
Berlin, BRD (Weltexpress). Hier eine Zusammenfassung der am 4.1.2026 gebrachten Berichte mit neuen Informationen und Wertungen: Nach einem Tag des Abwartens hat Italiens Ministerpräsidentin Meloni erklärt, sie halte „ein militärisches Eingreifen von außen nicht für ein geeignetes Mittel zur Beendigung totalitärer Regime“. Zugleich laut der Nachrichtenagentur „ANSA“ hinzugefügt, dass sie defensive Maßnahmen als legitim hält, „wenn es um die Abwehr hybrider Bedrohungen der eigenen Sicherheit geht, etwa durch staatliche Akteure, die den Drogenhandel fördern oder unterstützen“, was einer Zustimmung zu Trumps Begründung dient. Gegenüber der venezolanischen Oppositionsführerin und Friedensnobelpreisträgerin María Corina Machado legte sie nach und betonte, „mit Maduros Abgang von der Bildfläche beginnt für das venezolanische Volk ein „neues Kapitel der Hoffnung“. Gegenüber Frankreichs Präsident Macron ergänzte sie, sein Abgang verkörpert für die venezolanische Bevölkerung die Hoffnung, zu den Grundprinzipien der Demokratie und der Rechtsstaatlichkeit zurückkehren zu können – eine Überzeugung, die beide Staatschefs teilten. „Rai News“ verwies darauf, dass in Venezuela mehr als 160.000 italienische Staatsbürger leben, was Meloni berücksichtigen müsse. Lega-Chef und Vizepremier Salvini äußerte laut „ANSA“ eine differenzierte Sichtweise, die von der offiziellen Position der Regierung abweicht. „Niemand wird Maduro, der sein Volk jahrelang hungern und unterdrücken ließ, nostalgisch nachtrauern“, dennoch bleibe für die Liga der wichtigste Weg zur Lösung internationaler Streitigkeiten und zur Beendigung andauernder Konflikte die Diplomatie, um „die nationale Souveränität Venezuelas zu garantieren und die Rechtsstaatlichkeit zu gewährleisten“. Außenminister und Vizepremier Tajani habe sich noch nicht geäußert, seine Stellungnahme werde erst für den 8.1.2026 in der Abgeordnetenkammer erwartet.
Die Opposition greife scharf an. „Was wird Meloni tun, wenn die USA ihre Aufmerksamkeit Grönland zuwenden, das zu Dänemark, einem europäischen Staat, gehört?“, fragte der Vorsitzende der Fünf-Sterne-Bewegung und Ex-Premier Giuseppe Conte, während auch PD-Sekretärin Schlein zwar Maduro ablehnte, aber den Angriff Trumps als völkerrechtswidrig verurteilte. Die italienische Nachrichtenagentur „ANSA“ hatte eingeräumt, mit seiner Intervention in Venezuela greife Donald Trump die Monroe-Doktrin und die „Kanonenbootdiplomatie wieder auf und aktualisiere sie.
Laut einem Bericht der „New York Times“ vom 3.1.2026, den „ANSA“ am 4.1.2026 zitierte, wurde der Angriff der Eliteeinheit Delta Force und des 160. USA-Luftwaffenregiments zur Entführung des venezuelanischen Präsidenten seit Monaten auch dank einer CIA-Quelle innerhalb der Regierung in Caracas vorbereitet und ausgeführt. Nachdem amerikanische Streitkräfte in Caracas einen Stromausfall verursacht hatten, trafen sie am Samstagmorgen um 2:01 Uhr auf Maduros Anwesen ein und starteten den Angriff, bei dem jedoch ein Hubschrauber getroffen und zwei Soldaten verletzt wurden. Maduro und seine Frau Cilia wurden im Schlaf überrascht. Der venezolanische Präsident versuchte, zu fliehen, indem er in einem Tresorraum Zuflucht suchte. Laut Trump gelang es ihm jedoch nicht, die „sehr dicke und sehr schwere“ Tür zu schließen, und er wurde gefasst.
