Vom Speisen und Trinken auf Seychellisch auf der Freßgaß in Frankfurt – Serie: Der Tourismus der Seychellen, die Air Seychellen und DERTOUR stellen im „Do it your self“-Prinzip das Inselparadies vor (Teil 1/2)

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Kochen auf Seychellisch

Wir waren von Edith Hunzinger, der regional Verantwortlichen für den Tourismus auf den Seychellen, für 16.30 Uhr in die Genußakademie auf der Freßgasse 24 eingeladen, mit uns hauptsächlich Fachkundige aus Reisebüros der Region und natürlich waren bei den insgesamt dreißig Personen, die nach und nach eintrafen, auch die Mitarbeiter der drei beteiligten Organisationen dabei. Und erst recht natürlich geht es darum, die Inselgruppe so positiv vorzustellen, daß noch mehr Besucher in dieses warme, freundliche, naturbelassene Paradies mit Hotels aller Kategorien strömen. Aber auf das Wie kommt es dabei an und das haben an diesem Nachmittag diejenigen, die diese Idee des gemeinsamen Kochens hatten, perfekt hinbekommen. Denn aus dem Nachmittag wurde erst ein Spätnachmittag, dann ein Abend und später ein sehr später Abend. Wir geben es zu. Wir ließen die Pressetermine um 18 Uhr und den um 20 Uhr ausfallen, notgedrungen, denn man muß ja das Produkt seiner handwerklichen Arbeit auch sehen und vor allem probieren, wenn man ordentlich darüber schreiben will.

Stellen Sie sich also 29 mehr weibliche, aber auch männliche Kochlehrlinge vor, die alle in weißen Air Seychellen Schürzen stecken, angeführt von einer schönen eleganten Dame von den Seychellen, die auf irrsinnig hohen Haken herumwirbelt und alles: die Mangos, die Zwiebeln, die Kartoffeln, den Kürbis, die Hähnchenbrust, den Reis, die Bananen und all die Gewürze genau so im Griff hat, wie den Arbeitsverlauf, in dem festgelegt ist, in welcher Reihenfolge geputzt, geschnitten, angebraten, gerührt, gewürzt und probiert wird. Mittendrinnen gab’s eine sekundenlange Pause, in der Weiß- und Rotwein kredenzt wurde und wir alle fanden, daß sich nach einigen Schlucken noch besser weiterarbeiten ließ. Denn Arbeit war es, aber eine, die so vergnüglich von der Hand ging und anschließend so gut schmeckte, daß wir zugeben, wir würden das sofort wiederholen. Da ist außerdem noch ein Trick dabei!

Leute, die gemeinsam etwas mit den Händen machen, haben eine andere Art miteinander zu reden und so war mehr über kurz als über lang, jeder mit jedem im Gespräch, denn wie von alleine wechselte man die Standorte an den zwei langen Tischen, auf denen genauso vorbereitet wurde wie gekocht. Und war man mit der einen Aufgabe fertig, ging man zum nächsten Platz, wo es etwas zu tun gab. Linda, Anke, Antonietta, Francesca, Manuel und noch viel mehr lernt man so mitsamt ihren beruflichen Aufgabe hier im Zentrum Frankfurts kennen. Also rundherum eine gute Idee. Gelernt hat man auch eine Menge, vor allem die Unterschiede in der Zubereitung einzelner Gerichte. Die Speisen selbst, die Kürbiscremesuppe mit Kokosmilch und Scampi, das Seychellen-Curry (der darf man auch sagen), der Mangosalat (!!!) und zum Nachtisch Karamelisierte Bananen – schon beim Schreiben läuft einem wieder das Wasser im Mund zusammen –, haben wir mit Zutaten und Zubereitung unten abgedruckt.

Hier wollen wir nur das Wichtigste zusammenfassen, nämlich worauf es bei der Zubereitung ankommt. Die köstliche Suppe kocht sich von alleine und Kürbis ist einfach saisongerecht, denn an allen Ecken leuchten die kürbisroten Kugeln auf den Märkten hervor, aber schon der Mangosalat hat es in sich. Wir essen die Mangos als Obst und möglichst nicht öffentlich, weil es eine Kunst ist, ohne verschmierten Mund das Fruchtfleisch vom dicken Faserkern herunter zu bekommen, es sei denn, die Mango wird kunstvoll aufgeschnitten, so daß man nur noch die mundfeilen Stücke auf die Zunge gleiten läßt. Wir aber sind gerade beim Selbermachen, nur in ganz anderer Richtung, Denn hier ging`s um Salat zum Curry. Das war die erste Überraschung. Die zweite, die Mangos waren durchaus nicht vollreif, wie sie uns am besten schmecken, sondern noch richtig hart. Nach dem Schälen mußten die Mangos nun in hauchdünne große Scheiben geschnitten, ja eigentlich geschnitzt werden. Wir wollen ja jetzt nicht angeben, aber da haben wir uns wirklich als geborene Jungfrau hervorgetan und fast durchsichtige Scheiben produziert, während die Nachbarin doch so eher Möhrenscheiben fabrizierte. Da freut man sich wie eine Schülerin, wenn Edith Hunzinger einen lobt! Anschließend wird kräftig gesalzen und noch kräftiger mit Öl die hauchdünnen Mangoscheiben in der Schüssel herumgewälzt. Fortsetzung folgt.

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Kürbis Cremesuppe mit Kokosmilch und Scampis

Zutaten für 4 Portionen: 600 g Kürbis, 4 Esslöffel Öl, Jeweils 1 Esslöffel gehackte Petersilie, Thymian, Knoblauch und Ingwer, 1 kleine gehackte Zwiebel, 1 frische Chili, 1 Prise Kurkuma, Gemüsebrühe, Kokosmilch

Für die Einlage: 20 g Butter, 4 Scampis, klein geschnitten

Zubereitung: Kürbis in kleine Würfel schneiden ● alle Zutaten dazu geben ● Öl erhitzen ● kurz anbraten ● mit Gemüsebrühe ablöschen ● weich kochen ● pürieren ● etwas Kokosmilch dazugeben ● mit Salz und Pfeffer abschmecken ● Scampis kurz in Butter anbraten ● heiss in eine Suppenterrine geben ● Kürbissuppe darauf servieren ● je nach Wunsch mit Kräutern garnieren

Mangosalat

Zutaten für 4 Portionen: 2 Mango (nicht "zu" reif), 1 kleine Zwiebel, 3 Esslöffel Öl, 3 Esslöffel Limettensaft, Salz und Pfeffer

Zubereitung: Mango schälen ● in hauchdünne Scheiben schneiden ● etwas Salz hinzufügen ● vorsichtig durchkneten ● Zwiebeln und Limettensaft dazugeben ● nach 5 Minuten Öl darunter mischen ● je nach Geschmack etwas Zucker dazugeben

www.seychelles.travel.de

www.airseychelles.de

www.dertour.de

www.constancehotels.com

www.genussakademie.com

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