Berlin, BRD (Weltexpress). Rainer Maria Rilke zum 150.Geburtstag, am 4.12. 2025.

Des Panthers Seele spricht mit den Pupillen
Vergittert, aber ungestüm im Willen,
Beschaut vom Publikum tagein, tagaus,
Gefangen mahnend, findet kein zu Haus.

So unbeugsam das Tier, den Willen zelebrierend,
Läuft auf und ab, sich nicht verlierend.
Sehr stark, klar ausgedrückt, zur Scham verinnerlicht,
Schenkt der Poet uns mehr als ein Gedicht!

Anmerkung:

Vorstehender Beitrag von E. Rasmus wurde am 4.12.2025 in Berlin geschrieben.

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1 Kommentar

  1. Zum 150. Geburtstag Rainer Maria Rilkes

    stellt E.Rasmus seinem berühmten „Panther“ ein eigenes poetisches Echo an die Seite.
    Sein Gedicht beleuchtet denselben Käfig aus einem neuen Blickwinkel: nicht das Erstarren der Kraft, sondern den ungebrochenen Willen, der hinter den Gitterstäben weiterbrennt.

    Rasmus richtet das Augenmerk auf das Publikum, das tagein, tagaus schaut — und damit das Tier zum Spiegel des Menschen macht. So entsteht ein berührender Dialog zwischen zwei Gedichten, zwei Wesen und zwei Zeiten: nah beieinander und doch entzweit.

    Ein kurzer Text, der Rilkes Motiv nicht wiederholt, sondern öffnet — für Fragen, für Empathie und für den Mut, hinter die Gitter unserer eigenen Wahrnehmung zu blicken.

    Doreen Malinka