
Berlin, BRD (Weltexpress). König Carlo Alberto Amadeo (deutsch Karl Albert Amadeus), dem zu Ehren ein Reiterstandbild die Piazza Carlo Alberto in Turin, wo die Könige und Regenten des Königreiches von Sardinien-Piemont ihren Sitz hatten, schmückt, ergriff die Flucht vor Johann Josef Wenzel Anton Franz Karl Graf Radetzky von Radetz ,kurz: Radetzky. 1
Die Revolutionen im Februar 1848 in Paris und im März in Wien verliehen der revolutionären Bewegung in ganz Italien weitere Auftrieb. Piemont-Sardinien, Toskana und selbst der Kirchenstaat erließen Verfassungen, in denen sie der liberalen Bourgeoisie eine Beteiligung an den Regierungen gewährten. Nach bekannt werden der Flucht des verhassten Staatsminister Metternich wuchsen die revolutionären Kämpfe in Mailand weiter an. Die meisten italienischen Soldaten gingen auf die Seite der Revolution über. Freiwillige aus ganz Italien eilten den Aufständischen in der Lombardei zu Hilfe. In Pavia und Padua formierten sich Studentenbataillone, in Brescia, Bergamo und Como bildeten die Demokraten Freiwilligenabteilungen.
Den Sieg der Aufständischen in Mailand über den österreichischen General Radetzky und seine Vertreibung aus der Stadt begrüßten die Volksmassen – Handwerker und Bauern, das fortschrittliche Bürgertum und der kleine Adel – in begeistert deren Sieg. Die Volksbewegung mit den Mazzinisten an der Spitze forderte König Alberto von Piemont zum Krieg gegen Österreich auf. In Modena vertrieben sie die Soldaten und bildeten eine provisorische revolutionäre Regierung. In Venedig riefen sie unter dem Demokraten Daniele Manin die Republik aus und vertrieben die österreichischen Truppen aus fast ganz Venetien. In Turin verlangte eine Volksversammlung die Volksbewaffnung, die Bildung von Freiwilligenabteilungen und die Kriegserklärung an Österreich. Die Liberalen drängten König Alberto, sich an die Spitze eines Befreiungskrieges zu stellen und als „la spada d´Italia“ (das Schwert Italiens) zu handeln. Den Liberalen ging es darum, die Klasseninteressen der Großbourgeoisie und der reichen Grundbesitzer zu sichern, die befürchteten, eine Volksbewaffnung würde ihre angestrebten Machtpositionen von Anfang an beeinträchtigen. Sie strebten nach einer Herstellung des Einheitsstaates von oben.
Am 24. März 1848 erklärte Alberto Österreich den Krieg und rückte auf die lombardische Grenze vor. Unter dem Druck der Revolutionäre mussten sich ihm nun die Monarchen in Neapel, Palermo, Florenz. Modena und Parma anschließen und Truppen an die Seite Piemonts entsenden. Der Unabhängigkeitskrieg erhielt gesamtnationalen Charakter. Zur Beruhigung der Massen befahl auch der Papst, reguläre Truppen nach der Lombardei in Marsch zu setzen und erlaubte, ein Freiwilligenkorps zu entsenden. Am 29. April ließ Pis IX. jedoch die Maske fallen, lehnte den Krieg gegen Österreich ab und sprach sich gegen eine Republik aller Italiener aus. Gleichzeitig setzte er das liberale Kabinett ab und ordnete die unverzügliche Rückkehr der päpstlichen Truppen und des Freiwilligenkorps an. Die Generäle Durando und Ferrari zögerten zunächst, der Order nachzukommen.
