
Berlin, BRD (Weltexpress). Kurt Gossweiler war ein marxistisch-leninistischer Wissenschaftler mit bahnbrechenden Forschungsergebnissen. 1 Nach dem Machtantritt der Hitlerpartei war Kurt Gossweiler ab 1934 im Kommunistischen Jugendverband im antifaschistischen Widerstand aktiv, als Soldat der Wehrmacht lief er 1943 zur Roten Armee über, besuchte in Kriegsgefangenschaft eine Antifa-Schule und arbeitete im Nationalkomitee Freies Deutschland mit.
Mit seinen herausragenden Werken zur Faschismusforschung hatte sich der am 15. Mai 2017 im Alter von 99 Jahren verstorbene Kurt Gossweiler einem Schwerpunkt in der Auseinandersetzung mit den reaktionärsten Erscheinungsformen imperialistischer Herrschaft zugewandt und bahnbrechende Leistungen vollbracht. Er war dabei der Erste, der auch die internationale Vorreiterrolle des Mussolini-Faschismus von der Stunde seiner Geburt an herausarbeitete. Sein Machtantritt im Oktober 1922 wirkte sich auf das 1920 in Ungarn an die Macht gekommene Horthy-Regime und 1923 in Bulgarien auf die Etablierung der Zankow-Diktatur ebenso aus wie 1926 auf die Errichtung der militärfaschistischen Diktatur unter General Carmona de Fragoso in Portugal. Die Putschpläne Francos wurden 1936 unter Leitung italienischer und deutscher Militärs und der Nutzung der militärischen Erfahrungen vor allem der Mussolini-Faschisten ausgearbeitet. In seiner Darstellung der Entstehungsgeschichte der Hitler-Partei in „Kapital, Reichswehr und NSDAP 1919 – 1924“ (Berlin/DDR, 1984) arbeitete Kurt heraus, dass sich Beispiel und Erfahrungen des römischen Faschismus besonders nachhaltig auf die Formierung des deutschen unter Hitler bis zu dessen Machtantritt in Deutschland auswirkten. Das zeigte sich im direkten Einfluss der „Führerpersönlichkeit“ Mussolinis auf Hitler, im Entstehen der Strukturen seiner Bewegung und ihrer Kampfmethoden, besonders der sozialen Demagogie und des Terrors. Führende Kreise des deutschen Industrie- und Finanzkapitals beeindruckte, wie es dem „Duce“ gelang, dem italienischen Imperialismus in Gestalt der faschistischen Bewegung eine Massenbasis zu verschaffen, über die er vorher nie verfügt hatte. Hitler nannte seine SA wörtlich nach den von Mussolini geschaffenen Squadre d’Azione (Sturmabteilungen). Er übernahm den von Mussolini erfundenen Führertitel „Duce“ und den „römischen Gruß“, mit dem sich dieser mit erhobenem rechtem Arm grüßen ließ. Ein unwesentlicher Unterschied bestand nur in der Farbe der Uniformhemden, die bei den italienischen Faschisten schwarz war, bei den deutschen braun. „Das Braunhemd“, so räumte Hitler in seinen „Monologen im Führerhauptquartier“ noch 1941 ein, „wäre vielleicht nicht entstanden ohne das Schwarzhemd“ . Er gestand ebenso, dass Mussolini einmal für ihn „eine ganz große Persönlichkeit“ darstellte. Nach dem „Marsch auf Rom“ begann die Mehrheit der deutschen Kapitalkreise, die bis dahin dazu geneigt hatte, gestützt auf die Rechtsparteien und die militaristischen Verbände wie den Stahlhelm die Monarchie wieder zu errichten, sich auf eine andere erfolgversprechende Möglichkeit hin zu orientieren – auf eine bürgerliche Partei faschistischen Typs, wie sie Hitler im Begriff war aufzubauen. Nach dem erfolgreichen „Marsch auf Rom“ begannen dann Ruhrschwerindustrielle um Thyssen und Stinnes Hitler und Ludendorff finanziell kräftig zu unterstützen, damit es diesen gelinge, an der Spitze der bayrischen Reaktion nach dem Vorbild Mussolinis einen ebenso erfolgreichen „Marsch auf Berlin“ durchzuführen. Die führenden Kreise des deutschen Kapitals orientierten sich in Auswertung der 1922 praktizierten römischen Kombination von Putsch mit anschließender „legaler“ Machtübergabe dahingehend, Hitler auf einem ähnlichen Weg an die Macht zu verhelfen, wobei der Schwerpunkt auf den SA-Terror zur Zerschlagung der Arbeiterbewegung gelegt wurde (Gossweiler, a. a. O., S 304, 320 f.). Hitler und die deutschen Faschisten konnten, als sie dann 1933 an die Macht kamen, nicht nur auf ein Jahrzehnt Erfahrungen der Mussolini-Diktatur zurückgreifen, sondern auch deren Schwächen und Fehler auswerten.
