Grizzlys beenden Niederlagenserie und gewinnen in Wolfsburg gegen Eisbären aus Berlin

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Grizzly Jeremy Dehner vor Eisbär Cedric Schiemenz. © 2019, Grizzlys Wolfsburg / City-Press GmbH, Foto: Mathias Renner

Wolfsburg, Deutschland (Weltexpress). Von der Spree an den Mittellandkanal war es nicht so weit für die Berliner Eisbären, doch ausgeschlafen wirkte die Trümmertruppe von Interims-Cheftrainer Stéphane Richer dennoch nicht. Vielleicht lassen ihre vielen verlorenen Punkte die Spieler schlecht schlafen. Wer weiß das schon.

Brent Aubin von den Grizzlys Wolfsburg läuft aufs Eis zum Punktspiel gegen die Eisbären Berlin am 13. Januar 2019 in Wolfsburg. © 2019, Grizzlys Wolfsburg / City-Press GmbH, Foto: Mathias Renner

Der Rekord- und Vizemeister aus Berlin zeigte sich schlafmützig, aber nicht im Schlafanzug, sondern im Trikot der Berliner Eisbären, weswegen sich einige die Augen rieben. So schlecht hat man die weißen bei den braunen Bären der Gattung Grizzlys lange nicht gesehen.

Kevin Poulin, Torhüter der Berliner Eisbären, geschlagen. © 2019, Grizzlys Wolfsburg / City-Press GmbH, Foto: Mathias Renner

Vor 3.676 Zuschauern in der Eisarena Wolfsburg gingen die Hausbären verdient aber spät in Führung. Grizzly Daniel Sparre traf in Überzahl (25.), nachdem Eisbär Daniel Richmond auf die Strafbank musste (25.).

Wenig später erhöhte Cole Caessels auf 2:0 (30.), wobei Eisbären-Torhüter
Kevin Poulin mithalf. Weil es ein wenig zu rau zuging, erhielten Jonas Müller (Eisbären) und Armin Wurm (Grizzlys) je zwei plus zwei Strafminuten. Das waren die Aufreger des zweiten Drittels, nachdem das Anfangsdrittel torlos über die Bühne ging.

Geschlagene Berliner Eisbären (v.l.n.r.): Sean Backman, Marcel Noebels, Micki DuPont, Interims-Cheftrainer Stephane Richer während des Spiels bei den Grizzlys in Wolfsburg am 13.1.2019. © 2019, Grizzlys Wolfsburg / City-Press GmbH, Foto: Mathias Renner

Die Eisbären waren spätestens nach der 2:0-Führung fertig und von der Rolle, doch es dauerte noch eine Weile, bis Sparre im letzten Drittel auf 3:0 erhöhte (47.). Als dann Sean Backman aus dem Nichts heraus den Anschlusstreffer erzielte (54.) und André Rankel in Überzahl die Berliner mit einem Stochertor auf 2:3 heranbrachte (58.), mag noch einmal so etwas wie Hoffnung bei den Gästen aufgekeimt sein.

Richer holte Poulin vom Eis und schickte einen weiteren Angreifer in den Sturm. Doch das ging nach hinten los. Sebastian Furchner traf zum 4:2-Endstand ins verwaiste Eisbären-Gehäuse (59.).

So sehen Sieger aus: wie Grizzlys. © 2019, Grizzlys Wolfsburg / City-Press GmbH, Foto: Mathias Renner

Gegen die Eisbären kann man also eine Niederlagenserie beenden. Warum auch nicht und warum nicht weiter so am Freitag, den 18. Januar 2019, bei den Ice Tigers in Nürnberg?

Für die Berliner war das die vierte Pleite in Folge. Die fünfte folgt vermutlich am Freitag gegen Adler Mannheim, dann wird der sourveräne Tabellenführer der DEL an der Spree erwartet.

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