Statt Radetzky nachsetzen und zur Kapitulation zwingen, wartete Alberto ab, immer noch auf ein „Einlenken“ Österreichs hoffend. Für die Übergabe der Lombardei, Parmas und Modenas wollte er auf Venetien verzichten. Sein Ziel war, den Krieg so schnell wie möglich zu beenden, um seine Ausbreitung in einen revolutionären Volkskrieg zu verhindern. Da es aus Wien keine Reaktion gab, konnte er Kampfhandlungen nicht ganz vermeiden. Nach einem missglückten Sturm auf die Festung Mantua, schlug die königliche Armee die Österreicher bei Pastrengo und rückte auf Verona vor, wo ihr Angriff scheiterte. Radetzky setzte am 5. Mai am Oberlauf des Piave zunächst zum Angriff auf das Korps General Ferraries an. General Durando, der mit 30.000 Mann am Unterlauf des Flusses stand, schaute tatenlos zu, wie Ferrari geschlagen wurde. Ein österreichisches Reservekorps konnte ungehindert auf Verona vorrücken und sich mit Radetzkys Armee vereinigen. Als die Österreicher am 29. Mai bei Curtatone das nepolitanisch-toskanische Korps angriffen, stießen sie auf unerwartet starken Widerstand. Durch drei herangeführte piemontesische Divisionen wurde Radetzkys Offensive gestoppt. Am nächsten Tag gelang es auch noch, die österreichische Festung Peschiera einzunehmen. Mit einem Angriff auf Vincenza versuchte Radetzky, sich Luft zu verschaffen. In der Stadt standen 10.000 Mann des Korps von General Durando, der, wie am Piave, dem Kampf auswich und die Stadt gegen die Zusicherung freien Abzugs übergab. Nachdem am 15. Mai in Neapel die Konterrevolution gesiegt hatte, schied auch das süditalienische Korps aus dem Krieg aus.
Noch war indessen nichts verloren. Ein offensives Vorgehen und ein Zusammengehen mit den revolutionären Demokraten, verbunden mit einem Aufruf an das Volk zum Kampf um die Einheit Italiens hätte Alberto den Sieg sichern können. Als sich bei Verona eine Entscheidungsschlacht anbahnte, wich er jedoch erneut aus. Er überließ Radetzky kampflos die Stadt, verharrte untätig vor dem österreichischen Festungsviereck und schaute tatenlos zu, wie der Österreicher am 14. Padua einnahm, am 15. Treviso und am 25. Palmanuova. Mit Ausnahme von Venedig befand sich Venetien wieder unter österreichischer Herrschaft.
Am 22. Juli stieß Radetzky von Verona aus mit 60.000 Mann in das hüglige Gelände südwestlich der Stadt auf die piemontesischen Stellungen vor und griff sie am 23. Juli bei Sona und Sommacampagna an. Alberto, der es versäumt hatte, seine Truppen für die sich abzeichnende Entscheidungsschlacht zu konzentrieren, standen nur 40.000 Soldaten zur Verfügung. Den königlichen Truppen gelang es trotzdem, den österreichischen Angriff aufzuhalten und in einem Gegenangriff das Gros der Österreicher zu umgehen und in ihrem Rücken eine ganze Brigade zu zerschlagen. Erst am 25. Juli wichen die Piemontesen bei Custoza südöstlich des Gardasees vor den überlegenen Kräften über den Mincio auf Goito zurück, wo es am 26. Juli zu letzten Rückzugsgefechten kam. Alberto zog sich kampflos über Cremona nach Mailand zurück. Seine Haltung in diesem Krieg brachte ihm im Volk den Spitznamen „Re Tentenua“ (König Zauderer) ein. Friedrich Engels schrieb über ihn am 12. August 1848 in der „Neuen Rheinischen Zeitung“: “Solange der Anschluss der Lombardei an Piemont noch nicht völlig entschieden, solange die Möglichkeit einer republikanischen Regierungsform noch vorhanden war, blieb er den Österreichern gegenüber, so schwach sie auch verhältnismäßig zu jener Zeit waren, unbeweglich in seinen Verschanzungen. Er ließ Radetzky eine Stadt und Festung nach der anderen in den venetianischen Provinzen erobern, er rührte sich nicht. Venedig zeigte sich für ihn erst der Hülfe würdig, als es sich unter seine Krone flüchtete. So mit Parma und Modena. Inzwischen hatte sich Radetzky verstärkt und alle Maßregeln zum Angriff, und der Unfähigkeit und der Blindheit Karl Alberts und seiner Generale gegenüber, zum entscheidenden Sieg getroffen.“ 2
Die Niederlage bei Custoza löste beim Volk keine Niedergeschlagenheit aus. Es kam im Gegenteil zu einem neuen revolutionären Aufschwung. In Florenz und Rom verlangte das Volk, neue Anstrengungen zur Fortsetzung des Befreiungskrieges gegen Österreich zu unternehmen. In Turin forderte die Bevölkerung die allgemeine Mobilmachung und die Fortsetzung des Krieges bis zum letzten Blutstropfen. Als die Revolutionäre die Gefängnisse stürmten und die politischen Gefangenen befreiten, setzte die Regierung Truppen gegen sie ein. Das Parlament zeigte sich dem Hof hörig und übertrug dem König diktatorische Vollmachten. Es wurde ein Versammlungsverbot erlassen, das Verteilen von Flugblättern, das Anbringen von Losungen sowie der Straßenverkauf von Zeitungen verboten.
