Diesmal breiter gestreut – 83. Verleihung der Oscars im Kodak Theatre in Los Angeles

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Das waren allerdings die bis auf die weibliche Hauptrolle wichtigsten Oscars, nämlich der für den besten Film, den besten Hauptdarsteller, die beste Regie und das beste Drehbuch. Von den insgesamt 14 Filmen, für die Nominierungen vorlagen, sind sieben ganz ohne Preise geblieben. Darunter der mexikanisch-spanische Film BIUTIFUL und 127 HOURS, der immerhin sechs Nominierungen hatte wie auch THE KIDS ARE ALL RIGHT und WINTER’S BONE, die jeweils viermal nominiert wurden. Für die beiden Filme, die je acht Nominierungen erreichten, INCEPTION und THE SOCIAL NETWORK, reichte es einmal für vier Oscars, genauso viele wie THE KING’S SPEECH, und für drei Auszeichnungen für den Film, der als Verfilmung der Geschichte rund um Facebook im vorhinein als der große Verlierer der diesjährigen Oscars bezeichnet wurde.

Anne Hathaway und James Franco führten durch die Gala, allerdings wurden die einzelnen Oscarprämierungen und Überreichung der goldenen Kleinskulptur von den Sieger der Vorjahre übernommen. Die besten visuellen Effekte wurden von drei auf fünf Nominierungen erweitert. Der beste animierte Spielfilm darf nur mehr 40 Minuten haben. Kommen wir zu den Siegern der jeweiligen Kategorien: Bester Film als THE KING’S SPEECH, der unter zehn Filmen ausgewählt wurde, weil seit dem Jahr 2010 nicht mehr wie meist in anderen Kategorien fünf Nennungen, sondern zehn erfolgen, die oben zum großen Teil genannt wurden. Moderiert hatte diesen Teil Steven Spielberg. Sieger wurde auch für die beste Regie dieses Films Tom Hooper, präsentiert durch Kathryn Bigelow, Oscarpreisträgerin des vorherigen Jahres. Dagegen hatten gestanden Darren Aronofsky mit BLACK SWAN, Ethan und Joel Coen für TRUE GRIT, David Fincher für THE SOCIAL NETWORK, David O. Russell für THE FIGHTER.

Favorit Colin Firth erhielt aus der Hand von Sandra Bullock den Oscar für den besten Schauspieler in THE KING’S SPEECH. Leer gingen aus Javier Bardem in BIUTIFUL, Jeff Bridges in TRUE GRIT, Jesse Eisenberg in THE SOCIAL NETWORK und James Franco für 127 HOURS. Jeff Bridges hatte zwar keinen Oscar errungen, übergab aber an Natalie Portman den für die beste Schauspielerin in BLACK SWAN. Nominiert waren dafür auch Annette Bening in THE KIDS ARE ALL RIGHT, Nicole Kidman in RABBIT HOLE, Jennifer Lawrence in WINTR’S BONE und Michelle William in BLUE VALENTINE.

Den Oscar für die beste männliche Nebenrolle ging an Christian Bale für THE FIGHTR, der für die weibliche an Melissa Leo in THE FIGHTER, so daß weder Helena Bonham Carter für ihre Queen in THE KINGS’S SPEECH, noch die 14jährige Hailee Steinfeld aus TRUE GRIT bedacht wurden, die als Favoritinnen galten. Bestes Originaldrehbuch wurde das von David Seidler für THE KING’S SPEECH, bestes adaptiertes Drehbuch das von THE SOCIAL NETWORK von Aaron Sorkin.

Bester Animationsfilm wurde TOY STORY 3 von Lee Unkrich, bester fremdsprachiger Film IN EINER BESSEREN WELT von der Dänin Susanne Bier. Bester animierter Kurzfilm, THE LOST THING von Shaun Tan und Andrew Ruhemann; hierbei ging der deutsche Beitrag DER GRÜFFELO von Jakob Schuh und Max Land leer aus. Bester Kurzfilm wurde GOD OF LOVE von Luke Matheny. ALICE IM WUNDERLAND von Robert Stromberg, den Oscar für die beste Kamera erhielt Wally Pfister für INCEPTION. Bestes Kostümdesign galt Colleen Atwood für ALICE IM WUNDERLAND.

Bester Dokumentarfilm ]wurde INSIDE JOB von Charles H. Ferguson und Audrey Marrs, bester Dokumentarkurzfilm STRANGERS NO MORE von Karen Goodman und Kirk Simon. Der Oscar für den besten Schnitt erhielten Kirk Baxter und Angus Wall für THE SOCIAL NETWORK, bestes Make Up der Film WOLFMAN, für den Rick Baker und Dave Elsey verantwortlich waren. Trent Reznor und Atticus Ross bekamen den Oscar für die beste Filmmusik für THE SOCIAL NETWORK, Hans Zimmer ging für leer aus. Bester Filmsong wurde „We Belong Together“ von Randy Newman in TOY STORY 3.

Ehrenoscars für 2011 wurden schon am 13. Dezember vergangenen Jahres verliehen an Francis Ford Coppola für Regie, auch Jean-Luc Godard für Regie, Eli Wallach als Schauspieler und an den Filmhistoriker Kevin Brownlow.

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