Schatzsuche auf schwankenden Planken – Die Seychellen als Hotspot des Naturabenteuers

© Foto: Dr. Bernd Kregel, 2015
Langsam schließt sich die Schlinge um den schlanken Hals. Selbst für Gesetzesbrecher der guten alten  Zeit in aller Regel Grund genug zur Panik. Nicht jedoch für „La Buse“, den gefürchteten König der Piraten im Indischen Ozean. Denn für ihn, der unzählige Male aus dem Hinterhalt gegen die französischen Kolonialherren zugeschlagen hatte „wie ein Bussard“, gehörte dieser zweifellos unangenehme Anlass offenbar zum Restrisiko seines Freibeuterdaseins. Vielleicht sogar bewusst herbeigeführt als standesgemäßer finaler Galaauftritt vor der Weltöffentlichkeit. Und damit – vergleichbar dem legendären Coup Klaus Störtebekers – als Freibrief für den geplanten Einzug in die Geschichtsbücher?
Denn was tut „La Buse“ in dem Moment, als ihm der Trommelwirbel eines französischen Exekutionskommandos im Jahr 1730 ratternd die Pforten zum Jenseits öffnet? Seelenruhig zieht er, noch immer kühl und planvoll kalkulierend, einen Plan aus seiner Hosentasche und wirft ihn in die staunende Menge mit den Worten: “Wer ihn entziffert, soll meinen Schatz haben.“ Nur eine knappe Andeutung. Doch die schlägt sofort ein wie ein Paukenschlag und übertönt lautstark das klägliche Schnarren der Todestrommeln. Der Mythos vom Piratenschatz des „La Buse“ ist in der Welt und lässt sich dort auch nach Jahrhunderten  nicht mehr heraus bringen.
Gier nach dem Gold

© Foto: Dr. Bernd Kregel, 2015So gehört er auch heute noch zum zentralen Interessengebiet von Glynn Burridge, dem Starautor der Seychellen. Lassen sich doch diesem Thema, davon zeigt er sich überzeugt, literarisch viele unterschiedliche Aspekte abgewinnen. Vor allem menschliche Grundhaltungen wie die Gier nach dem Gold, die die gesamte Menschheitsgeschichte durchzieht. Das Streben nach jenem glänzenden Edelmetall, das zu seinem Höhepunkt, der Suche nach dem Eldorado, sogar zur Unterwerfung eines ganzen Kontinents führte.

Auch die kleinen Seychellen, so Glynn Burridge, wurden als eine Art Mini-Eldorado vom Goldfieber ergriffen. Und am liebsten hätte man, als der geheimnisvolle Plan des „La Buse“ nicht zu dem erhofften Ziel führte, alle 115 Inseln des Archipels einzeln umgegraben. Ein Vorhaben, das nicht zuletzt an dem harten Vulkangestein scheiterte, das die tektonische Platte des indischen Subkontinent einst auf dem Weg in Richtung Asien versehentlich mitten im Indischen Ozean verloren hatte. Und nun im Kleinformat ein ähnlich verzwicktes Problem hinterließ wie das bislang erfolglose Auffinden des Nibelungenhortes im Rhein, wie Glynn beim Abschied scherzhaft schmunzelnd hinzufügt.
Ausgangspunkt für Inselabenteuer

© Foto: Dr. Bernd Kregel, 2015Nur einer ist sich völlig sicher, dass der Piratenschatz sich nicht auf „seiner“ Insel befindet. Es ist Karl Snater von Eden Island, einem der Seychellenhauptstadt Victoria vorgelagerten Inselchen. Ein auffallend flaches Eiland, das erst vor wenigen Jahren durch technisch aufwändige Aufschüttung des Meeresbodens entstand. Verbunden mit der Hauptinsel Mahé nur über eine kleine unscheinbare Brücke. So bietet Eden Island inzwischen den stabilen Untergrund für das fantasievoll gestaltete Eden Bleu Hotel, dem Karl Snater als General Manager vorsteht. Als Gesamtanlage eine großzügige Spielwiese für Erholung Suchende, die hier in einem der geräumigen Apartments, Maisons oder sogar in einer der schmucken Villen für die schönsten Wochen des Jahres ein gepflegtes Zuhause finden.

