Ein Hotel für zwei: das Hochzeitshaus im Bremer Schnoorviertel oder Zwei Treppen (14 Stufen) zum Himmelbett

Berlin (Weltexpress) – „Als Bremer Gästeführerin habe ich oft davor gestanden und darüber erzählt. Zum 23. Hochzeitstag durfte ich das Hochzeitshaus selbst erleben – in trauter Zweisamkeit.“ Paula P. ist nur eine von weit über zweitausend begeisterten Gästen, die im „wahrscheinlich kleinsten Hotel der Welt“ übernachtet und sich in den Gästebüchern verewigt haben.
Mit seinen 100 Häusern aus dem 15. und 16. sowie 18. und 19. Jahrhundert ist das Schnoorviertel – benannt nach der längsten Straße, die es durchzieht, Plattdeutsch für Schnur – Keimzelle des ältesten Teils von Bremen. Fischer, Schiffer, Handwerker und Gewerbetreibende waren die ersten Bewohner. Der Initiative einer kleinen Gruppe von Bremern ist der Erhalt des Viertels mit seiner einmaligen Atmosphäre zu verdanken. Zu den Rettern zählt auch der ehemalige Luft- und Raumfahrtingenieur Ortwin Fritsche. Er hat zehn Häuser mit renoviert, eine Dachbepflanzung verwirklicht und gehört zum Aufsichtsrat des Schnoorbeirats, einer gemeinnützigen GmbH. Wie alle anderen Häuser war auch das Hochzeitshaus zum Kauf ausgeschrieben, Ortwin Fritsche bekam den Zuschlag und führte es wieder dem ursprünglichen Zweck zu.

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