Schöne Bescherung in der Ravennaschlucht

Aufsteigender Schwarzwaldnebel. © Foto/BU: Dr. Bernd Kregel, Aufnahme: Hochschwarzwald, 1.10.2012

Berlin, Deutschland (Weltexpress). Wenn ein Weihnachtsmarkt bereits am 24. November 2023 beginnt und nicht am 25. Dezember 2023, dann ist er einer wie so viele in dieser Welt der Ware und des Spektakels. Sollen doch die Werbenutten und Trendhuren zumindest so ehrlich sein und die Veranstaltung wenigstens Wintermarkt nennen oder wie auch immer, aber nicht ewig diese Verlogenheit für die Verdummten dieser Erde, oder?

Daß „der Weihnachtsmarkt in der Ravennaschlucht in Breitnau, am Fuße des Höllentalviadukts und umgeben von mystischen Wäldern“, wie es in einer mit gesinnungsgeladenem Geschlechtergeschmiere durchseuchten Pressemitteilung vermutlich von einem Lohnarbeiter der Hochschwarzwald Tourismus GmbH vom 13.10.2023 heißt, etwas Besonderes ist und aus dem Mumpitz einer Mischpoke von Möchtegern-Weihnachtsmarkt-Betreibern herausragt, das ist wohl wahr. Am 17. Dezember 2023 solle mit diesen „Weihnachtsmarkt“ schon wieder Schluß sei.

Es gilt, was galt: Dümmer geht immer. Der Budenzauber der „mehr als 40 Austeller:innen“ wird verlogen als „das einzigartige Weihnachtsdorf unter den steinernen Viaduktbögen der Höllentalbahn“ beworben. Das Gelächter von Kennern und Kritikern dürfte lauter sein, als der Verkehr, der durch das Hölllental rollt.

Eintritt müssen Gäste übrigens auch bezahlen, aber ein Gast darf nur zwei Stunden bleiben. Schöne Bescherung!

Anmerkung:

Vorstehender Beitrag von Ole Bolle wurde am 2.11.2023 in MaDeRe erstveröffentlicht.

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