„Seid ihr alle völlig verrückt geworden?“ – Für Kriegstreiber scheint sogar das Königreich Belgien „prorussisch“ zu sein

Das Atomium in Brüssel
Das Atomium, das zur Expo 1958 in Brüssel errichtet wrude, steht auf einem Hügel der belgischen Hauptstadt und aus dieser Sicht vor Halle Fünf. © 2017, Münzenberg Medien, Foto/BU: Stefan Pribnow

Berlin, BRD (Weltexpress). Nachdem selbst der belgische Premierminister Bart De Wever warnte, für einen Megakredit an die Ukraine in den Staaten, die bei der Europäischen Union (EU) mitmachen, beschlagnahmten russischen Gelder zu verwenden, da das gegen in den EU-Verträgen verankerte Verbot der „monetären Finanzierung“ verstoße und Russland, wie es sehr wahrscheinlich ist, nicht offiziell als Verlierer dastehen wird und es dann „berechtigterweise die Rückgabe seiner Staatsreserven fordern“ werde, sei „das Undenkbare geschehen“, kommentiert Paula Filipe de Jesus 1 im kommunistischen Magazin „Contropiano“ am 6. Dezember 2025. „Belgien sagte die Wahrheit und wird dafür beschuldigt, Teil einer geopolitischen Verschwörung zu sein. Die EU orchestriert den größten staatlich sanktionierten Diebstahl von Staatsvermögen in der modernen Geschichte, einen direkten Angriff auf die Reserven der russischen Zentralbank, der Beifall und kollektive Ekstase erntet. Belgien stellte die einzig vernünftige Frage, die in Europa noch übrig war: „Seid ihr alle völlig verrückt geworden?“

Die rechtliche Realität ist brutal, so die Politikerin. Die Plünderung der Zentralbank eines anderen Landes ist nicht nur verboten, sondern gleichbedeutend mit einer Kriegserklärung an die gesamte Welt. Sie würde die Staatenimmunität aufheben, die Neutralität der Währungsreserven zerstören und dem Globalen Süden unmissverständlich signalisieren, dass ihre Vermögenswerte in EU-Banken den emotionalen Ausbrüchen der Union ausgeliefert sind. Ein solcher Akt würde, wenn er ausgeführt würde, den Zusammenbruch des Euro zur Folge haben; die Währung würde nicht länger als sicher gelten, Kapital würde nach Asien abfließen, und der Westen verlöre seine letzte funktionelle Machtstütze. Belgien hat diesen Abgrund bereits erahnt.

Das Problem wird nicht nur Moskaus Vergeltungsmaßnahmen durch die Verstaatlichung westlicher Unternehmensvermögen, die Beschlagnahmung industrieller Infrastruktur, die Liquidation von Anleihen und den Abbau der westlichen Finanzpräsenz in Russland sein (man beachte: Der Wert westlicher Vermögenswerte, die in der Russischen Föderation deponiert sind, konkurriert mit dem Wert der bei Euroclear hinterlegten Vermögenswerte. Brüssel weiß das. Euroclear weiß das. Investoren wissen das. Nur die EU tut so, als sei das Register irrelevant).

Die eigentliche Gefahr liegt im unumkehrbaren Vertrauensverlust an den Märkten. Sobald die EU Russlands Reserven an sich gerissen hat, wird keine Nation mit Selbstachtung jemals wieder in der Lage sein, in Europa Vermögen anzuhäufen. Der Diebstahl der russischen Reserven wird nicht als Einzelfall in Erinnerung bleiben, sondern als der Tag, an dem der Westen seine Unzuverlässigkeit bewiesen hat.

Belgien ist nicht pro-Putin. Belgien versucht, genau das EU-System zu schützen, das jetzt zerstört wird, um weitere 140 Milliarden Euro auf den Scheiterhaufen der Ukraine zu werfen….

Was die Darstellung noch absurder mache, ist die Tatsache, dass sie unbeabsichtigt die tiefste Korruption offenbart: Europas Elitekaste ist unfähig zu Einigkeit, unfähig zu strategischem Denken, unfähig zu Ehrlichkeit. Merz feuert aus nächster Nähe. Von der Leyen improvisiert juristische Fantasiegebilde. Orbán verfügt über ein Vetorecht, das so gewaltig ist wie eine kontinentale Verwerfungslinie.

Trump weiß instinktiv, dass er einen Ausweg über Friedensgespräche braucht und ist bereit, das Scheitern des Ukraine-Projekts samt der damit verbundenen Demütigung Westeuropa aufzubürden. Selenskyj reist nach Brüssel und bettelt um Geld, während die europäischen Regierungen darüber streiten, ob dieses Geld in ihre eigenen Waffenfabriken fließen soll. Das ist keine Union. Das ist ein kollektiver Selbstmordpakt.

Und inmitten dieses Chaos kann Russland mit ansehen, wie Europa seine Energiesicherheit, seine industrielle Basis, seine strategische Autonomie, seine diplomatische Glaubwürdigkeit, seinen finanziellen Ruf und letztlich – mit dieser genialen Idee des Vermögensdiebstahls – die rechtlichen Grundlagen des westlichen Wirtschaftssystems zerstört. Europa vernichtet sich selbst in einem Tempo, das sich Russland niemals hätte vorstellen können.

Die Hysterie und Psychose der EU führen zu einer beispiellosen Krise: Sie verstößt gegen internationales Recht, sabotiert ihre eigenen Finanzinstitutionen und setzt die Überreste der Nachkriegsordnung in Brand, um die Illusion eines bereits verlorenen Krieges zu retten.

Belgien wird zum Bösewicht, weil es sich weigert, an einem Massenselbstmord teilzunehmen.

Wenn Wissenschaftler den Zusammenbruch des westlichen Finanzimperiums, diesen Versuch der Beschlagnahmung russischer Vermögenswerte und Belgiens einsame Weigerung analysieren, werden sie sagen, dass an diesem Tag der Schleier fiel und Europa in all seiner schweren Zerbrechlichkeit enthüllt wurde.

Anmerkungen:

1 Mitglied der Revoluzione Civica, eines Wahlbündnisses von Kommunisten, Verdi (Grünen) und weiteren Linken und Mitte-Linken.

Siehe die Beiträge

im WELTEXPRESS.

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