen werde.“
Und auch dies steht dort: „Der Ansturm vor rund zwei Wochen war beispiellos. Vor allem am 30. Juli waren Zehntausende Migranten meist schwimmend nach Ceuta gelangt. Bei dem Versuch kamen Dutzende ums Leben: Nach der jüngsten offiziellen Mitteilung Madrids wurden im Meer 83 Leichen geborgen, Nichtregierungsorganisationen schätzen die Zahl der Todesopfer auf weit über hundert.“
Unter der Überschrift „Marokko nimmt mehr als 100 Migranten fest“ wird in „Frankfurter Allgemeine“ (15.8.2026) darüber informiert, daß „auf der spanischen Seite … die Polizei in den Straßen von Ceuta“ patrouillierte. „Die Regierung in Madrid hat eine Seebarriere errichtet und mehr als 500 zusätzliche Polizisten vom Festland verlegt. Damit stieg die Gesamtzahl der Einsatzkräfte in der Exklave auf über 1600…. Die verschärften Sicherheitsvorkehrungen auf beiden Seiten der Grenze folgen auf einen beispiellosen Ansturm vor zwei Wochen. Am 30. Juli waren mehr als 72.000 Migranten nach Ceuta geströmt, wobei ein Großteil die Exklave bis am Folgetag wieder verließ. Bei dem Versuch, europäischen Boden zu erreichen, kamen mindestens 96 Menschen ums Leben.“
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