Berlin, BRD (Weltexpress). Vor zwanzig Jahren fand die Fußball-WM in Deutschland statt. Ein Vers zu diesem mit viel Rummel zur Ablenkung von der Wirklichkeit erlebten Ereignis dürfte m. E. kaum an Aktualität verloren haben.
Ein Ereignis steht den Deutschen ins Haus.
Ich geb´ offen zu, ich mach mir nichts draus.
Die Psychose zeigt, es geht nicht um Sport,
Doch ums Geschäft und vielleicht auch um Mord ?
So setzt der Wahn den Deutschen instand
Mit Militarismus fürs Vaterland.
Fürs Vaterland, das uns nichts nützt,
Das nur die Milliarden der Mafia schützt.
Einer Mafia, wie der Name schon sagt,
Die nur nach deutschen Int’ressen jagt.
Nun ist es der Fußball, der rollt und rollt -
Im teutschen Int’resse durch teutschen Sold.
Und hat sich Großdeutschland hervorgetan
Mit Gründlichkeit im Fußballwahn,
Beleuchtet die deutsche Befindlichkeit
Den Preußen, der ruft : »ich bin soweit!«
Der Preuße ? Ach ja, der alte Fritz –
Ist Realität und gar kein Witz.
Man hat das Grundgesetz umgangen
Für das Vermächtnis der Ordensspangen.
Moment. Export ist deutscher Ruf ?
Der wieder die deutsche Genesung schuf,
Begleitet von Gründlichkeit und Drill.
Im Innern tönen Sirenen schrill.
So seht doch, was rollt als deutscher Wahn ?
Nicht nur der Fußball, nein, andrer Kram,
Soldaten und Raketen werden bewegt
Bis über alles sich Asche legt.
Der Vaterlandssegen ist jedem gewiß.
Darin lag wohl wieder der größte Beschiß.
Betrogen bis zum jüngsten Tag.
Auf dem Felde verloren der Fußball lag.
Anmerkung:
Vorstehender Beitrag von E. Rasmus wurde am 9.2.2006 in Berlin geschrieben.
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