Polemik: Wenn der Furz, den der Herr Prof. Dr. Mario Voigt (CDU) zu einem VS-amerikanischen Präsidentschaftswahlkampf gelassen hat, nicht ein Topf voll Scheiße ist, was dann?

Ein Nachttopf der Nationale Volksarmee der Deutschen Demokratischen Republik. Quelle: Pixabay, BU: Stefan Pribnow

Berlin, BRD (Weltexpress). Auf die Frage, wie schwer ein Furz sein darf, gibt es nur eine Antwort. Null Gramm. Wenn der Furz was wiegt, dann ist es Scheiße. Wenn sich in einem Werk, das als Leistung des eigenen Geistes ausgegeben wird, auch nur ein Gramm einer Leistung eines fremden Geistes befindet, dann ist dies laut Wikipedia „die Anmaßung fremder geistiger Leistung“ und also ein Plagiat.

Prof. Dr. Mario Voigt, der laut Spiegel unter dem Titel „Streit mit TU Chemnitz Thüringer Ministerpräsident Voigt soll Doktortitel verlieren“ (28.1.2026) „im Jahr 2008 mit der – größtenteils in den USA erarbeiteten – Doktorarbeit ‚Der amerikanische Präsidentschaftswahlkampf. George W. Bush gegen John F. Kerry'“ promovierte, werde bei der Kapitalgesellschaft Quadriga Hochschule Berlin GmbH „als Professor geführt“. Das ist offensichtlich Geschichte. „Doktorvater sei“, so heißt es weiter, „der Chemnitzer Politikwissenschaftler Eckhard Jesse, der für sein umstrittenes Bild des Hufeisens für Links- und Rechtsextremismus bekannt wurde.“

Unter der Überschrift „Abgeschrieben bei Wikipedia? – Alles Wichtige zur Causa Mario Voigt“ wird In Thüringer Allgemeine (29.1.2026) zu Prof. Dr. Mario Voigt der Plagiatsjäger Stefan Weber und ein im August 2024 veröffentlichtes Gutachten Stellung bezogen. Weber wird wie folgt zitiert: „Konkret soll Voigt an 140 Stellen [in seiner Doktorarbeit] unsauber gearbeitet haben und an mindestens 46 Stellen plagiiert haben. Voigt soll Wikipedia-Einträge kopiert und auch Zitierfehler aus Sekundärquellen übernommen haben. Ihm wird also vorgeworfen, unsauber zitiert und nicht ausreichend recherchiert zu haben. Auch soll Voigt sein Dankeswort bei Wikipedia abgeschrieben haben.“ 

„An mindestens 46 Stellen plagiiert“!

Wenn der Furz, den der Herr Prof. Dr. Mario Voigt (CDU) zu einem VS-amerikanischen Präsidentschaftswahlkampf gelassen hat, nicht ein Topf voll Scheiße ist, was dann?

Für Eckhard Jesse war der mit 330 Seiten Umfang gut gefüllte Topf anscheinend einen Doktortitel wert.

Ein Exemplar mit dem Titel „Der amerikanische Präsidentschaftswahlkampf : George W. Bush gegen John F. Kerry“ von Mario Voigt, die von Polisphere im Jahr 2010 nach unserer Zeitrechnung lauft Deutsche Digitale Bibliothek in Berlin, München und Brüssel veröffentlicht wurde, befindet sich unter der ISBN 978-3-938456-28-6 am Standort Deutsche Nationalbibliothek Frankfurt am Main. Dort gilt der Topf voll was auch immer als eine „wissenschaftliche Schrift“.

Für mich gilt, was galt: Wenn der Furz was wiegt…

Anmerkung:

Siehe den Beitrag

im WELTEXPRESS.

Anzeige:

Reisen aller Art, aber nicht von der Stange, sondern maßgeschneidert und mit Persönlichkeiten – auch themenzentrierte Reisen (Politische Ökonomie und Geopolitik) durch den Bundes- und Freistaat Thüringen –, bietet Retroreisen an. Bei Retroreisen wird kein Etikettenschwindel betrieben, sondern die Begriffe Sustainability, Fair Travel und Slow Food werden großgeschrieben.

Vorheriger ArtikelKommentar: Lügner und Betrüger wie Mario Voigt soll man Lügner und Betrüger nennen
Nächster ArtikelMit einem Nachtzug nach Paris – „Und vielleicht ein kleines Rendezvous“ (gesungen)