Medienberichten zufolge hat die Vizepräsidentin Venezuelas, Delcy Rodríguez, Tochter eines marxistischen Guerilleros, das Amt des Präsidenten der Republik mit allen Befugnissen, Pflichten und Rechten übernommen, um die administrative Kontinuität und die umfassende Verteidigung der Nation zu gewährleisten, was Geschlossenheit und Verteidigungsbereitschaft vermittelt. Damit versuche Venezuela einen Tag nach der Entführung seines rechtmäßig gewählten Präsidenten Nicolás Maduro, den Weg einer demokratischen und verfassungsmäßigen Ordnung weiterzugehen, schrieb „Contropiano“ am 4. Dezember. Der Oberste Gerichtshof, der in einer Eilsitzung einberufen wurde, ordnete an, dass die Delcy Rodríguez die dem Amt des Präsidenten der Republik innewohnenden Befugnisse, Pflichten und Rechte „ in ihrer Eigenschaft als Beauftragte “ übernehmen und ausüben soll, um die administrative Kontinuität und die umfassende Verteidigung der Nation zu gewährleisten. Delcy Rodríguez forderte die sofortige Freilassung von Präsident Nicolás Maduro und First Lady Cilia Flores. „In diesem Land gibt es nur einen Präsidenten, und sein Name ist Nicolás Maduro Moros.“ Die Vizepräsidentin enthüllte, das eigentliche Ziel der USA sei, ein „Regimewechsel in Venezuela“, mit dem diese , sich „unsere Energie-, Mineral- und Bodenschätze aneignen“ wollte. Rodríguez betonte, dass die Zivilschutzbehörde und die gesamte nationale Gewalt Venezuelas zur Verteidigung der angegriffenen Unabhängigkeit, Souveränität und territorialen Integrität, mobilisiert wurden. Sie verwies auf die internationale Unterstützung, darunter der aus China, Russland, Lateinamerika, der Karibik, Afrika und Asien, die sich zusammengeschlossen und ihre Stimme erhoben hätten. Sie sagte, Regierungen weltweit seien schockiert über diesen Anschlag, dem sie einen zionistischen Unterton zuschrieb.
Rodríguez zitierte den Befreier Simón Bolívar aus der Charta von Jamaika: „Der Schleier ist zerrissen, wir haben das Licht bereits gesehen, und sie wollen uns in die Dunkelheit zurückführen. Die Ketten sind gesprengt, wir sind frei, und unsere Feinde versuchen, uns erneut zu versklaven.“ Sie betonte, dass Venezuela „ nie wieder eine Kolonie irgendeines Imperiums werden wird.“
Abschließend rief die Vizepräsidentin das venezolanische Volk zur Ruhe auf und forderte, die Situation gemeinsam und in vollkommener nationaler Einheit zu bewältigen . Sie mahnte die Polizei, das Militär und die Bevölkerung zu einer Einheit zusammenzuschließen, um in dieser Phase der Verteidigung der Souveränität und nationalen Unabhängigkeit Venezuelas zu verteidigen .
Inzwischen gehen die bereits am Samstag begonnenen Proteste gegen den Überfall und die Entführung Maduros und der Solidarität mit Venezuela am Montag in Italien landesweit unter der Losung „Finger weg von Venezuela! Sofortige Freiheit für Präsident Maduro“ weiter. Zahlreiche Linke und Mitte Links-Gruppen haben für den 10. Januar in ganz Italien zu Demonstrationen aufgerufen, berichtete das kommunistische Magazin „Contropiano“, das die imperialistischen kolonialen Ziele Trumps entlarvte, der die Außenbezirke der Hauptstadt, bombardierte, das Gebiet in ein Kriegsgebiet verwandelte und vor allem die Arbeiterviertel von Caracas bombardierte, wobei es 40 Tote gab. In Rom hatten am Samstag, 3.1.2026 die Proteste in der Via Bissolati vor der US-Botschaft, begonnen, gefolgt in Neapel in der Via De Petris vor dem Venezuelanischen Konsulat, weiter in Bologna, In Turin und in Pisa. „Contropiano“ betonte, dass der völkerrechtswidrige Angriff auch eine Folge westlicher Komplizenschaft, die das Vorgehen der USA nicht behinderte, war. Wir rufen die demokratischen, progressiven und kommunistischen Kräfte dazu auf, unverzüglich ihren Widerstand gegen diese neue Eskalation des Krieges und ihre Unterstützung für das venezolanische Volk zum Ausdruck zu bringen, das vom US-Imperialismus auf barbarische Weise angegriffen wird.
