Donnerstag, 26. März 2026
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Der nächste Schritt im Krieg könnte eine Blockade des Roten Meeres sein. Die Huthis ergreifen die Initiative

Die Straße von Bab el-Mandeb. Foto: Zain Al-Ahmadi

Berlin, BRD (Weltexpress). Die schiitische Gruppe Ansar Allah (in der Öffentlichkeit besser bekannt als die Huthis) im Jemen hat angekündigt, angesichts der anhaltenden Eskalation in der Region nicht tatenlos zuzusehen und warnt davor, dass jeder Versuch, den Konflikt auszuweiten, direkte Auswirkungen auf die globalen Lieferketten, die Energiepreise und die internationale Wirtschaft haben wird, informiert der Bologneser Publizist Alessandro Avvisato in einem Beitrag für das kommunistische Magazin „Contropiano“ am 24. März 2026.

In den vergangenen zwei Jahren haben die Ansar-Allah-Milizen mit ihren Angriffen die Schifffahrt durch die Straße von Bab el-Mandeb erheblich erschwert. Zusammen mit der Straße von Hormus stellt dieser Wasserweg einen weiteren strategischen Engpass für den Schiffsverkehr dar, insbesondere in Richtung der Suezkanals und des Mittelmeers.

In den letzten Jahren griffen die Huthis von Ansar Allah aus Solidarität mit den Palästinensern im Gazastreifen, die dem israelischen Völkermord ausgesetzt sind, Schiffe an, die den Hafen von Eilat in Israel ansteuerten. Dadurch wurden ihre Aktivitäten nahezu zum Erliegen gebracht. In den letzten Monaten führten sowohl die USA als auch Israel Bombenangriffe gegen die Huthis auf jemenitisches Territorium und dessen Infrastruktur durch. Die Europäische Union entsandte im Rahmen der Mission Aspides eine Marineflotte ins Rote Meer, die gelegentlich jemenitische Raketen und Drohnen abfing, die auf Schiffe gerichtet waren. Israel versuchte, seine Präsenz im Roten Meer durch die Anerkennung der abtrünnigen Regierung Somalilands zu festigen.

Der Eintritt der Huthis in die von den USA und Israel gegen den Iran entfesselten Kampfhandlungen würde eine weitere qualitative Eskalation des Krieges bedeuten, der sich rasch zu einem regionalen Konflikt ausweiten könnte. Sollte der Engpass Hormus zum Roten Meer hinzukommen, würde sich die Lage für Nachschub und Lieferungen aus westlichen Ländern, insbesondere aus Europa, dramatisch verschärfen.

In einer vom Außenministerium der jemenitischen Huthi- Regierung veröffentlichten und von „Al Jazeera“ zitierten Erklärung hieß es, die Vereinigten Staaten hätten sich durch ihre Aggression gegen den Iran in eine „ernsthafte strategische Sackgasse“ manövriert. Washington versuche , andere Parteien in diesen „Sumpf“ hineinzuziehen.

In der Erklärung wurde betont, dass jeder Versuch, ausländische Mächte in die Region zu rufen, diese zu den „Hauptverlierern in diesem Kampf“ machen würde.

Die Gruppe rief Ahrar al-Umma (die gesamte muslimische Gemeinschaft, Anm. d. Red.) zur Einigung und Koordinierung ihrer Bemühungen auf und betonte, dass die freien Kräfte in der Region keine Einmischung von außen zulassen würden und die Entwicklungen genau beobachteten, um geeignete Maßnahmen zu ergreifen.

Die Huthis schließen daher ihre Reihen und verschärfen den Konflikt. Sie sind bereit einzugreifen, ja, sie sind sogar „begierig“ darauf und beanspruchen eine direkte Rolle in der regionalen Krise, die ihrer Ansicht nach die gesamte „Achse des Widerstands“ betrifft, welche trotz der im letzten Jahr erlittenen Rückschläge Israels ihre Fähigkeit zu militärischer Initiative unter Beweis stellt.

„Unsere Position ist eindeutig: Im Kern handelt es sich um eine amerikanisch-zionistische Aggression gegen unsere gesamte islamische Nation, die darauf abzielt, das sogenannte Projekt ‚Großisrael‘ durchzusetzen. Dieses Projekt ist falsch und repressiv und basiert auf den Lehren des Talmud, mit dem Ziel, die gesamte Region zu beherrschen, ihre Ressourcen auszubeuten und ihre Bevölkerung zu versklaven. Die Aggression gegen die Islamische Republik Iran ist Teil dieses Projekts. Daher verteidigt sich der Iran in einem Kampf, der gleichzeitig der Kampf aller Länder und Völker unserer Region sowie der Hisbollah, der Hamas und aller freien Völker unserer Nation ist“, erklärte Nasr al-Din Amer, stellvertretender Leiter der jemenitischen Medienbehörde von Ansar Allah, gegenüber der italienischen „Adnkronos“.

Wir sind in diesem Kampf nicht neutral. Im Gegenteil, wir stehen uneingeschränkt an der Seite der Islamischen Republik Iran, der Hisbollah, des irakischen Widerstands und aller freien Völker des Landes. Dies ist unser Kampf als arabische und islamische Nation.

Anmerkung:

Siehe die Beiträge

im WELTEXPRESS.

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