Umvolkung, Hochverschuldung und Deindustrialisierung der BRD oder Zahlen zur „Erwerbsmigation“ und „zur sogenannten Westbalkanregel“

Industriebrache in Duisburg. Quelle: Pixabay, Foto: Herbert Aust

Frankfurt am Main, BRD (Weltexpress). Die Umvolkung, Hochverschuldung und Deindustrialisierung der BRD werden forciert. Zur „Erwerbsmigation“ und „zur sogenannten Westbalkanregel“ heißt es in einer Pressemitteilung der Bundesagentur für Arbeit vom 18.2.2026: „Am 1. März 2020 ist das Fachkräfteeinwanderungsgesetz in Kraft getreten. Seitdem wurden weitere Erleichterungen geschaffen. So wurden 2023 die nötigen Mindesteinkommen für die Blaue Karte abgesenkt. Inzwischen haben gut 164.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte, die aus einem Land außerhalb der EU kommen, eine Blaue Karte. Gegenüber dem Jahr 2020 entspricht das einer Steigerung von 114 Prozent.“

Zur „Erwerbsmigation“, die „sich seit 2020 mehr als verdoppelt“ habe, wird wie folgt informiert: „Im Juni 2025 hatten 420.000 sozialversicherungspflichtigen Beschäftigte eine Aufenthalts- oder Niederlassungserlaubnis aufgrund ihrer Erwerbstätigkeit. 2020 waren es etwas mehr als 200.000.“

Und „zur sogenannten Westbalkanregel“ wird dies mitgeteilt: „Gut ein Viertel der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten mit einer Aufenthalts- oder Niederlassungserlaubnis aufgrund von Erwerbstätigkeit kommt aus Albanien, Bosnien und Herzegowina, Kosovo, Montenegro, Nordmazedonien oder Serbien. Für sie gilt die Westbalkanregelung, über die Fach- und Arbeitskräfte aus diesen Ländern eine Arbeit in Deutschland aufnehmen können. Die Regelung gibt es seit 2016. Mitte 2024 wurde das Kontingent der jährlichen Arbeitsmarktzulassungen auf 50.000 verdoppelt. Die Nachfrage übersteigt hier das Angebot deutlich. Die BA musste im Dezember 2025 rund 18.000 Anfragen ablehnen, da das Kontingent erschöpft war.“

„Daß die Marke von drei Millionen Arbeitslosen überschritten wurde“, das wurde im WELTEXPRESS am 30.1.2026 mitgeteilt und auch, daß „die BRD vorher zum größten Billiglohnarbeitsmarkt der Staaten, die bei der EU-Bürokratur mitmachen, transformiert“ wurde. Arbeitsplätze werden in der BRD abgebaut und die Regierung aus Christen und Sozen von CDU, SPD und CSU verkündet Zahlen zur „Erwerbsmigation“.

Dabei nimmt der Fachkräftemangel ab. Das wird jedenfalls bei der AfD so gesehen und auch beim Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München e.V. In einer Pressemitteilung vom 18.2.2026 heißt es unter der Überschrift „Fachkräftemangel nimmt ab“: „Besonders deutlich sank der Fachkräftemangel im Bereich Transport und Logistik: Der Anteil der betroffenen Unternehmen fiel von 42,7 auf 30,6 Prozent. Insgesamt klagte rund jeder vierte Dienstleister über fehlendes Personal. Rechts- und Steuerberatern (58,4 Prozent) sowie Leiharbeitsfirmen (56,6 Prozent) fehlen weiterhin besonders häufig Fachkräfte.

In der Industrie berichten 16,6 Prozent der Unternehmen von einem Mangel an Fachkräften – ein halber Prozentpunkt weniger als im Oktober. Im Automobilsektor sowie bei den Herstellern elektrischer Ausrüstungen liegt der Anteil knapp unter 10 Prozent. Im Maschinenbau beträgt er rund 19 Prozent.

Auch im Handel hat sich die Lage etwas entspannt: Rund 18 Prozent der Unternehmen berichten von Schwierigkeiten, offene Stellen mit qualifizierten Arbeitskräften zu besetzen (Einzelhandel: 21,6 Prozent, Großhandel: 16,2 Prozent). Im Bauhauptgewerbe liegt der Anteil der betroffenen Unternehmen jedoch weiterhin hoch bei 30,4 Prozent.“

Klaus Wohlrabe wird als sogenannter „ifo-Forscher“  (Eigenschreibweise) zur Abnahme des Fachkräftemangels in der BRD wie folgt zitiert: „Eine Rolle spielt weiterhin die schwache konjunkturelle Entwicklung. Gleichzeitig verändert der technologische Wandel, vor allem die künstliche Intelligenz, zunehmend den Arbeitsmarkt.“

Zur Deindustrialisierung teilt Leif-Erik Holm als wirtschaftspolitische Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion per Pressemitteilung der AfD-Fraktion im Deutschen Bundestag vom 18.2.2026 mit: „Die Industrie hat in Deutschland im Jahr 2025 mehr als 120.000 Jobs abgebaut. Passend dazu stieg die Arbeitslosenzahl im Januar 2026 auf fast 3,1 Millionen Menschen – der höchste Stand seit fast zwölf Jahren. Für jeden abgebauten Arbeitsplatz trägt die Bundesregierung aus Union und SPD die Verantwortung. Die anhaltende Deindustrialisierung wird durch die schwarz-rote Politik immer weiter vorangetrieben. Hohe Steuern, teure Energie, lähmende Bürokratie und ständige Diskussionen über noch mehr Belastungen machen den Wirtschaftsstandort Deutschland zunehmend unattraktiv. Besserung ist nicht in Sicht: Reformunwilligkeit steht unter dem Zeugnis des ersten Regierungsjahres. Deutschland kann nur mit klarem marktwirtschaftlichen Kurs wieder auf die Beine kommen: Wir als AfD-Fraktion stehen für eine vernunftorientierte Energiepolitik und deutliche Entlastungen für Bürger und Unternehmen. Gleichzeitig stellen wir den Sozialstaat wieder auf bezahlbare Füße und beschneiden die überbordende Bürokratie auf das notwendige Mindestmaß.“

Anmerkung:

Siehe die Beiträge

im WELTEXPRESS.

Anzeige:

Reisen aller Art, aber nicht von der Stange, sondern maßgeschneidert und mit Persönlichkeiten – auch themenzentrierte Reisen (Politische Ökonomie und Geopolitik) durch die BRD –, bietet Retroreisen an. Bei Retroreisen wird kein Etikettenschwindel betrieben, sondern die Begriffe Sustainability, Fair Travel und Slow Food werden großgeschrieben.

Vorheriger ArtikelRussland fordert rechtliche Festschreibung der Nicht-Erweiterung der NATO nach Osten – Zeitung „Iswestija“
Nächster Artikel„Schwierig, aber sachlich“ sollen die Gespräche in Genf zwischen Delegationen der VSA, der RF und Banderastan gewesen sein