Pete Potlethwait tot: Britischer Theater- und Filmdarsteller mit 64 an Krebs verstorben

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Pete Postlethwait

Eine traurige Art das neue Jahr zu beginnen, nannte es Schriftsteller und Schauspieler-Kollege Stephen Fry. Am höchsten geschätzt für seine künstlerische Arbeit wurde der im Februar 1946 in Cheshire geborenen Mime wohl von denen, mit denen er zusammenarbeite. Auf der langen Liste der renommierten Theater-, Film- und Fernsehregisseure, in deren Inszenierungen Postlethwait auftrat, zählen einige der bekanntesten Namen des internationalen Kinos. Michael Mann, Bryan Singer und Steven Spielberg drehten mit dem passionierten Bühnendarsteller. Letzter nannte Postlethwait, mit dem er sein historisches Gerichtsdrama „Amistad“ drehte, den „besten Schauspieler der Welt“. Trotz seiner Erkrankung war Postlethwait weiterhin als Schauspieler aktiv. Im Kino war er zuletzt unter der Regie von Christopher Nolan in „Inception“ sowie in Ben Afflecks „The Town“ zu sehen.

Durch die Konzentration und Subtilität seiner Darstellungen machte Postelethwait fast jede seiner Rollen zu einem Charakterporträt. Ihn einen gefeierten Filmschauspieler zu nennen scheint indes verfehlt. Auf der Leinwand war er vor allem in kleineren Nebenrollen zu sehen. In Henry Selicks Animationsfilm „James und der Riesenpfirsich“ und der ökologischen Semi-Dokumentation „Age of Stupid“ war er nur als Sprecher präsent. Laut umjubelt wurde der ausgebildete Schauspiellehrer hingegen besonders für seine Bühnendarstellungen am Everyman Theatre in Liverpool und am Royal Court Theater. Auf eine Hollywood-Karriere verzichtete das Mitglied der Royal Shakespeare Company bewusst. Von der Leinwand zog es ihn immer wieder zum Theater zurückzog. Für seine Verdienste um das Theater und sein umfangreiches soziales Engagement ernannte Queen Elisabeth in 2004 zum Officer of the British Empire. Einen Tag nach Neujahr ist Postlethwait nun für immer von der Bühne abgetreten.

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