Montag, 06. April 2026
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„Leichenschändung“ in der Berliner Max-Schmeling-Halle oder Heimspiel und Heimsieg gegen einen Abstiegskandidaten aus Leipzig

Füchse in der Berliner Max-Schmeling-Halle nach dem Punktspiel gegen eine Auswahl der SC DHfK Handball Verwaltung GmbH. © Münzenberg Medien, Foto: Stefan Pribnow, Ort und Datum der Aufnahme: Berlin, 5.4.2026

Berlin, BRD (Weltexpress). Daß die aktuelle Auswahl der SC DHfK Handball Verwaltung GmbH mit Sitz in Leipzig in der ersten Liga für Männerhandballer in der BRD nicht wettbewerbsfähig ist, das war vorher klar. Mannschaften von Kapitalgesellschaften aus Minden, Wetzlar und Solingen sind nicht besser. Zwei der vier Kapitalgesellschaften müssen am Ende der Saison 2025/26 absteigen.

Zwei Kapitalgesellschaften dürfen in der verlogen Meisterliga, englisch Champions League genannt, eine profaschistischen Veranstaltung aus Klüngel und Korruption kommende Saison mitmachen und dafür neue Mannschaften zusammenstellen. Die aktuelle der Füchse Berlin Handball GmbH, die in der ersten Liga momentan auf dem dritten Platz steht, fegte über die aus Leipzig wie das Imperium über den Iran.

In der ersten Halbzeit hielt Lasse Ludwig, der mit Weltklasse-Torhüter Dejan Milosavljev das Füchse-Tor hütet, gewohnt gut, während die Abwehr dem Gegner Lücken bot. Auch das ist nichts Neues und der Grund dafür, daß die Füchse gerufenen Spieler in dieser Saison nicht Deutscher Meister werden. An den Torhütern oder der in der Regel überragenden Offensive liegt das nicht. Jedenfalls kamen die Gäste nur zu zehn Toren in 30 Minuten.

Hätte Füchse-Trainer und -Betreuer Nicolej Krickau nicht früh ein Einsehen gehabt und die 8 701 Zuschauer ein Ansehen von Ersatzspielern, wäre die von einem Zuschauer „Leichenschändung“ genannte Leistung fortgeführt worden. Also kratzen die Füchse nicht an der 50-Tore-Marke, sondern blieben ein Tor unter der 40er Marke, während die Gäste auf 26 Treffer kamen. Lasse Ludwig, der von Anfang bis Ende das Berliner Tor hütete, kam auf 19 Paraden. Ohne diese wäre das Ergebnis wohl knapper geworden. Einerseits.

Andererseits verwalteten die Gastgeber die Begegnung in den letzten 20 Minuten und hielten den Abstand von 17 Toren. Schon viel früher schalteten sie einen Gang zurück. Bis zur 20. Spielminute war beim Stand von 16:6 wohl jeder Wurf eines Füchse-Spielers ein Treffer. In der 41. Spielminuten lautete der Zwischenstand nur 30:13. Danach schafften die Füchse nur noch neun Treffer.

Egal, ob der erste oder zweite Anzug der Füchse auf dem Feld war, die Spieler von Trainer und Betreuer Frank Carstens knabberten sich die Zähne aus. Einzig und allein Tomáš Piroch bot im Rückraum Paroli, während Staffan Peter von Außen und Luka Rogan vom Kreis treffen durften, als manche Füchse das ernsthafte Verteidigen einstellten. Dennoch wurden alle außer Piroch – Franz Semper fehlte wegen einer Musekelverletzung – in der Berliner Max-Schmeling-Halle gewogen und für zu leicht befunden.

Daß die Spieler der SC DHfK Handball Verwaltung GmbH – ich wiederhole mich – nicht Können und dann, wenn der Gegner ernst macht, auch nicht dürfen, das ist klar. Doch daß sie nicht Wollen, das sah ich ihnen über weite Strecken an. Die für das Glück einer Mannschaft Verantwortlichen – und Glück besteht nun einmal aus der Übereinstimmung von Wollen, Können und Dürfen, würde ich vor die Tür setzen. Subito!

Für die Verantwortlichen der Füchse Berlin Handball GmbH gilt es, das Niveau im Tor und im Angriff weiter hoch zu halten und das der Defensive zu verbessern, denn es gilt, was galt: „Der Angriff gewinnt Spiele, die Abwehr gewinnt Meisterschaften.“ Ausnahmen bestätigen die Regel.

Stimmen nach dem Spiel

Füchse-Cheftrainer Nicolej Krickau: „Unsere Effektivität war heute super. Das gewonnene Torhüterduell hat heute einen großen Unterschied gemacht. Lasse Ludwig hat überragend gespielt. Auch der Flow zwischen unseren Spielern aus dem Rückraum hat sich heute weiter in die richtige Richtung entwickelt. Zudem konnten wir sehr gut unsere Breite im Kader ausnutzen. Nicht so gut gelungen ist es uns, die eigene Überzahl auszuspielen. Das hat Leipzig gut verteidigt. Wir bedanken uns bei unseren Fans für diese großartige Atmosphäre in der Max-Schmeling-Halle und hoffen, dass sie uns auch in den verbleibenden Saisonspielen so lautstark wie heute unterstützen.“ Zudem wünschte Nicolej Krickau dem Gast aus Leipzig „viel Erfolg … im Abstiegskampf“.

DHfK-Cheftrainer Frank Carstens monierte nach dem Spiel während der Pressekonferenz, daß „man den Kampf annehmen“ müsse. Er zeigte sich „unzufrieden mit der mentalen Leistung“ und daß seine Mannschaft „abgemeiert“ wurde. Zugleich zollte er der Leistung von Lasse Ludwig „Respekt“ und sprache von einer „klasse Abwehr“ der Füchse Berlin. Zudem bedanke er sich bei den mitgereisten Schlachtenbummlern aus Leipzig und Umgebung.

Daten zum Spiel

Ergebnis: 39:26 (20:10)

Füchse Berlin: Ludwig (19 Paraden), Milosavljev; Darj, Prantner (3), Andersson (6), Ariño (3), Grøndahl (5/1), Lichtlein (3), Gidsel (6), Freihöfer (4/2), Cehte, Pichiri (1), Langhoff (4), Herburger, av Teigum, Marsenić (4).

SC DHfK Handball Verwaltung GmbH: Ebner (2 Paraden), Mrkva (6); Piroch (6), Krzikalla (2), Binder, Mamic, Khairi Nasralla, Peter (5), Bogojevic (3), Preuss (1), Gauer (2), Rogan (4), Hinriksson (1), Bombač (1), Hertzfeld (1), Koschek.

Zuschauer: 8 701 Zuschauer in der Max-Schmeling-Halle in Berlin
Schiedsrichter: vom Dorff / vom Dorff
Zeitstrafen: 6 / 10

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