Donald Trump in Davos: es sprach die „Neue Welt“

Ein Blick auf Davos, Schweiz. Quelle: Pixabay, Foto: Nici Keil

Davos, Schweiz (Weltexpress). Der Begrüßungsbeifall war bestenfalls „schlapp“. Man sollte sich aber nicht täuschen. Da redete niemand aus der Vergangenheit zu den im Plenum sitzenden Vertretern der Zukunft. Im Gegenteil. Trump versucht mit Erfolg, die Welt auf ein neues Amerika einzustellen.

Das klang geradezu revolutionär, als er zur selbsternannten „Global-Elite“ sprach, von der allerdings niemand auf der Welt annimmt, die Menschen in eine bessere Zukunft führen zu können. Es war Trump, der von der Verantwortung dem eigenen Volk gegenüber sprach. Im Plenum sitzen in Davos allerdings diejenigen, die nicht im entferntesten eine Verantwortung für das eigene Volk empfinden. Redete Trump deshalb über die Köpfe hinweg?

Keinesfalls, denn er hat nach gut drei Jahren eine Erfolgsgeschichte sondersgleichen für sein Land zu präsentieren. Allerdings macht die Trump-Erfolgsgeschichte für die letzten dreißig Jahre eines deutlich. Über die Kampftechnik des Shareholder Value haben die USA über drei Jahrzehnte das NATO-Bündnisgebiet zu einem „europäischen Puerto Rico“ gemacht.

Die europäische Form, zu wirtschaften, zu forschen und sozial auszugleichen wurde fast völlig beseitigt. Die leistungsstarken europäischen Wirtschaftsrivalen der amerikanischen Unternehmen wurden entweder beseitigt oder mittels Digitalwirtschaft auf Werkbank-Dimensionen für amerikanische Globalkonzerne heruntergewirtschaftet.

Zwischen der polnischen Ostgrenze und der französischen Atlantikküste ist ein Marktvorfeld für die amerikanische Wirtschaft entstanden, dem keinerlei Eigenständigkeit mehr zugebilligt ist. Das ist die Botschaft von Davos.

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