Brüssel, Königreich Belgien (Weltexpress). Das Patt wurde zugunsten der Staaten, die bei der EU-Bürokratur, die von einem quasi Staatenbund zu einem Bundesstaat transformiert wird, mitmachen und mit den sogenannten Mercosur-Staaten einen Vertrag schließen wollen, gekippt. Mercosur ist die Abkürzung für Mercado Común del Sur (Deutsch Gemeinsamer Markt des Südens).
Dieser wurde am 26.3.1991 in Asunción vertraglich beschlossen. Er umfaßt einen Markt der Vertragsstaaten Argentinien, Bolivien, Brasilien, Paraguay, Uruguay. Venezuela wurde suspendiert. Als assoziierte Mitglieder gelten Chile, Panama, Peru, Kolumbien, Ecuador, Guyana und Suriname. Als Beobachterstaaten gelten Neuseeland und die VMS. Dieser Staatenbund ist in Südamerika mit Auswuchs im Süden des Kontinentes Nordamerika das, was die EU im Westen von Eurasien ist. Allerdings soll Mercosur nicht zu einem Bundesstaat transformiert werden wie die EU-Bürokratur.
Die EU-Bürokratur tritt, wenn der Vertrag demnächst unterschrieben wird, in eine mächtig gewaltige Konkurrenz zu den VSA mit dem VK im Beiboot, denn die Bourgeoisie der VSA, vor allem die Yankee-Imperialisten im Allgemeinen und die Yankee-Finanzimperialisten im Besonderen, betrachten nicht nur den Rest von Nordamerika – neuerdings mit Grönland, das noch zum Königreich Dänemark gehört, sondern auch Südamerika als ihren Hinterhof.
Nach der Rede von James Monroe als VS-Präsident zur Lage des VSA abgekürzten imperialen Staates des Kapitals am 2.12.1823, die als State of the Union Address und also Ansprache zur Lage der Union bezeichnet wurde, war allen Kennern und Kritikern klar, was auf sie zukommen würde, nur nicht den Dummen. Die Monroe-Doktrin besagte zwar auch eine Nichteinmischung in der Alten Welt und also im Westen von Eurasien, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts ad absurdum geführt wurde, doch die Nichteinmischung der Alten Welt in die Neue Welt nicht weniger. Und diese Verbot der Einmischung wird weiter hochgehalten. Monroe, der zwischen diesen beiden Hemisphären, die er Alte Welt und Neue Welt nannte, unterschied, prägte mit seiner Doktrin den angloamerikanischen Panamerikanismus. Die Parole „Amerika den Amerikanern“ war eine für die Dummen. Die Bösen sowie Kenner und Kritiker wußten, daß mit Amerikanern Yankees gemeint waren. Sie wollten und sollten die Herren der „amerikanischen Hemisphäre“ werden. Für diese Herren soll der Rest dieses auch als westliche Hemisphäre bezeichneten Teils der Welt, zu der ausdrücklich Grönland gehöre, mehr denn je von einem Hinterhof zu einem Vorgarten werden.
Nicht nur eine Mehrheit der Bevölkerung der Bolivarischen Republik Venezuela will das nicht, sondern auch eine Mehrheit der Bevölkerung aller Staaten dieser „amerikanischen Hemisphäre“. Dafür beschlossen und verkündeten bekannte Staats- und Regierungschef den Staatenbund Mercosur in der westlichen Hemisphäre. Der will nun mit dem EU abgekürzte Staatenbund im Westen der östlichen Hemisphäre einen Vertrag schließen.
An der Wall Street und In Washington ist man alles andere als amüsiert. Über 25 Jahre lang schauten die Herren der VSA beim Verhandeln mehr oder weniger zu. Nun stimmten bei einer Sitzung mit Vertreter von 27 Staaten in Brüssel am 9.1.2026, die bei der EU-Bürokratur mitmachen, die Mehrheit für den über Jahre ausgehandelten Vertrag. Zwar stimmte der Vertreter des vergrößerten Westfrankenreiches, besser als Französische Republik (FR) bekannt, dagegen, aber der Vertreter der Republik Italien stimmte zu. Die Republik Italien kippte das Patt. Bisher scheiterte die Vertragsunterzeichnung an der Sperrminorität.
Klüngel und Korruption und also Kohle halfen, die Regierung in Rom unter Giorgia Meloni, die wie fast alle anderen Regierungen der Staaten, die bei der EU-Bürokratur mitmachen, an der Seite der Faschisten in Banderastan steht, umzustimmen. In der FR wird das Abkommen zwischen EU und Merosur mit großer Mehrheit im Staatsvolk und auch unter den Mitgliedern des Parlamentes abgelehnt. Auch die Republik Polen lehnt das Abkommen mit großer Mehrheit ab.
Mächtige und Herrschende der EU-Staaten und der Mercosur-Staaten setzen darauf, daß der Vertragsschluß in den kommenden Tagen in Paraguay erfolgt.
Doch anschließend muß dieser Vertrag ratifiziert werden. Zwar wurde die letzte Etappe auf dem Weg zum Vertragsschluß geschafft, doch das Ziel noch nicht erreicht. Das Pseudoparlament der EU-Bürokratur ist die wohl letzte Hürde. Eine Mehrheit der Mitglieder dieses Pseudoparlamentes muß dem Vertragsabschluß zustimmen. Mitglieder dieses Pseudoparlamentes wollen vorher Richter des EU-Gerichtshofes bemühen, wenigstens um eine schriftliche Äußerung. Antworten auf Fragen könnten Monate dauern, wenn nicht Jahre. Eine Ratifikation und also die völkerrechtlich verbindliche Bestätigung des zuvor in Paraguay geschlossenen Vertrages ist nicht sicher, jedenfalls nicht so bald.
Daher bleibt den Yankee-Imperialisten der VSA, die die Monroe-Doktrin hochhalten, noch Zeit, aber nicht mehr viel. Nur Dumme glauben, daß die VSA die Monroe-Doktrin vergessen und ihren Hinterhof oder Vorgarten freiwillig hergeben.
Anmerkung:
Siehe die Beiträge
- Nein zu Mercosur oder „Auf dem Rücken der deutschen Bauernfamilien“ (Stephan Protschka) von Germann Gepard
- Mitglieder der AfD kämpfen gegen das EU-Mercosur-Abkommen von Ulf Peter
im WELTEXPRESS.
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