Unter Bezug auf „Newsweek“ schrieb „ANSA“ am Montag, den5.1.2026, dass die USA im Prozess gegen Maduro als Kronzeugen den ehemaligen Chef des venezolanischen Militärgeheimdienstes, Hugo Armando Carvajal Barrios, aufbieten würden. Er wurde von Maduro wegen Hochverrats abgesetzt und anschließend in den USA verhaftet. In einem Prozess bekannte er sich im vergangenen Juni der Verbrechen schuldig, die mit Gefängnisstrafen geahndet werden und denen ähneln, wegen der der venezolanische Staatschefs angeklagt werden soll. Er sei noch nicht verurteilt worden, was ein Zeichen dafür sei, dass die Staatsanwaltschaft ihn möglicherweise gegen Maduro aussagen lassen möchte, bevor sie über sein Schicksal entscheidet.
Der aus den USA stammende Papst Leo XIV. erklärte laut „Vatikan News“: „Mit großer Sorge verfolge ich die Entwicklungen der Situation in Venezuela.“ Er enthielt sich aber einer Verurteilung des völkerrechtswidrigen US-Angriffs und der Entführung Maduros. Zweideutig fuhr er fort, „das Wohl des geliebten venezolanischen Volkes“ müsse an die erste Stelle gesetzt werden und dazu führen, „die Gewalt zu überwinden und Wege der Gerechtigkeit und des Friedens einzuschlagen“. Zudem appellierte er, „die Souveränität des Landes zu gewährleisten, den in der Verfassung verankerten Rechtsstaat zu sichern, die Menschen- und Bürgerrechte jedes Einzelnen und aller zu respektieren und gemeinsam daran zu arbeiten, eine friedliche Zukunft der Zusammenarbeit, der Stabilität und der Eintracht aufzubauen, mit besonderer Aufmerksamkeit für die Ärmsten, die aufgrund der schwierigen wirtschaftlichen Lage leiden“.
Anmerkung:
Siehe die Beiträge
- Proteste gegen USA-Überfall auf Venezuela und Solidarität mit dem Widerstand von Gerhard Feldbauer
- Die Vizepräsidentin Venezuelas, Delcy Rodríguez, hat das Amt des Präsidenten der Republik mit allen Befugnissen, Pflichten und Rechten übernommen, um die administrative Kontinuität und die umfassende Verteidigung der Nation zu gewährleisten von Gerhard Feldbauer
- Venezuela will sich wehren – Es werde einen „massiven Einsatz aller Land-, Luft-, Marine-, Fluss- und ballistischer Mittel geben“ von Carlo Casino
- Kommentar: Seit 1811 hat Venezuela Imperien die Stirn geboten – Piraten im Karibischen Meer und Krieg – Kampf für die Unabhängigkeit gegen die imperialistische Aggression der VSA von Willibald Wiesel
- Dokumentation: „COMUNICADO REPÚBLICA BOLIVARIANA DE VENEZUELA“ von Frieder Fuchs
- Terrorstaat und Kriegsstaat – VSA kapern den nächsten Tanker im Karibischen Meer – Seeblockade gegen die Bolivarische Republik Venezuela von Paul Puma
- Terrorstaat und Kriegsstaat VSA greift die Bolivarische Republik Venezuela an von Carlos Columnista
- Der Präsident der Bolivarischen Republik Venezuela als Gefangener der VSA von Paul Puma
- Zitat des Tages: „Wir wollen uns mit Energie umgeben … Das brauchen wir für uns selbst, das brauchen wir für die Welt – und wir wollen sicherstellen, dass wir das schützen können.“ (Donald Trump) von Frieder Fuchs
im WELTEXPRESS.
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