Mit Rundumblick auf die steil aufragende Hügelkette der Hauptinsel Mahé,  die malerisch ausgestaltete künstliche Lagunenlandschaft sowie den stets in Bewegung begriffenen Yachthafen, der direkt an die Eden Plaza angrenzt. Ein Ausgangspunkt für Inselabenteuer jeglicher Art hinüber zur Starinsel Praslin mit ihrem weltweit einmaligen Kokosnuss-Nationalpark Vallée de Mai. Oder zu den bizarren Gesteinsformationen am Strand von La Digue, die mit ihren landschaftlichen Reizen und nicht zuletzt dem gezielten Einsatz von körperlichen Reizen schon unzählige Male für Werbezwecke herhalten mussten.
Haie und Walhaie

© Foto: Dr. Bernd Kregel, 2015Ausgesprochen angetan von der Schönheit seines Inselreiches ist auch Skipper Kevin. Gerade hat er mit seinem Katamaran „Venturi“ im Yachthafen von Eden Island angelegt, einem wendigen Segler der Dream Yacht Charters. Schon stehen die neuen Passagiere bereit, fast durchweg abenteuerlustige Inselreisende, die von den schwankenden Planken des Katamarans aus die vielfältige Über- und Unterwasserwelt der Seychellen entdecken möchten. Heute beispielsweise als erstes Reiseziel den Anse Mare Jupe im Naturpark von Sainte Anne, dessen Inselwirrwarr der Seychellen-Hauptstadt Victoria fast direkt gegenüber liegt.

Und während aus der Küche von Bordkoch Terence sich bereits das Fisch-Mittagsmenu aromatisch ankündigt, schwärmt Skipper Kevin von seinen aufregenden Begegnungen mit Haien und Walhaien, die durch ihr überraschendes Erscheinen stets an Bord für Furore sorgen. Ohne dabei zu versäumen, die Vorzüge des Lebens auf dem offenen Wasser hervorzuheben. Wo wogende Wellen die Fantasie beflügeln und dabei Traumwelten erschaffen, die sich bei Annäherung an die kühn geschwungenen Sandstrände oftmals sogar als real erweisen. So führt die Route zunächst um die nördliche Inselspitze von Mahé herum, vorbei an Beau Vallon und dem Anse Major bis hin zum Anse du Riz in der Baie Ternay. Einem feinkörnigen Sandstrand, der von hohem vulkanischem Felsgestein und im Abendwind leicht schwankenden Palmenkronen überragt wird.
Sonniges Gemüt

© Foto: Dr. Bernd Kregel, 2015Inzwischen hat sich die Sonne dem westlichen Horizont bereits merklich angenähert. Und doch verwandeln ihre immer noch starken Strahlen die beschwingt tänzelnden Wellen in eine Funken sprühende Oberfläche. Ein Goldschatz der anderen Art, wie Skipper Kevins verschmitztes Lächeln vielsagend auszusagen scheint. Kein Schatz also, der wie eine Piratenbeute Begierde oder Besitzansprüche auf sich ziehen könnte. Stattdessen eine verschwenderische Kostbarkeit für Naturliebhaber, deren augenblicklicher Genuss sogar mit anderen geteilt werden kann. 

Zweifellos hat auch Autor Glynn Burridge diesen Aspekt der Schatzsuche längst für sich und seine Leser entdeckt. Und haben nicht auch die Inselbewohner – Schatzsuche hin und her – sich innerlich längst etwas von diesem überschwänglichen Insel-Existenzgefühl angeeignet? Denn dieses strahlt auch ohne große Worte aus ihrem sonnigen Gemüt, wie es sich beim Besuch des lebhaften Marktes von Victoria augenblicklich offenbart. Vielleicht der deutlichste Beweis dafür, dass auch Naturschätze wie diese ihre unverkennbaren Spuren hinterlassen. 
Reiseinformationen “Seychellen-Eden Island”:
Anreise: Günstig mit Ethiopian Airlines, der größten und modernsten Flotte der afrikanischen Airlines (13 Dreamliner!) und Mitglied der Star Alliance. Täglich von Frankfurt nonstop nach Addis Abeba, von dort dreimal wöchentlich Anschlussflüge nach Mahé, Seychellen; Web: www.ethiopianairlines.com
Einreise: Ausreichend ist ein noch 6 Monate gültiger Reisepass. Ein Visum ist nicht erforderlich. Einreiseformulare bei der Landung.
Reisezeit: Monsunfreie Zeit ist Oktober bis März/April. Während des Sommers ist mit teils erheblichen Regenfällen zu rechnen.
Bootstouren: Mit Dream Yacht Charters ab Eden Island oder Praslin mit Skipper und Koch, jeweils 8 Personen bei flexibler Reisezeit und Routenwahl durch das Seychellen-Archipel; Web: www.dreamyachtcharters.com
Unterkunft: Vorzüglich im Eden Bleu Hotel auf Eden Island, ideal für Urlaubs- und Geschäftsreisen mit hohem Komfort in Apartments, Maisons und Villas. Nahe dem Flughafen, der Inselhauptstadt und dem Yachthafen; Web: www.edenbleu.com
Auskunft: Seychelles Tourist Office Deutschland, Berner Straße 50, 60437 Frankfurt, Telefon: 069-29720789, Edith Hunzinger, Email: info@seychelles-service-center.de, Web: www.seychelles.travel/de

Unterstützungshinweis:

Die Recherche wurde unterstützt von Ethiopian Airlines, Eden Bleu Hotel und Dream Yacht Charters.

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