Berlin, BRD (Weltexpress).
Lange schon steht der Rucksack
gepackt neben der Tür:
Schlafsack, Wasserflasche, Kochgeschirr.
Nur wenig ist notwendig,
festes Schuhwerk noch,
die Regenplane, Feuerzeug, das Beil.
Der Weg in die Wälder ist alternativlos.
Aber noch warten wir ab,
obwohl der Irrsinn wuchert
und die Lunte brennt.
Machthaber:*innen verbieten
zu reden, zu reisen, zu widersprechen.
Bedrückt verbringen wir unsere Tage,
während das Grauen
das Haus umlagert.
Die Vorzeichen häufen sich.
Morgen schlagen wir uns in die Büsche,
in der Tasche ein paar Papierlappen,
bedruckt mit den Konterfeis der Verräter,
vielleicht schon nichts mehr wert.
Anmerkungen:
Vorstehendes Gedicht von Wolfgang Bittner stammt aus dessen Gedichtband „Der Dompfaff verschwand pfeifend im Hibiskus“,
Gedichte, Verlag am Park, ISBN: 978-3-89793-418-4, Berlin 2026.
Siehe den Beitrag
- Annotation zum Gedichtband „Der Dompfaff verschwand pfeifend im Hibiskus“ von Wolfgang Bittner von Ingeborg Iltis
im WELTEXPRESS.

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