Radetzky setzte den zurückweichenden Piemontesen sofort nach. Am 4. August kam es vor Mailand zu neuen Gefechten. Die Demokraten forderten, die Stadt gegen Radetzky zu verteidigen. Doch Alberto fürchtete, dass eine entschlossene Verteidigung der Stadt durch das bewaffnete Volk die Führungspositionen der Demokraten gegenüber den Liberalen und der Monarchie stärken und revolutionäre Auswirkungen auch auf Turin haben könnte. So zog er die Kapitulation vor und schloss mit Radetzky einen Waffenstillstand. Gegen die Zusicherung freien Abzugs verließ er in der Nacht zum sechsten August klammheimlich Mailand und lieferte die Patrioten der Willkür der neuerlichen Besatzung Österreichs aus. Radetzky verhängte nach dem Einmarsch in die Stadt den Belagerungszustand. Mit den Aufständischen begann eine blutige Abrechnung. Der Waffenstillstand wurde am 9. August unterzeichnet. Die königlichen Truppen übergaben die Festung Peschiera den Österreichern und verließen die Lombardei, Modena, Parma und Venetien. Der Waffenstillstand dauerte bis zum März 1849. In Venedig hielt der Widerstand gegen Wien weiter an. Garibaldi, der mit seinem Korps bei Como operierte, setzte den Kampf ebenfalls fort. 3 Am 6. August hatte er sich nach Gefechten mit starken österreichischen Truppen auf piemontesisches Gebiet zurückziehen müssen. Da er die Forderung des Königs, die Waffen niederzulegen, ablehnte, trat er vorrübergehend in die Schweiz über.
Die Konterrevolution triumphierte auch in den anderen Staaten Italiens. Bereits im Mai hatte Ferdinand II. im Königreich beider Sizilien das von den Liberalen durchgesetzte Parlament aufgelöst und seine Truppen aus der piemontesischen Koalition zurückgezogen. Ihr kommandierender General, Guglielmo Pepe, verweigerte den Befehl und begab sich mit 1.500 Freiwilligen, die sich ihm anschlossen, nach Venedig, um an der revolutionären Erhebung teilzunehmen. Messina, wo sich die Aufständischen weiter behaupteten, ließ Ferdinand im September mit Artillerie sturmreif schießen. Erst nach viertägigen erbitterten Kämpfen gelang es den Bourbonen, die Stadt einzunehmen.
