Berlin, BRD (Weltexpress). Die italienische Öffentlichkeit erregt der mysteriöse Tod des Italienischen Journalisten Daniele Compatangelo am 20. Juli 2026 in den USA. Die Zweifel, dass er keines natürlichen Todes gestorben ist, erhielten Auftrieb, als am 1. September 2026 seine Leiche mit einem Flug aus Washington endlich in Rom eintraf. „Zwischen der Bestätigung seines Todes in den USA am 20. Juli und der Überführung seines Leichnams vergingen vierzig Tage – eine Zeit, die von Informationsmangel geprägt war und berechtigte Zweifel an den Umständen seines Todes aufkommen lässt, vermerkte das kommunistische Magazin „Contropiano“ am Tag der Ankunft.
„La Voce di New York“, die täglich auch in Italienich erscheinende Online-Zeitschrift, erinnerte daran, dass Compatangelo der Journalist war, dessen Interview mit dem US-Präsidenten eine schwere politische Krise in den Beziehungen zwischen dem Weißen Haus und Premierministerin Meloni auslöste. „Wie geht es Ihrer Premierministerin? Wie macht sie sich?“, hatte Donald Trump den Korrespondenten gefragt, der den US-Präsidenten um einen Kommentar zu dem Gespräch gebeten hatte, das er am Rande des Evian-Gipfels mit Meloni geführt hatte. Der US-Präsident hatte Meloni öffentlich bloßgestellt und behauptet, die italienische Ministerpräsident habe beim G7-Gipfel in Ankara auf einem gemeinsamen Foto bestanden. Das Interview, eine echte Sensation, wurde in Italien in der Sendung „La 7“ ausgestrahlt und sorgte für großes Aufsehen. Bei dieser Gelegenheit hatte sich der Präsident der Vereinigten Staat von Amerika über Ministerpräsidentin Giorgia Meloni unter anderem wie folgt geäußert: „Sie bat mich inständig, ein Foto mit ihr zu machen. Sie wollte unbedingt ein Foto mit mir. Ich hätte es nicht gemacht, aber sie tat mir leid.“
Die Todesursache war Berichten zufolge eine plötzliche Erkrankung infolge eines Herzinfarkts. Seine Mutter erklärte dagegen, dass Daniele keinerlei gesundheitliche Probleme gehabt habe, Sport trieb und auf seine Ernährung achtete, ohne zu rauchen oder anderen Lastern nachzugehen. „La Voce di New York“ führte weiter an, dass sich in dem Zimmer, in dem die Leiche gefunden wurde, ein zerbrochenes Bett und eine an die Wand gelehnte Matratze befanden. Schließlich seien da noch die ungewöhnlich langen Autopsiezeiten. Beamte des Arlington County Police Department (ACPD), die den Fall bearbeiteten, berichteten, dass die Wartezeit für eine endgültige Autopsie zwischen acht und zwölf Wochen betragen könne, die vorläufigen Autopsieergebnisse, die etwa eine Woche nach dem Tod durchgeführt wurden, jedoch nicht eindeutig waren. Im Wesentlichen vergingen mehr als vierzig Tage zwischen seinem Tod und der Freigabe seines Leichnams zur Überführung nach Italien – viel zu lange, um einen Herzinfarkt zu diagnostizieren – und während dieser Zeit versäumten es die US-Behörden auf allen Ebenen, seiner Familie oder seinen Kollegen viele Informationen zukommen zu lassen. Ein weiteres Element war, dass zu Compatangelos verschiedenen Arbeitgebern auch „Shams TV“, der Sender im irakischen Kurdistan – einem Zentrum vieler „schmutziger Geschäfte“ – gehörte.
Geboren in Savona und aufgewachsen im Turiner Stadtteil Crocetta, lebte Compatangelo später in Rom, bevor er sich in den Vereinigten Staaten von Amerika niederließ, wo er schließlich die US-Staatsbürgerschaft annahm. „Pollar News“ aus den USA hebt hervor, dass er ein Vierteljahrhundert lang für Sky, Il Secolo XIX, Mediaset, RSI (das Schweizer Fernsehen), Rai und zuletzt La7 arbeitete. Er berichtete von acht Olympischen Spielen, von Sydney 2000 bis London 2012. Im Juni 2011 erhielt seine investigative Dokumentation „The Los Angeles Breakdown“ eine lobende Erwähnung bei den 53. Southern California Journalism Awards. Zum Zeitpunkt seines Todes war er Präsident der White House Foreign Correspondents‘ Association (WHFCA), einer Organisation, die er von Grund auf aufgebaut hatte, um ausländische Journalisten zu vertreten, die über die US-Regierungspolitik berichten.
David Parenzo, Moderator einer politischen Talkshow über Compatangelo, seinen Kollegen bei La7, äußerte gegenüber „Adnkronos“ in Rom: „Er war nicht nur ein großartiger Profi, sondern auch ein wahrer Freund. Zu sagen, ich sei über seinen Tod schockiert, wäre eine Untertreibung“
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