Der scheinbare Kampf zwischen Donald Trump und Jerome Powell ist nur Theaterdonner – Zur totalen Krise des Finanzkapitalismus

Hauptsitz der Herren des Federal Reserve Systems in Washington, D.C. Foto: Agnostic Preachers Kid, CC BY-SA 3.0

Frankfurt am Main, BRD (Weltexpress). Henry Johnston teilt unter dem Titel „Versucht Donald Trump, die US-Notenbank zu zerbrechen?“ in RT DE (17.1.2026) anläßlich eines offenen Briefes von „Andrew Bailey, governor of the Bank of England, Christine Lagarde, president of the European Central Bank, Erik Thedéen, governor of Sveriges Riksbank, Christian Kettel Thomsen, chairman of the Danmarks Nationalbank, Martin Schlegel, chairman of the Swiss National Bank, Michele Bullock, governor of the Reserve Bank of Australia, Tiff Macklem, governor of the Bank of Canada, Chang Yong Rhee, governor of the Bank of Korea, Gabriel Galípolo, governor of the Banco Central do Brasil, François Villeroy de Galhau, chair of the Bank for International Settlements, und Pablo Hernández de Cos, general manager of the Bank for International Settlementst, in dem von Solidarität mit Jerome Powell als Chef des boards of Governors of the Federal Reserve System und gegen Donald Trump die Rede ist, mit, daß das mehr oder weniger Agitprop von Lumpen für Leute sei, die als Verdummte dieser Erde zu bezeichnen den Nagel auf den Kopf trifft. Die Verdummten dieser Erde haben bis heute nicht verstanden, daß das Prinzip, für das Powell angeblich stünde, nur eines auf dem Papier ist und noch nicht einmal das wert. Wer von der Unabhängigkeit der Zentralbanken schmiert und schwätzt, der ist entweder böse oder dumm. Punkt.

Nie waren die vielen Herren und wenigen Damen der FED unabhängig. Sie waren Handlungsbeauftragte des Kapitals so wie die VSA der Staat des Kapitals sind. Doch es geht Henry Johnston nicht um Yankee-Imperialisten im Allgemeinen, sondern um Yankee-Finanzimperialisten im Besonderen. Diese Bösen wissen, daß es nie eine Unabhängigkeit der Führung der FED gab und sie selbst bei aller Gier nach Geld sowohl zum Außenhandelsdefizit als auch zum Haushaltsdefizit der VSA beigetragen und zwischen diesen Mahlsteinen die FED und deren Dollar zerrieben haben. Henry Johnston stellt richtig fest: „Nehmen wir die tatsächlichen Zinsaufwendungen der US-Regierung – die offiziellen Kosten für den Schuldendienst zuzüglich des derzeitigen, unvermeidbaren Anteils der Sozialausgaben (Sozialversicherung, Medicare und ähnliche Programme) – und vergleichen diese mit den Steuereinnahmen. So berechnen Finanzanalysten wie Luke Gromen und andere, wofür der Staat tatsächlich aufkommen muss. Dieser Wert liegt bereits bei über 100 Prozent der Staatseinnahmen. Das bedeutet, dass der Staat automatisch mehr ausgeben muss, als er an Steuern einnimmt – und nichts davon ist Ermessenssache.“

Und auch mit folgender Formulierung trifft Henry Johnston den Nagel auf den Kopf: „Was passiert also, wenn die Fed die Zinsen erhöht? Nun, die Zinszahlungen des Staates steigen, und da es keinerlei Spielraum gibt, muss eines von zwei Dingen geschehen: Entweder das Finanzministerium nimmt weitere Schulden auf, um die zusätzlichen Ausgaben zu decken, oder der Staat kürzt die Ausgaben an anderer Stelle. Aber die Fiskalpolitik zu einer Reaktion auf die Geldpolitik zu zwingen, ist ein zutiefst politischer Akt. Dadurch verschwimmt die gedankliche Trennlinie zwischen Geldpolitik, Haushaltsentscheidungen und politischer Macht.“

Daß zudem die Bourgeoisie samt deren Zombie-Kapitalgesellschaften und die Lohnarbeiter der VSA seit den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts nach unserer Zeitrechnung mehr und mehr mit Billigkrediten regelrecht zugeschissen wurden – darauf, daß die Scheiße in den 1990er Fahrt aufnahm, weist Henry Johnston hin -, das kommt erschwerend hinzu. Jetzt baden die Bedienten in der Kloake, die auch Alan Greenspan geflutet hat, wollen und können aber die Suppe, die sie sich auch selbst eingebrockt haben, nicht auslöffeln, auch wenn sie dürfen. Das Gegenteil ist der Fall. Die Verschuldeten schreien wie Abhängige nach dem Stoff, der sie abhängig gemacht hat. Billiges Geld, billiges Geld, billiges Geld… Mit anderen Worten: Die Zinsen sollen mächtig gewaltig gesenkt und mächtig gewaltig Billigkredite verschenkt werden.

Anmerkungen:

Die Seiten von „RT“ sind über den Tor-Browser zu empfangen.

Siehe die Beiträge

im WELTEXPRESS.

Anzeige:

Reisen aller Art, aber nicht von der Stange, sondern maßgeschneidert und mit Persönlichkeiten – auch Bildungs- und Studienreisen mit Themen aus Politik, Wirtschaft (Politische Ökonomie und Geopolitik) und Geschichte und so weiter und so fort in einer Welt im (Wirtschafts-)Krieg durch die VSA –, bietet Retroreisen an. Bei Retroreisen wird kein Etikettenschwindel betrieben, sondern die Begriffe Sustainability, Fair Travel und Slow Food werden großgeschrieben.

Vorheriger ArtikelNord Stream: Und nun, Bundesregierung?
Nächster ArtikelDas vom Westen verbreitete iranische Dilemma ist ein Falsches