Magdeburg, BRD (Weltexpress). Nicht nur die Wahlbeteiligung ist so gut wie noch nie zuvor im Bindestrichstaat Sachsen-Anhalt, der 1990 der BRD beigetreten wurde. Eine Wahlbeteiligung von 76,9 Prozent wird derzeit mitgeteilt. Fast das ganze Land inklusive der Hauptstadt Magdeburg sind blau.
Die Verteilung der Stimmen
Laut dem Zwischenstand 6.9.2026 gegen 22 Uhr gewinnt die AfD bei den Erststimmen nicht nur allerhand Wahlkreise, sondern fast alle. Drei Wahlkreise gehen wohl an die L. Bei den Zweitstimmen geht der Wahlkreis Halle III an B90G.
In den Staatssendern ARD und ZDF kommen die Blauen von der AfD auf jeweils 44 Prozent der Stimmen. Das ist ein Plus von 23,2 Prozent.
| ARD | Gewinn / Verlust | ZDF | Gewinn / Verlust | |
| AfD | 44,0 | + 23,2 | 44,0 | + 23,2 |
| CDU | 17,5 | – 19,6 | 17,5 | – 19,6 |
| SPD | 9,2 | + 0,8 | 9,0 | + 0,6 |
| B90G | 8,9 | + 3,0 | 9,0 | + 3,1 |
| L | 8,6 | – 2,4 | 8,9 | – 2,1 |
| BSW | 5,1 | + 5,1 | 5,0 | + 5,0 |
| FDP | 2,5 | – 3,9 | 2,5 | – 3,9 |
| Sonstige | 4,2 | – 6,1 | 4,1 | -6,2 |
Die Verteilung der Sitze
Bei 84 Sitzen im sogenannten Landtag von Sachsen-Anhalten würde nach dem aktuellen Stand beim Staatssender ARD die AfD 39 (+16) Sitze bekommen, die CDU 16 (-24). SPD, L und B90 kämen auf jeweils 8 Sitze und die BSW abgekürzte Partei auf 4. Beim Staatssender ZDF sieht das anders aus. AfD 39 Sitze, CDU 15, SPD, B90G und L jeweils 8 Sitze, BSW 5.
Die AfD hat in keiner Variante eine absolute Mehrheit.
Mögliche Regierungsoptionen
nach dem aktuellen Stand der Aussagen vor der Wahl aus den Führungen der Parteien.
- AfD und BSW könnten nach dem derzeitigen Stand eine Koalition bilden oder sich vom BSW tolerieren lassen und käme auf 44 Sitze.
- Die AfD könnte mit 39 Sitzen eine Minderheitsregierung bilden, müßte allerdings auf Stimmen von Überläufern aus den anderen Parteien hoffen.
- CDU, SPD und B90G könnten eine Koalition bilden und sich von der L tolerieren lassen. Damit kämen sie auf 39 Sitze.
- CDU, SPD und B90G könnten eine Minderheitsregierung bilden mit 31 Sitzen und müßten auf Stimmen von Überläufern aus anderen Parteien hoffen.
Die Kartellparteien CDU, SPD, B90G und L, die mit der Kartellpartei FDP, die allerdings nicht mehr im Landtag vertreten sein wird, schlossen kategorisch eine Koalition oder eine Tolerierung der AfD aus.
Anmerkung:
Siehe die Beiträge
- Hochrechnung für den Bindestrichstaat Sachsen-Anhalt von Horst-Udo Schneyder
- Ein blauer Tag für die Demokratie, ein blauer Tag für Sachsen-Anhalt – Blauer Himmel über Magdeburg von Horst-Udo Schneyder
im WELTEXPRESS.
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