Wer ist Genosse Maduro? – Zum E-Buch „Nicolás Maduro – Biografie eines Revolutionärs“

Nicolás Maduro am 1. Mai 2019 in Caracas. Quelle: Prensa Presidencial Foto Francisco Batista

Berlin, BRD (Weltexpress). Zur Entlarvung der völkerrechtswidrigen Entführung des legitimen Präsidenten der Bolivarischen Republik Venezuela, Nicolás Maduro, und der „ersten Kämpferin“ Cilia Flores, die  in ein US-Gefängnis gebracht wurden, wo sie sich vor einem US-Bezirksgericht in New York verantworten müssen, erinnert das kommunistische Magazin „Contropiano“ am 4. März 2026 daran, dass während der US-Militärintervention, an der eine massive US-Luftwaffe beteiligt war, rund einhundert venezolanische Staatsbürger durch Bombenangriffe auf zivile und militärische Einrichtungen sowie von 32 kubanischen Staatsbürgern, die den Präsidenten und seine Partnerin beschützten, umgebracht wurden.

Die Bolivarische Republik war die erste, die mit der von Washington eingeführten „neuen“ Kanonenbootpolitik experimentierte, welche seit Mitte August den Druck auf den lateinamerikanischen Staat erhöht hat, um das Land zu strangulieren und eine klare Botschaft zu senden – sowohl hinsichtlich der Art und Weise, wie Washington seine Vorherrschaft über die „westliche Hemisphäre“ wiederherstellen will, als auch ganz allgemein hinsichtlich seiner Vorgehensweise im Kontext der „Hyper-Wettbewerbsfähigkeit“ zwischen den Blöcken.

Diese Form des schrittweisen Drucks, bei der alle Formen der hybriden Kriegsführung zum Einsatz kamen, erreichte mit der Militarisierung des Karibischen Meeres Mitte August einen echten Qualitätssprung. Dies geschah wenige Wochen nach dem Ende des langen Wahlprozesses, der im Juli des Vorjahres mit dem Sieg des Kandidaten des Gran Polo Patriótico Simón Bolívar, Nicolás Maduro, begonnen hatte, der das Land seit 2013 regierte.

Als Kommunistisches Netzwerk möchten wir unter anderem dazu beitragen, dass ihre existentielle und politische Reise rekonstruiert wird, da sie eine der wichtigsten Figuren des bolivarischen Prozesses und allgemein der venezolanischen Revolutionsbewegung vor der Entstehung des „Chavismus“ ist.

Schon in jungen Jahren war er ein revolutionärer Kämpfer und wuchs in einer Arbeiterfamilie mit progressivem politischem Engagement auf. Nach dem zivil-militärischen Aufstand vom 4. Februar 1992 schloss er sich Comandante Chávez an und übernahm dessen ideologische Vision voll und ganz. Er wurde zu dessen Wegbereiter und Verfeinerer seiner politischen Überzeugungen, insbesondere im Hinblick auf die Entwicklung der Volksmacht durch die  Comunas und die führende Rolle der Arbeiterbewegung in Transformationsprozessen.

Wer ist Genosse Maduro?

Ein Studentenaktivist, ein „Alphabetisierungslehrer“ nach den Prinzipien der Volkspädagogik in den ärmsten Vierteln von Caracas rund um El Valle, ein Fahrer und kämpferischer Gewerkschaftsaktivist für den öffentlichen Nahverkehr der venezolanischen Hauptstadt, ein „Verschwörer“ unter dem Namen Green der Bolivarischen Revolutionären Bewegung-200 und dann ein Anführer der Bewegung der Fünften Republik, dann wieder ein Parlamentsabgeordneter mit wichtigen Funktionen während der ersten Präsidentschaft von Chávez, anschließend Außenminister während der zweiten Präsidentschaft und dann Vizepräsident, bevor er 2013 nach dem Tod des Comandante zum ersten Mal zum Präsidenten ernannt und dann gewählt wurde und nun ein „Kriegsgefangener“ im Bauch des Tieres ist.

Der hier von uns herausgegebene Beitrag, der als kostenloses E-Buch mit dem Titel Nicolás Maduro biografia di un rivoluzionario heruntergeladen werden kann, basiert hauptsächlich auf der „offiziellen“ Biografie in spanischer Sprache NICOLÁS MADURO, Presente y futuro  von Ana Cristina Bracho, 1 die 2024 erschienen ist und auf die wir auch hinsichtlich der Fülle an Material und Zeugnissen, die wir in unseren Text aufgenommen und gerne zurückgegegriffen haben.

Anmerkung:

1 Ana Cristina Bracho ist Schriftstellerin, Anwältin und Kolumnistin überregionaler Zeitungen. 2002 trat sie dem Young Writers Circle bedi und veröffentlichte ihren ersten Gedichtband „Versos Incomodos (Unbequeme Verse). 2019 wurde ihr der Meinungspreis für digitale Medien im Rahmen des Aníbal-Nazoa-Preises verliehen.

Siehe die Beiträge

im WELTEXPRESS.

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