Während die Revolution in ganz Europa, ausgenommen die Offensive der Honveds unter Lájos Kossuth in Ungarn, stagnierte, gingen die Kämpfe in Italien weiter. Mit einem Aufstand in Livorno vom 2. bis 4. September begann faktisch eine neue, die zweite Etappe der Revolution. In Venedig bestand unter Manin die Republik weiter, in Florenz jagten die Revolutionäre Großherzog Leopold II. davon und bildeten ein gemäßigtes Triumvirat. Bestimmend für den Fortgang der Ereignisse aber wurde Rom, wo Mazzini, Garibaldi und Pisacane den revolutionären Prozess vorantrieben. Nach der Vertreibung des Papstes rief in Rom am 8. Februar 1849 eine gewählte Verfassungsgebende Nationalversammlung Italiens die Republik aus und erklärte die weltliche Herrschaft des Papstes für beseitigt. Das Parlament, in dem neben den revolutionären Demokraten mit Mazzini und Garibaldi an der Spitze die Handels- und Industriebourgeoisie starken Einfluss hatte, nationalisierte den Kirchenbesitz und übergab ihn gegen rückzahlbare Staatsanleihen an landlose und landarme Bauern in Erbpacht, beseitigte die kirchliche Gerichtsbarkeit, erklärte die Unabhängigkeit der Schule von bischöflicher Intervention und dekretierte die progressive Besteuerung. Von Anfang an versuchten jedoch Vertreter der Liberalen den von den Volksmassen ausgehenden revolutionären Schwung zu bremsen und zu einem Kompromiss mit der Reaktion zu kommen. Um den Einfluss der Demokraten zu stärken, bildeten Mazzini, Saffi und Armellini Ende März ein Triumvirat zur Leitung der Republik. Sie stärkten die Nationalgarde durch die Aufnahme revolutionärer Demokraten, versuchten, die soziale Lage der Arbeiter und des kleinen und mittleren Bürgertums zu verbessern und die Dekrete zur Verteilung des Kirchenlandes an bedürftige Bauern zu verwirklichen.
Die revolutionären Ereignisse in Rom wirkten sich auf Piemont-Sardinien und die Toskana aus. In Livorno wurde die Republik ausgerufen und in Florenz nach der Flucht des Großherzogs am 8. Februar die liberale Regierung abgesetzt und eine neue provisorische berufen. Danach verlangten die Demokraten, die Republik auszurufen. Das römische Parlament schlug am 7. März der an Rom angrenzenden Toskana die Vereinigung beider Staaten vor, dazu eine gemeinsame Nationalversammlung zu bilden und auf dieser Grundlage eine gesamtitalienische Konstituante vorzubereiten. Das mehrheitlich liberale Parlament der Toskana lehnte jedoch am 30. März ab.
Um revolutionären Erhebungen in der Lombardei und in Piemont zuvorzukommen, blieb Alberto nur, einen neuen Waffengang zu unternehmen. Am 12. März kündigte er den Waffenstillstand. Es begann der zweite Unabhängigkeitskrieg zur Befreiung der Lombardei. Da Alberto auch diesmal einen Volkskrieg verhindern wollte, war der Feldzug ein abenteuerliches Unternehmen; denn er zog nur mit insgesamt etwa 110.000 Mann ins Gefecht. Sein erneuter Kontrahent, der inzwischen zum Feldmarschall aufgestiegene Radetzky, verfügte mit zirka 120.000 Bajonetten zwar kaum über mehr Truppen, ergriff aber sofort die strategische Initiative. Bereits in ersten Vorpostengefechten wurden die Piemontesen am 21. März am rechten Ticino-Ufer geschlagen und auf Novarra zurückgedrängt. Am 23. März fügte Radetzky südlich von Novarra den Piemontesen am Abend eine schwere Niederlage zu. Alberto war zu feige, sich der Verantwortung zu stellen und floh nach Portugal, wo er am 28. Juni 1849 verstarb. Sein Sohn Vittorio Emanuele II. Übernahm das Zepter und schloss bereits am 24. März mit Radetzky einen neuen Waffenstillstand. Dabei wäre wie im März 1848 auch diesmal nichts verloren gewesen Zunächst einmal stand am Lago Maggiore noch ein Korps von 30.000 bis 40.000 Mann, das binnen zwei Tagen die Lombardei erreichen konnte. Vor allem aber hätte ein Aufruf an die Massen zur Erhebung, die Wende herbeiführen können. Auch ohne diesen Appell gab es dazu die Bereitschaft. In Brescia griff die