Berlin, BRD (Weltexpress). Vor 19 Jahren zum Weltfriedenstag.
Wer gab uns Milch und Brot, ein Heim ?
Die Jahre nach dem Sterben ?
Da war ein Blumenkelch, ein Keim,
In zahlenlosen Scherben.
Ein Blumenkelch mit Nektar drin
Fand sich im Fleiß der Bienen.
Noch mehr davon, das war der Sinn,
Trotz noch entseelter Mienen.
Ein Feld, ein ganzes Blumenmeer,
In Schutt, Ruinen, Asche ?
Wer nahm den Mut, die Kräfte her -
Selbst, nur mit leerer Tasche ?
Es waren Menschen – Götter nicht -
Geprüft auf Tod und Leiden,
Den Blick doch voller Zuversicht,
Die Mühsal nicht zu meiden.
Und der Erfolg nahm Zweifel auch,
Zwang zu entscheiden viele,
Mitunter noch mit leerem Bauch,
Entscheidend war‘n die Ziele.
Bescheiden, doch im Anspruch nicht,
Für den Gewinn von Leben,
Ein Keim, der so verinnerlicht,
Ward sonnengleich vergeben.
Ich frag uns heut, was war denn schlecht ?
Im Blumenmeer zu träumen ?
Nur sahn wir nicht das Mohngeflecht
In den Gedächtnisräumen.
Fast scheint nun Zeit besinnungslos.
Ruinen, Brände schwelen.
Heut der Geschichtslugtrugdolchstoß
Soll Kriegswahn neu beseelen.
Anmerkung:
Vorstehender Beitrag von E. Rasmus wurde am 1.9.2007 in Berlin geschrieben.
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