Berlin, BRD (Weltexpress). Dass die Republik Italien in den Golfkrieg verwickelt ist und italienische Truppen und Waffen bereits vor Ort sind, das enthüllt Sergio Cararo, Sprecher der Linkspartei Potere al Popolo (Deutsch: Die Macht dem Volke), im kommunistischen Magazin „Contropiano“ am 31. Juli 2026 und führt an, dass auch Artikel in „La Repubblica“ und „Il Giornale“ enthüllten, dass in Saudi-Arabien und den Golfstaaten ohne Wissen des Parlaments und der Öffentlichkeit bis zu siebenhundert italienische Soldaten an „Verteidigungskämpfen“ teilnehmen.
Die Nachricht war bereits vor gut einem Monat und zwar am 16. Juni 2027 von Generalstabschef Portolano in einer Parlamentsanhörung eher beiläufig verkündet worden und war zwar im Dekret über Militäreinsätze im Ausland enthalten, aber nicht explizit erwähnt worden. Wahrscheinlich waren die Parlamentarier auch damals zu sehr mit ihren Handys beschäftigt, um dem Gesagten genügend Aufmerksamkeit zu schenken.
So wurde auch in diesem Fall – und wie es leider allzu oft vorkommt – dem Parlament ein vollendetes Faktum präsentiert, genau wie bei der Waffenlieferung an die Ukraine bereits im Jahr 2022 oder bei der NATO-Aggression gegen Jugoslawien im Jahr 1999.
Tatsächlich sind seit Mitte März bereits Hunderte italienischer Soldaten in Saudi-Arabien und anderen Golfstaaten im Einsatz, um iranische Angriffe abzuwehren und „nationale Interessen“ in der Region zu schützen.
Berichten zufolge sind Samp-T-Flugabwehrraketenbatterien, Skynex-Drohnenabwehrkanonen, Eurofighter-Kampfflugzeuge und Gulfstream-CAEW-Radarflugzeuge bereits in den Golfstaaten stationiert. Ihre operative Stärke beläuft sich auf 400 Soldaten in Saudi-Arabien und weitere 300, die auf Kuwait und Bahrain verteilt sind.
Die Mission mit dem Namen „Task Force Air Arabia“ ist seit der zweiten Märzhälfte im Einsatz und wird auf der Website des Verteidigungsministeriums kurz vorgestellt. Anfang März 2026 informierten die Verteidigungsminister Crosetto und Tajani das Parlament darüber, dass Italien Hilfsanfragen von den vom Iran als Vergeltung für US-amerikanische und israelische Angriffe ins Visier genommenen Golfmonarchien erhalten habe. Sie erwähnten jedoch nicht die Entsendung italienischer Truppen und Waffen in das Einsatzgebiet.
Doch Italiens militärisches Engagement im Krieg im Nahen Osten könnte hier noch nicht enden. Angesichts der drohenden Blockade der Meerenge von Bab al-Mandab im Roten Meer jenseits der Straße von Hormus hat Saudi-Arabien einen Gipfel mit 43 Ländern, darunter einer Delegation der Europäischen Union, einberufen. Ziel ist der Aufbau einer internationalen Koalition für die „Freiheit der Schifffahrt“ in der Straße von Hormus und in der Meerenge von Bab al-Mandab. Die saudische Initiative überschneidet sich mit der europäischen Mission Aspides, an der auch die Republik Italien beteiligt ist, und der von mehreren europäischen Staaten, darunter das Vereinigte Königreich von Großbritannien und Nordirland, die Bundesrepublik Deutschland, die Republik Italien und die Französische Republik, angekündigten Initiative. Sie könnte jedoch den lang ersehnten Rahmen für den Beginn einer Militäroperation gegen die Islamische Republik Iran und die Huthis (Selbstbezeichnung Ansah Allah) im Jemen bieten.
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