Wanderlust in einer Berliner Ausstellung mit Meisterwerken von der Romantik bis in die Klassische Moderne und in einem Katalog aus dem Verlag Hirmer

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Wanderlust.
Das Buch zur Ausstellung "Wanderlust" herausgegeben von Birgit Verwiebe und Gabriel Montua für die Nationalgalerie - Staatliche Museen zu Berlin. © Hirmer

Berlin, Deutschland (Weltexpress). Dass das Wandern des Müllers und der Deutschen Lust ist, das bewiesen nicht nur viele Landser in einigen Kriegen. Auch Maler gaben ihr Bestes, um das Besagte zu belegen.

Goethe gilt gemeinhin als Inbegriff des Wanderdichters, obwohl wir ihn vom weiten Gehen über Stunden ausruhend kennen. Jedenfalls malte Johann Heinrich Wilhelm Tischbein seinen Zeitgenonnen in der römischen Campagna.

Berühmte Bilder wie dieses werden seit dem 9. Mai 2018 in der Alten Nationalgalerie Berlin ausgestellt. Die Ausstellung trägt den einprägsamen Titel „Wanderlust“ und weist im Untertitel den Weg: „Von Caspar David Friedrich bis Auguste Renoir“. Richtig, auch Westfranken beziehungsweise die Brüder im Reich der Franken wanderten wie wir viel.

Von Seiten des Veranstalters, das sind die Staatlichen Museen zu Berlin, die mit der Staatsbibliothek, dem Geheimen Staatsarchiv, dem Ibero-Amerikanischen Institut und dem Staatlichen Institut für Musikforschung mit dem Musikinstrumenten-Museum zur Stiftung Preußischer Kulturbesitz gehören, heißt es, dass, wer heute an das Wandern als Motiv in der Malerei denke, „Caspar David Friedrichs berühmtes Gemälde ‚Wanderer über dem Nebelmeer‘ vor Augen“ habe.

Wohl deswegen prangt das Bild als ovales Hochformat sowohl auf dem Plakat als auch auf dem Katalog zur Ausstellung und zwar in der Mitte. Das Bild selbst ist selbstverständlich auch in Gänze zu sehen. Diese „herausragende Leihgabe aus der Hamburger Kunsthalle bildet den Ausgangspunkt für eine Sonderausstellung …, die diesem für die Kunst überraschend zentralen Thema durch das gesamte 19. Jahrhundert bis hin zu Beispielen der klassischen Moderne nachspürt“, heißt es in werbenden Worten zur Ausstellung. Ich bekomme Lust, dorthin zu spazieren.

Von Caspar David Friedrich bis Auguste Renoir würden die Bilder reichen, die noch bis 16. September 2018 präsentiert werden sollen. Dazu zählen auch Bilder von Künstlern wie Carl Blechen, Karl Friedrich Schinkel, Johan Christian Dahl, Richard Wilson, Christen Købke, Gustave Courbet, Iwan Kramskoi, Ferdinand Hodler, Emil Nolde, Ernst Ludwig Kirchner, Otto Dix und Ernst Barlach, die alle vorab im Wanderlust-Katalog, der von Birgit Verwiebe, Gabriel Montua für die Nationalgalerie – Staatliche Museen zu Berlin herausgegeben wurde, betrachten können.

Zum Gelingen des Kataloges in Klappbroschur im Format 24,5 x 29 cm mit 288 Seiten, davon 190 Abbildungen in Farbe, trugen die Autorinnen und Autoren Claudia Denk, Annette Dorgerloh, Gabriel Montua, Anna Marie Pfäfflin, Birgit Verwiebe und Angelika Wesenberg bei.

Die 120 Exponate der Ausstellung, darunter offensichtlich „erstrangige Leihgaben aus europäischen und amerikanischen Museen“ würden in die Bereiche Entdeckung der Natur, Lebensreise, Künstlerwanderung, Spaziergänge, Sehnsuchtsland Italien und Wanderlandschaften nördlich der Alpen thematisch gegliedert. Dass die Nationalgalerie über eine bedeutende Sammlung eigener Werke zum Thema Wandern verfügt, von denen manche zu sehen sind, das darf nicht verschwiegen werden.

Alte Nationalgalerie
Bodestraße 1-3, Berlin-Mitte
Öffnungszeiten: dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr, donnerstags bis 20 Uhr
Eintritt: 12 Euro, ermäßigt 6 Euro

Bibliographische Angaben zum Katalog

Wanderlust. Von Caspar David Friedrich bis Auguste Renoir, herausgegeben von Birgit Verwieben und Gabriel Montua für die Nationalgalerie – Staatliche Museen zu Berlin, 288 Seiten, 190 Abbildungen in Farbe, Format: 24,5 x 29 cm, Klappenbroschur, Verlag: Hirmer, ISBN: 978-3-7774-3018-8, Preise: 39,90 EUR (D), 41,10 EUR (A) und 48,70 CHF

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