Der neue NX ist ein Eroberer – Die SUV-Baureihe von Lexus lockt Kunden anderer Marken an

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© Lexus
In Deutschland wartet Lexus aber bis heute auf den Durchbruch – hier, im Mutterland von Mercedes-Benz, BMW und Audi haben Premium-Fahrzeuge aus anderen Ländern bislang nur wenige Chancen. Wer hier glaubt, sein Prestige durch den Auto-Kauf dokumentieren zu müssen, greift eben noch immer nicht zu einem Lexus. Gerade mal 1320 Fahrzeuge konnte Lexus im vergangenen Jahr hierzulande verkaufen. Dabei bietet Lexus modernste Technik, ein Premium-Ambiente im Innenraum und nach wie vor Bestausstattung in Serie.
Seit einiger Zeit ist man aber auch mutiger und damit markanter im Design, und es werden neben Limousinen auch Coupés und Cabrios sowie SUV’s angeboten. Gerade den SUV’s von Lexus wird künftig mehr Volumen zugetraut. Der jüngste Lexus-Beitrag auf dem boomenden SUV-Markt heißt „NX“. Das Fahrzeug mit dem grimmigen Blick und den markanten seitlichen Stromlinien ist mit Hybrid-Antrieb oder – seit Februar – einem neuen 170 kW/228 PS starken Turbo-Benziner lieferbar und will dem BMW X3, dem Audi Q5  und dem neuen Mercedes-Benz GLC Konkurrenz machen.
„Wir wollen ein Auto bauen, das sich mit den besten der Welt messen kann und dazu den besten Service bietet“, betonte einst Eiji Toyoda im Hinblick auf das geplante Flaggschiff des Konzerns. Diesen Anspruch stellt sich Lexus heute mehr denn je. Das wird nicht zuletzt mit dieser neuen NX-Reihe dokumentiert, die eine Eroberungsrate von bis zu 80 Prozent verbuchen kann.
4,63 Meter ist der NX lang, wirkt aber viel größer – nicht zuletzt durch sein Gesicht mit dem riesigen, trapezförmigen „Diabolo“-Wabengrill. Seine Dachlinie fällt leicht nach hinten ab. Das Fahrzeug wird auch als F-Sport-Version mit noch dynamischeren Designelementen angeboten. Ob nun der Benzinmotor oder der Hybridantrieb gewählt werden – der NX ist wahlweise mit Front- oder Allradantrieb erhältlich. So auch der Hybride NX 300h mit dem Vollhybridsystem von Toyota und einer Systemleistung von 145 kW/197 PS, der in der Basisversion 39 990 Euro kostet. 
© LexusBei der Allradversion E-Four ist neben dem Benziner und dem Elektromotor an der Vorderachse auch ein Elektromotor an der Hinterachse installiert. Der sorgt vor allem für gute Traktion bei niedrigen Geschwindigkeiten. Zumeist arbeitet der NX 300h jedoch als Fronttriebler. Das Anfahren übernimmt der Elektromotor, der Benzinmotor schaltet sich bei Bedarf und kaum wahrnehmbar zu. Durch Drücken der „EV-Mode“-Taste kann das Fahrzeug bis zu einem Kilometer auch rein elektrisch fahren. 
Den Sprint von Null auf 100 km/h bewältigt der NX 300h in 9,2 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 180 km/h. Der Normverbrauch des NX 300h wird mit 5,3 Litern Benzin pro 100 Kilometer angegeben – ein Wert, der in der Praxis deutlich überschritten wird. Das Sparpotenzial des Hybriden liegt bekanntlich im Stadtverkehr. Wer den NX 300h jedoch mit hohem Tempo über die Autobahn jagt oder rabiat beschleunigt, kann schnell bei zehn Litern und mehr liegen. Es kommt also viel auf die Fahrweise an, haben wir im Kurztest erfahren.
Als erstes Fahrzeug seiner Klasse bietet der neue NX serienmäßig eine adaptive Geschwindigkeitsregelung, die in Kombination mit dem Pre-Crash-Safety-System das Fahrzeug bei Bedarf selbsttätig bis zum Stillstand abbremst. Abbiegelicht, ein Head-up-Display, ein Spurwechselwarner sowie ein Totwinkel-Assistent gehören ebenso zum Angebot wie ein Premium-Navigationssystem, das sich über ein Touchpad steuern lässt, eine exzellente Rückfahrkamera, die auch bei schlechter Sicht beste Bilder liefert, sowie eine kabellose Ladeschale für Smartphones. Das Fahrwerk des NX verfügt über elektronisch geregelte Stoßdämpfer, und das adaptive variable Fahrwerk AVS ermöglicht die Veränderung der Dämpfungseinstellung. 
Perfekten Seitenhalt bieten die dabei aber komfortablen Sitze. Platz ist jede Menge für Passagiere und Gepäck. Über eine elektrische Heckklappe kommt man zum 555-Liter-Gepäckabteil, das nach Umklappen der Rückbanklehnen bis zu 1600 Liter fasst. Das Cockpit ist übersichtlich, die Bedienung ist kinderleicht. Allerdings zeigt sich das Touchpad als ein besonderes Sensibelchen, und wer dem nicht Rechnung trägt, handelt sich schnell Fehler ein – beispielsweise bei der Eingabe der Adresse.
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