Aktivisten der Solidarität mit dem Gazastaat bilden neue Flotte

Die Mavi Marmara 2010 auf dem Weg nach Gaza.
Unterwegs nach Gaza: die Mavi Marmara 2010. Quelle: Flickr, On the Way CC BY-SA 2-0, author: Free Gaza movement, BU: Stefan Pribnow

Berlin, BRD (Weltexpress). Nach der völkerrechtswidrigen Enterung der englisch „Global Sumud Flotilla“ genannten Flotte durch den Staat Israel und der Festnahme der Besatzungen und der an Bord befindlichen Solidaritätsdelegationen haben sogenannte Friedensaktivisten sofort eine weitere Flotte auf den Weg zum Gazastaat / Gazastreifen gebracht.

Die englisch „Freedom Flotilla Coalition“ genannte Flotte besteht aus zehn Schiffen, deren Seemannschaften erneut versuchen werden, „die völkerrechtswidrige Blockade des Gazastreifens zu durchbrechen“, heißt es in einem Appell der Initiatoren. Sie verweisen darauf, dass die Proteste zahlreicher Menschen in vielen Städten Westeuropas gegen das Vorgehen des Staates Israels ihnen Mut zu diesem Schritt gebe. Die Besatzungen sollen aus Fachleuten, Ärzten, Pflegekräften und Fachkräften aus den meisten Bereichen der humanitären Hilfe bestehen, teilte Elisabeth di Luca am Sonnabend, den 4.10.2025, von Bord der „Conscience“, dem größten Schiff der Flotte, mit.

Zudem sagte sie: „Heute Abend wollen wir die rote Zone erreichen, Dann werden wir nicht mehr erreichbar sein“, womit sie den Zwölf-Meilen-Radius vor der Küste des belagerten Gazastreifens meinte. „Vor ein paar Jahren schickten wir immer nur wenige Boote. Jetzt werden es immer mehr.« Und je mehr es versuchten, „desto höher wird die Wahrscheinlichkeit, dass auch mal eins durchkommt, so Elisabeth di Luca.

Während die Freiheitsflotte – Freedom Flotilla Coalition – erst seit diesem Jahr existiert, fahren schon seit 2010 Schiffe Richtung Gazastaat. 2010 durchbrachen manche der damals vom Movement to Gaza (nun auch an der Sumud beteiligt) organisierten Schiffe erfolgreich die seit 2007 bestehende illegale Lebensmittelrationierung und Blockade. Das Hauptschiff der ersten Flotte, die Mavi Marmara, wurde 2010 vom israelischen Militär überfallen. Wie alle späteren Schiffe wurde auch sie bereits in internationalen Gewässern gestoppt und bei dem Überfall wurden zehn Mitglieder der Schiffsbesatzung getötet.

Anmerkung:

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