Berlin, BRD (Weltexpress). Nach einem Caritas-Bericht 2025 haben immer mehr Familien Schwierigkeiten, angemessenen Wohnraum zu bezahlen, berichtet das kommunistische Magazin „Contropiano“ am 20. Dezember 2025 und führte an, dass 2024 etwa 5,1 % der Bevölkerung – mehr als 3 Millionen Menschen – in einer Situation lebten, in der die Wohnkosten sie überforderten. Das bedeutete, dass sie mehr als 40 % ihres Nettoeinkommens für ihrer Wohnung ausgeben mussten. Laut dem Statistikamt Istat haben die größten Probleme Alleinstehende, insbesondere Personen unter 65 Jahren, wo der Anteil 19,9 % erreicht. Auch Alleinerziehende Haushalte sind mit 7,1 % stark betroffen. In Familien, in denen der Hauptverdiener unter 35 Jahre alt ist, liegt die Quote bei 7,6 %, während sie bei über 65-Jährigen 4,6 % beträgt.
Von der Wohnungsnot sind vor allem die fast 6 Millionen Menschen betroffen, die in absoluter Armut leben. Die Ursachen sind, so „Contropiano“, unregelmäßige Beschäftigung, niedrige Löhne und atypische Verträge, die die Möglichkeit eines menschenwürdigen Lebens ernsthaft beeinträchtigen und eine Spirale der Verarmung anheizen, die insbesondere junge Menschen und Familien mit
Kindern trifft. Hinzu kommen vielfältige und miteinander verknüpft Faktoren wie steigende Mieten, der chronische Mangel an Sozialwohnungen, die zunehmende Verbreitung von Kurzzeitvermietungen für den Tourismus – mit besonders starken Auswirkungen in großen Ballungszentren – und stagnierende Löhne in einem zunehmend fragmentierten und prekären Arbeitsmarkt. Die von Wohnungsnot am stärksten betroffenen Bevölkerungsgruppen sind äußerst
vielfältig. Sie reichen von jungen Erwachsenen, die sich von ihren Herkunftsfamilien lösen müssen, bis hin zu Familien mit nur einem Einkommen, darunter auch ausländische Staatsangehörige, Familien in wirtschaftlich prekären Lagen und Menschen mit Behinderungen oder einem besonderen Bedarf an sozialer und gesundheitlicher Versorgung. Allen diesen Gruppen ist gemeinsam, dass sie keinen Zugang zum traditionellen Wohnungsmarkt haben, der zunehmend
weniger inklusiv ist. Die Klassifizierung unterscheidet vier Hauptkategorien schwerwiegende Wohnungsbenachteiligung, von völliger Obdachlosigkeit bis hin zu unsicheren und unzureichenden Wohnverhältnissen. Die Inflation hat das verfügbare Einkommen geschmälert und es italienischen Familien – insbesondere Singles und kinderreichen Familien – zunehmend erschwert, die Wohnkosten zu decken. Drei von fünf Familien geben an, dass ihr Einkommen nicht oder nur knapp für die Grundausgaben ausreicht. Folglich wird auch der Kauf eines Eigenheims immer unerreichbarer, und selbst die Aufrechterhaltung eines
Mietverhältnisses stellt eine erhebliche finanzielle Belastung dar.
Heute haben über 650 000 Familien Anspruch auf Sozialwohnungen, während in den letzten zwanzig Jahren rund 2,5 Millionen Zwangsräumungen stattgefunden haben. Städte entwickeln sich zunehmend zu Touristenhochburgen, wodurch das Wohnungsangebot sinkt und die Wohnungen immer
teurer werden.
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