Frankreichs Präsident Hollande spricht von Krieg, Deutschlands Präsident Gauck goutiert

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Die Lügenpresse, die Konzernmedien, die NATO-Journalisten berichten seit Jahren darüber, dass die USA samt Vasallen Krieg gegen ISIL, ISIS, IS – oder wie diese Veranstaltung auch immer genannt wird oder genannt werden will – führen, doch sie verschweigen, dass der Krieg als Farce geführt wird. An dieser Farce hält bis heute auch Frankreich fest. Die Krieger der Krieg führenden Staaten in Afrika und Asien, an denen sich Deutschland mehr oder weniger als fünftes Rad am Wagen und also mit Überweisungen hoher Summen, Übermittlungen militärischer Güter und Übungsleitern fürs billige Töten beteiligt, bombten und ballerten aus einer Gruppe stabilen Staaten, die sich einst als Partner der Sowjetunion (SU) oder als Blockfreie fühlten, einen bemitleidenswerten Haufen herbei.
Nur wer immer schon machte, was die USA wollten, absolutistische Monarchien wie Katar und Saudi-Arabien, aber auch die nicht weniger autoritären Terrorstaaten Türkei und Ägypten, der ist fein raus. Al Qaida, IS und andere Veranstaltungen wurden von allen genannten Staaten finanziert. Geld aus diesen Staaten erhalten sie bis heute.
Die USA und mit ihnen NATO-Vasallen wie Frankreich wollten in ihrem Kalten Krieg gegen die Russen diesen Syrien als militärischen, politischen und wirtschaftlichen Partner nehmen. Wie in der Ukraine destabilisierten sie die Regierung. Assad wankte, aber er fiel nicht. Es hat nie eine ernst zu nehmende politische Opposition in Syrien gegeben. Kiezwadenbeißer und Banditen wurden bewaffnet und zur Freien Syrischen Armee erklärt. Ein Witz. Dieser jämmerliche Haufen wurde von islamisch-sunnitische Kräften umgehend aufs politische und militärische Abstellgleis befördert, den Halunken mit dem Abziehbild Freiheitskämpfer wurden Waffen und Munition abgenommen. Diese im Islamischen Staat herrschenden Dschihadisten kommen aus dem Kaukasus und der Türkei, aus Ägypten, Libyen und Algerien, aus Saudi-Arabien und sogar aus Deutschland, Großbritannien und Frankreich. Tausende Söldner kämpfen für die Sache des IS. Die kleinste Gruppe dürfte die Syrische sein, die gegen die syrische Armee, gegen Schiiten im Irak und Kurden in Syrien und im Irak kämpft.
Der Krieg, von dem Korrespondenten in Paris faseln, begann nicht vor ein paar Tagen, er Begann nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion. Als sich die Rote Armee nach Russland zurückzog, rückten die USA mitsamt NATO-Vasallen vor. Russland aus Europa zu drängen und einzukreisen, das ist eines der wichtigsten Ziele der USA seit dem Fall der Mauer. Spätestens seit Nine-Eleven ist das kein Geheimnis.
Bestes Beispiel ist der Vielvölkerstaat Afghanistan. Aus dem Land der Afghanen, also überwiegend der Paschtunen, wobei die Leute nicht nur Paschto sondern vor allem Persisch sprechen, aber auch Usbekisch und Turkmenisch, rückte die Rote Armee erst als Verlierer ab, dann stürzten die Mudschahedin die kommunistische Regierung. Die Taliban, Al-Qaida und Männer wie Osama bin Laden setzten sich durch, bis die US-Amerikaner und andere billige Willig einrückten und in Kabul einen Bürgermeister installierten.
Vor Nine-Eleven versuchten die US-Amerikaner noch mit mehr oder minder verdeckten Methoden, den Rand der Sowjetunion und seiner Satelliten zu destabilisieren. Der iranische Premierminister Mohammad Mossadegh wurde von den USA gestürzt. Das erledigte die CIA, nicht die Armee.
Heute führen die imperialistischen Staaten immer offener Krieg und die imperialistischen Politiker reden immer offener vom Krieg. Nach der Terrornacht in Paris sprechen in den Hauptstädten des Westens viele Politiker von einem Krieg. Sie meinen nicht den eigenen. Die Konzern- und Massenmedien halten zur Fahne. Frankreichs Präsident Francois Holland sprach als erster von Kriegshandlungen und einer Armee von Terroristen. Von seinen eigenen Kriegen schwieg er. Der in Kriegsrhetorik geübte deutsche Bundespräsident Joachim Gauck stieß ins gleiche Horn und redete im Reichstag von einer neuen Art von Krieg.
Wir erinnern uns. Holland lies nach den Attentaten im Januar dieses Jahres in Paris Syrien bombardieren. Weil nach dem Krieg der USA mit Frankreich und Deutschland gegen Jugoslawien das Völkerrecht in den Mülleimer der Geschichte der Sieger gegen die Sowjetunion gelandet war, scherte sich Kriegspräsident Hollande auch nicht darum, und führte gegen Syrien Krieg ohne UN-Mandat. Er entblödete sich nicht, die Angriffe auf Syrien als Selbstverteidigung zu verklären.
Die Urheber des Islamischen Staates inszenieren sich als seine Opfer. Vor einer erneuten Verteidigung von Frankreich muss einem Angst und Bange werden. Da Berlin bereits erklärt, Paris zu sein, wird auch Deutschland auf Krawall gebürstet. Deutschlands geheime Dienste sollen aufgerüstet werden. Hunderte neue Mitarbeiter sollen demnächst dienen. Verfassungsschutz, Bundesnachrichtendienst und Militärischer Abschirmdienst. Paris und Berlin antworten wie Washington und London mit einem Mehr an Überwachen und Strafen.
Die Geo-, Vasallen- und Kriegspolitik von Sarkozy und Holland muss kritisiert werden. Die von Merkel übrigens auch. Immer mehr Waffen und Geld für die Petro-Staaten sowie der Kalte Krieg gegen Russland sind der falsche Weg. Deutschland darf nicht Vasall US-amerikanischer Geopolitik sein sondern muss souverän werden. Endlich.
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