Mit Kevin Poulin steht die Null, leider auch lange vorne – Florian Kettemer erzielt den Siegtreffer für die Berliner Eisbären im Penaltyschießen in Schwenningen

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Eisbären Berlin vs Pinguins Bremerhaven
Kein Poulin im Tor der Berliner Eisbären. © 2018, Foto: Stephan Wenske

Schwenningen, Berlin, Deutschland (Weltexpress). Kaum ist mit Kevin Poulin der neue Torhüter der Eisbären zurück, steht hinten die Null. Leider stand sie auch lange vorne, bis Florian Kettemer die Berliner in Schwenningen im Penaltyschießen erlöste.

Wirklich drei Drittel ohne Tore. Als es nach 60 Minuten immer noch 0:0 stand, war nach der Punkteteilung Penaltyschießen angesagt.

Bei den Schwenninger Wild Wings durfte auch Maxi Adam in der Abwehr spielen. Marc Cundari erhielt eine Pause. War vielleicht der Schlüssel zum Erfolg?

Alle Reihen neu zu sortieren, das war es offensichtlich nicht. Sean Backman, Brendan Ranford und Colin Smith bildeten eine Reihe wie auch Marcel Noebels, James Sheppard und Jamie MacQueen sowie Mark Olver, Daniel Fischbuch und Louis-Marc Aubry. Geholfen hat das Gemische nichts. Null.

Geholfen hat der beste Neuzugang, der vom Meister. Kettemer traf und rechts ins Tor. Der Mann, der für München und Mannheim die Schuhe schnürte, wurde an die Spree geholt, um die Abwehr zu stärken. Der Verteidiger war der einzige Eisbär, der traf. Damit bekamen die Berliner Eisbären bei den Schwänen in Schwenningen, die als Tabellenletzter wie tote Tauben wirken, auch noch den Zusatzpunkt.

Mit dieser mühevollen Darbietung und dem Durcheinander im Sturm dürften die Eisbären am Sonntag in Berlin gegen die in der Tabelle oben kreisenden Adler aus Mannheim nur ein laues Lüftchen entfachen können. Seit Saisonbeginn ist der Wurm drin, der auch am Freitag beim Tabellenletzten nicht raus kam.

Unter dem neuen Adler-Trainer Pavel Gross wirken die Mannheimer momentan, als könnten sie dem dreifachen Dauermeister Paroli bieten. Dafür wurde auch „der Etat (ca. 13 Millionen Euro) … in die Nähe des Münchners (etwa 13,5) aufgestockt“, merkt Marcel Stein in der „Berliner Morgenpost“ (6.10.2018) an.

Richtig so, denn die wirklich wichtigen Spieler, die den Unterschied machen, muss man kaufen. Seitdem treffen die Adler, bisher 33 Mal in der Meisterschaft, und schießen notfalls ein Tor mehr als die Gegner. Vor allem Gross scheint die Adler groß zu machen.

Das wird auch von Eisbären-Trainer Clément Jodoin erwartet. Doch hat das Berliner Bären-Unternehmen abgesehen von Poulin und Kettemer die richtigen Spieler geholt?

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