Bevölkerung bereits zu Beginn der Schlacht bei Novarra die österreichische Besatzung an und vertrieb sie aus der Stadt. Tagelang leisteten die Aufständischen den herangeführten starken österreichischen Truppen erbitterten Widerstand. Erst nach einem barbarischen Artilleriebeschuss auf die Wohnviertel, gelang es diesen, am 1. April die Stadt zurückzuerobern. Brescia ging mit dem Ehrennamen „Löwin Italiens“ in die Annalen des Freiheitskampfes ein. „Wäre Piemont eine Republik, wäre die Turiner Regierung revolutionär und hätte sie den Mut, zu revolutionären Mitteln zu greifen – es wäre nichts verloren“, schrieb Friedrich Engels am 1. April 1849 in der „Neuen Rheinischen Zeitung“. „Aber die italienische Unabhängigkeit geht verloren – nicht an der Unbesiegbarkeit der österreichischen Waffen, sondern an der Feigheit des piemontesischen Königtums.“
Gegen den Waffenstillstand erhoben sich leidenschaftliche Proteste. Am 27. März forderte eine Delegation der Abgeordnetenkammer von Turin den neuen König auf, den Waffenstillstand zu annullieren und den Krieg fortzusetzen. In Turin selbst erhoben sich die Demokraten gegen die Regierung. In Genua riefen die Revolutionäre am 1. April die Republik aus, verjagten die königlichen Truppen aus der Stadt und verlangten ebenfalls, den Krieg weiterzuführen. Am 3. April konstituierte sich eine provisorische Regierung von Ligurien, die sich den Forderungen anschloss. Die revolutionären Demokraten wollten die ligurische Republik ausrufen, sich mit der Römischen Republik, Venetien und der Toskana gegen Österreich verbinden. Das Turiner Parlament forderten sie auf, sich an die Spitze der nationalen Bewegung zu stellen.
Gegen das eigene Volk ging die Piemontesische Monarchie nun mit militärischer Gewalt energisch vor. In Turin und Genua wurde die „Ordnung“ mit massivem Truppeneinsatz wieder hergestellt. Österreichische Truppen konnten die Lombardei und Venetien wieder okkupieren, die Romagna, die Marken und Umbrien besetzen, überall die Fürsten an die Macht zurückbringen. Sardinien-Piemont musste keine Gebiete abtreten, aber hohe Kontributionen zahlen. Mit den Patrioten wurde erneut blutig abgerechnet, zahlreiche von ihnen hingerichtet. Im Königreich beider Sizilien waren 1851 über 5.000 Patrioten eingekerkert. Bis 1856 standen die Lombardei und Venetien unter Kriegsrecht. In den Herzogtümern der Po-Ebene, in den päpstlichen Legationen und in Ancona standen bis 1859 österreichische Besatzungen. Aufstandsversuche der Mazzinisten 1852/53 wurden grausam niedergeschlagen.
Anmerkungen:
1 Zu dem Beitrag Der Radetzkymarsch ist ein Kulturschandfleck (Weltexpress, 2.1.2026) schrieb mir ein Leser, König Alberto von Piemont habe zwei Kriege gegen Österreich geführt und habe beide Male trotz ausreichender militärischer Kräfte Radetzky den Sieg überlassen und sei geflohen. Das stimmt und ich will das hier ausführlicher darlegen.
2 MEW, Bd. 5, Berlin/DDR 1959, S. 367.
3 Garibaldi war nach Erhalt der Nachrichten über den Beginn des Befreiungskrieges gegen Österreich mit etwa 60 Kampfgefährten seiner italienischen Legion von Montevideo aus mit dem Schiff „Speranza“ in See gestochen. Nach der Ankunft in Genua hatte er sich nach Turin begeben und seine Dienste angeboten. Garibaldi war wenig willkommen, man fürchtete, er würde nur die Fraktion der revolutionären Demokraten stärken. Immerhin kam das Kriegsministerium in Turin nicht umhin, ihm zu erlauben, Freiwillige anzuwerben. Ihre Ausrüstung und ihren Unterhalt musste er jedoch selbst bestreiten. Sein Freiwilligenkorps, das bald 2.000 Mann erreichte, nahm an verschiedenen Gefechten in den Alpen teil. Garibaldi verstand es, rasch auch überlegene Kräfte anzugreifen und sich schnell wieder vom Gegner zu lösen. Der legendäre Freiheitsheld Südamerikas stand schon bald im Ruf eines Guerillaführers von ungewöhnlichem Format.
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