Berlin, BRD (Weltexpress). Wie „Sky TG 24“ berichtete hat die faschistische Ministerpräsidentin Meloni beschlossen, den Geschäftsführer des wichtigsten Rüstungskonzerne Europas Leonardo, Roberto Cingolani, abzulösen. Cingolani galt als Vorreiter für die Konsolidierung der europäischen Rüstungsbranche und als Vorkämpfer europäischer Allianzen. Nun wird in Rom gerätselt, was Meloni zu diesem Schritt veranlasst haben könnte. Unter Cingolanis Führung ging Leonardo wichtige Kooperationen ein: Joint Ventures mit Rheinmetall für den Bau deutsch-italienischer Panzer und eins mit dem türkischen Drohnenhersteller Baykar.
Hinzu kamen ein Kooperationsvertrag mit Airbus und Thales. Ziel ist ein gemeinsames Satellitenunternehmen, das Elon Musks Starlink Konkurrenz machen soll. Zudem entwickeln die Partner mit Großbritannien und Japan ein neues Kampfflugzeug unter dem Namen GCAP. Cingolanis wichtigstes Projekt war der „Michelangelo Security Dome“: ein modularer Luftschutzschirm, den Leonardo im Oktober 2025 vorstellte, der für die Zukunft der europäischen Verteidigung Bedeutung hat, was Cingolani im März hervorgehoben hatte. Der Michelangelo Dome soll die Sicherheitslösungen verschiedener Länder in den Bereichen Weltraum, Land, Luft und See mithilfe von Cybersicherheit und KI integrieren und koordinieren. Die Besonderheit des Systems ist dabei, dass es die Kombination verschiedener Systeme ermöglicht und nur in die oberste Befehlsebene eingreift.
Insider vermuten Zusammenhänge mit den unverhohlenen Drohungen des Rückzugs der USA aus der NATO durch US-Präsident Donald Trump und den Forderungen in der EU, sich stärker um ihre eigene Verteidigung zu kümmern und die eigene Rüstungsindustrie zu stärken, während Meloni wohl Trump signalisieren will, das so nicht mitzutragen.
Zeitgleich tritt in den Mittelpunkt der Betrachtungen, dass Meloni nach der Niederlage im Referendum noch immer eine Eskalation der Krise ihrer Regierung befürchtet. Zwar erklärte sie in der laufenden Parlamentsdebatte, sie werde bis zum Ende ihrer Amtszeit im Amt bleiben und es werde keine Kabinettsumbildung geben, doch für viele Beobachter stimmt das keineswegs, vermerkt das kommunistische Magazin „Contropiano“ am 11. April 2026. Tatsächlich erwägt sie Neuwahlen bereits im Herbst, insbesondere angesichts der äußerst turbulenten globalen Lage und der alarmierenden Wirtschaftslage, die sich unter anderem in der mangelnden Kontrolle und den Spekulationen bei den Kraftstoffpreisen äußert. Der kämpferische Ton ihrer Anhänger verbirgt nichts anderes als Unsicherheit und unterstreicht vielmehr das immer deutlicher werdende Gefühl, dass der Boden unter den Füßen der Regierung wegrutscht. „Vielleicht“, sagte Meloni, „wäre es taktisch effektiver gewesen, Neuwahlen auszurufen, um den Überraschungseffekt zu nutzen und die Opposition zu spalten. „Contropiano“ verweist darauf, dass laut dem jüngsten politischen Barometer „Demopolis“ vom April die Umfragen ein alles andere als positives Bild für Melonis Partei Brüder Italiens (FdI) zeigen, die innerhalb weniger Wochen 1,5 Prozentpunkte verlor, auch wenn sie mit 28,5 Prozent immer noch vor der Demokratischen Partei liegt, die mit 22,8 % zweitstärkste Partei des Landes und die stärkste innerhalb der Campo-Largo-Koalition ist, in der die Fünf-Sterne-Bewegung mit +0,5 % leicht zulegte und auf 12,5 % anstieg, während AVS bei 6,6 % und Italia Viva bei 2,4 % liegen.
Salvinis Lega dümpelt mit 7,2 % vor sich hin, verliert aber nach der Niederlage im Referendum an Boden, ebenso wie Forza Italia, deren Zustimmungswerte in den nationalen Umfragen im Vergleich zum Vormonat auf 8,3 % sinken.
Schließlich gibt es noch den Ex-General der Fallschrimjäger Vannacci (früher Lega), dessen neu gegründete Partei „Nationale Zukunft“ 3,5 % erreicht. Insgesamt weisen die Umfragen von „Demopolis“ jedoch 45 % für Meloni aus und 46 % für das breite Lager der Opposition. Ausgehend von den aktuellen Prognosen vieler Umfragen will Meloni deshalb ein neues Wahlgesetz durchsetzen, um Stimmengleichstände zu verhindern und ihre Führungsposition zu sichern.
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