Der Spartakus-Roman „Der Sklavenkrieg“ von Arthur Koestler

"Der Sklavenkrieg", ein Roman von Arthur Koestler. © Elsinor Verlag e.K.

Berlin, BRD (Weltexpress). Einer der berühmteste Aufstände von Sklaven ist nach wie jener, der mit dem Tod ihres Anführer Spartakus, auch Spartacus geschrieben, endete und an dem sich Hunderte von Jahren später noch Generationen erinnerte. Tausende Studenten deutscher Zunge waren Mitglied im Marxistischen Studentenburg Spartakus (MSB-Spartakus). Der MSB-Spartakus war von 1971 bis 1990 der Studentenverband der Deutschen Kommunistischen Partei (DKP), die in der BRD, die seit Bestehen ein Vasallenstaat der VSA mit dem VK im Beiboot ist und lange schon ein Vielvölkerstaat, der nicht erst seit Jahren umgeolkt wird, sondern seit Jahrzehnten, zudem ein Apartheidstaat und ein Kriegsstaat, 1958 gegründet wurde, nachdem die KPD am 17. August 1956 verboten wurde.

Daß die DKP die Nachfolgepartei der KPD war, das wissen Kenner und Kritiker. Die DKP ist noch nicht am Ende so wie es der Sklave und Gladiator Spartakus in der Zweiten Schlacht am Silarus 71 vor unserer Zeitrechnung war. Zeitzeugen berichten davon, daß das Heer zeitweise aus 200 000 bewaffnete Sklaven bestand. Als Spartakus starb, sollen Zehntausende ohne Führer und Führung aufgegeben haben. Diejenigen, die sicher ergaben, wurde allesamt gefangen genommen, gekreuzigt, getötet. Die Sieger unter dem Feldherrn Crassus waren grausam und erbarmungslos. Lange nach der Schlacht waren Tausende von Toten an der Via Appia. Die Appische Straße, auch Römerstraße genannt, führte über 540 Kilometer von Brindisi nach Rom, doch das Mahnmal reichte nur von Capua bis Rom. Die Via Apia war nicht nur die Straße der Händler und Bauern, sondern der Legionäre und Leichen. und der Spartakus-Aufstand und Spatakus-Krieg der dritte Sklavenaufstand und Sklavenkrieg im Römischen Reich.

Die Spartakisten des MSB wurden nicht gekreuzigt und getötet, sondern geächtet. Der Radikalenerlaß von Richtern der Bourgeoisie der BRD führte dazu, daß Marxisten, Leninisten, Kommunisten, Spartakisten unter Beschäftigungs- und Berufsverboten zwar nicht gekreuzigt und gehängt wurde, aber das sie bestraft wurden und litten. Sie, die Gebildeten unter den Geknechteten, den Habenichtsen und gewitzigt Prekären genannt, wurden wie so viele andere mehr von den Herrschenden überwacht und bestraft. Sie waren nie eine ernste Bedrohung für die BRD als Staat des Kapitals im Allgemeinen sowie der BRD als Vasallenstaat, Vielvölkerstaat, Apartheidstaat und Kriegsstaat. Das waren auch die Kalaschniki nie. Doch die Verdammten dieser Erde im Römischen Reich zur Zeit des Sklaven und Gladiators Spartakus waren das. Sie waren erfahrene und entflohene Gladiatoren, aber keine Legionäre. Deswegen siegten sie nicht, sondern wurden besiegt. Die Legionäre waren besser bewaffnet, besser ausgebildet und besser geführt.

Zwar wurde das Römische Reich nicht zu Fall gebracht, aber ins Wanken. Über die Geschichte dieses Aufstandes und Krieges schrieb Arthur Koestler einen auch für Mitglieder der DKP lesenswerten Roman der Rebellionen, den Spartakus-Roman. Koestler erzählt einerseits die Geschichte der Revolution, die in der zweiten Schlacht am Silarus scheiterte, und andererseits mit dem Wissen um die Revolutionen des 20. Jahrhunderts, die als Aufbruch in die Freiheit begannen und in Gewalt und Unterdrückung endeten.

Arthur Koestler, der am 5.9.1905 in Budapest geboren wurde und am 1. März 1983 in London durch Freitod starb, war selber sieben Jahre lang Mitglied der KPD, galt Genossen jedoch als Renegat. In der Tat kehrte er den Kommunisten mehrfach den Rücken zu. Insbesondere die Erlebnisse, Erfahrungen und Erkenntnisse der Säuberungen und Schaupozesse führten dazu, daß er mit Wilhelm „Willi“ Münzenberg 1938 die antifaschistische und antistalinistische Zeitschrift „Die Zukunft“ gründete, die keine hatte. Münzenberg mußte vor den Faschisten fliehen und wurde im Juni 1940 in Saint-Marcellin im Département Isère ermordet.

Der Roman „Der Sklavenkrieg“ von Arthur Koestler ist das ungekürzte Original von „Die Gladiatoren“. Das Buch erschien 1939 in London auf Englisch unter dem Titel „The Gladiators“. Das Buch „Der Sklavenkrieg“ erschien nach dem deutschen Originalmanuskript mit einem Nachwort von Henry MacAdam, Elsinor, Coesfeld, 2021. Die Originalmanuskripte gingen auf der Flucht von Arthur Koestler aus Frankreich in den Kriegswirren verloren. Deswegen ist die Rückübersetzung „Die Gladiatoren“ bis dato eine aus dem Englischen gewesen. Die erst vor wenigen Jahren wiederentdeckte deutsche Originalfassung liegt jetzt erstmals im Druck vor.

Bibliographische Angaben:

Arthur Koestler, Der Sklavenkrieg, Roman, 292 Seiten, das ungekürzte Original von „Die Gladiatoren“, Sprache: Deutsch, Nachwort: Henry MacAdam, Format: 14 x 22 cm, Bindung: fester Einband mit Schutzumschlag und Lesebändchen, Verlag: Elsinor Verlag e.K. Coesfeld, 1. Auflage, November 2021, ISBN 978-3-942788-60-1, auch als E-Buch, ISBN: 978-3-939483-70-0, 22,99 EUR erhältlich

Anzeige:

Reisen aller Art, aber nicht von der Stange, sondern maßgeschneidert und mit Persönlichkeiten – auch Kulturreisen auf allen Kontinenten dieser Erde, also Antarktika, Nordamerika, Südamerika, Eurasien, Afrika und Ozeanien –, bietet Retroreisen an. Bei Retroreisen wird kein Etikettenschwindel betrieben, sondern die Begriffe Sustainability, Fair Travel und Slow Food werden großgeschrieben.

Vorheriger ArtikelLangweilige Liga oder Kantersieg des aktuellen Kaders der FC Bayern München AG in Stuttgart
Nächster ArtikelAdventgedenken dem Politgespons