Mit strategischem Weitblick wandte sich Kurt nach dem Sieg der Konterrevolution in der UdSSR und den sozialistischen Ländern Osteuropas einem neuem Forschungsschwerpunkt zu: Der Untersuchung, welche Rolle das Entstehen neuer Erscheinungsformen des Revisionismus in der KPdSU und den kommunistischen und Arbeiterparteien in Osteuropa spielte. Er bewies auf der Grundlage fundierten Quellenstudiums, dass im Ergebnis des Zweiten Weltkrieges, der insgesamt die Möglichkeiten für das weitere Voranschreiten des revolutionären Weltprozesses erweiterte, zugleich Bedingungen entstanden, die der bürgerlichen Ideologie – vor allem in Gestalt neuer Erscheinungsformen des Revisionismus, auch „moderner Revisionismus“ genannt – Wege des Eindringens nunmehr in die kommunistischen Parteien an der Macht einschließlich der KPdSU eröffneten. Kurt schätzte in „Wider den Revisionismus“ (München, 1997) ein, die Antihitlerkoalition habe „in Teilen der Bewegung Illusionen über den Imperialismus genährt; nur der deutsche, italienische und japanische Imperialismus seien ‚böse‘ Imperialismen, die imperialistischen Bundesgenossen dagegen repräsentierten einen ‚guten‘ Imperialismus, von dem keine Gefahr für den Sozialismus mehr ausginge.“
In den folgenden zwei Bänden „Die Taubenfußchronik oder die Chruschtschowiade“, Bd. I 1953 bis 1957, Bd. II 1957 bis 1976, (Verlag zur Förderung der wissenschaftlichen Weltanschauung, München 1997 bzw. 2002/2005), wurde die schillernde Karriere von Nikita S. Chruschtschow und sein Kurs zwischen Revisionismus und flexibler Außenpolitik zu einem Schwerpunkt der Forschungen Kurts. Er legte, wie gewohnt, mit fundierten Quellen, Chruschtschows Rolle an der Spitze der KPdSU als Wegbereiter des modernen Revisionismus dar, der später Gorbatschow den Weg an die Macht ebnete und zur entscheidenden Ursache der sozialistischen Niederlage 1989/90 wurde.
Chruschtschows Vorgehen war, wie Kurt mehrfach betonte, nicht einfach zu durchschauen, da er stets als Marxist-Leninist und Verteidiger dieser Weltanschauung auftrat. In seiner elfjährigen Amtszeit verabsolutierte er bei dem Versuch, die starren Fronten des kalten Krieges durch flexible Methoden in der Außenpolitik zu durchbrechen, die Politik der friedlichen Koexistenz zwischen Staaten unterschiedlicher Gesellschaftsordnungen und höhlte sie als Form des Klassenkampfes aus. Damit einher ging die Verallgemeinerung eines friedlichen parlamentarischen Weges zum Sozialismus. Zur Begründung seiner Absetzung wurden der sich verschärfende Konflikt mit der VR China und eine verfehlte Wirtschaftspolitik benannt. Die Auswirkungen seiner elfjährigen Amtszeit waren jedoch bedeutend tiefgreifender und wurden umfassend erst mit dem Untergang der UdSSR und des von ihr angeführten Sozialistischen Lagers in Osteuropa sichtbar. Chruschtschow ebnete Erscheinungen des Revisionismus in den an der Regierung befindlichen kommunistischen Parteien Osteuropas als auch in den kapitalistischen Industriestaaten den Weg.
Kurt schätzte ein, welch verheerende Auswirkungen auf die kommunistische Weltbewegung 1956 der XX. Parteitag der KPdSU hatte. Das betraf nicht nur die Art und Weise, wie Chruschtschow in seiner Geheimrede am Ende des Parteitages zur Rolle Stalins Stellung nahm. Das berechtigte Eingehen auf Unrecht und Gewaltanwendung wurde von Chruschtschow ohne jeden historischen Bezug und ohne eine generelle Einordnung in revolutionäre Prozesse, in Sonderheit der Entwicklung seit der Oktoberrevolution, vorgenommen. In keiner Weise wurde berücksichtigt, dass in allen Revolutionen der Terror immer von den Verteidigern der bestehenden Ausbeuterordnungen begonnen wurde und sich gegen die Revolutionäre richtete. In der KPdSU-Führung war Chruschtschows Rede weder kollektiv erörtert noch beschlossen worden. Sie wurde auch nicht als offizielles Parteidokument anerkannt und weder zu Chruschtschows noch Breshnews Zeiten veröffentlicht. Kurts von der Realität ausgehende Einschätzungen des Handelns Stalins nahmen seine Gegner zum Anlass, ihm vorzuwerfen, er verbreite „prostalinistische Historienversionen. 2
Zu den weitreichenden Auswirkungen des XX. Parteitages gehörte, dass er zum Konflikt mit der KP Chinas führte, die die Vorgehensweise Chruschtschows ablehnte, und er Deformierungen und Fehlentwicklungen in den sozialistischen Staaten bewirkte. Dazu gehörte, dass Chruschtschows Wirtschafts- und Sozialpolitik von Voluntarismus und Wunschdenken geprägt wurde: Verkündung des Aufbaus der Grundlagen des Kommunismus bis 1980, Überholung der höchstentwickelten kapitalistischen Staaten in der Pro-Kopf-Produktion, Orientierung an den konsumorientierten und parasitären Wertvorstellungen des Kapitalismus. Es wurde der abenteuerliche Kurs eingeschlagen, die Auseinandersetzung mit ihm auf dem Feld der Warenproduktion, auf dem dieser eine entscheidende Überlegenheit besaß, zu führen. Kurts außerordentliche Forschungsergebnisse würdigte die Humboldt-Universität 1988 mit der Verleihung der Ehrendoktorwürde.
Nach der Absetzung Chruschtschows wurde Leonid I. Breshnew Parteichef. Der unter Chruschtschow Fuß gefasste Revisionismus stagnierte zunächst, es wurde jedoch nichts unternommen, ihn zu überwinden. Er bildete den Nährboden, der Michael S. Gorbatschow an die Macht brachte. Dessen Ziel bestand, wie er nach der Niederlage des Sozialismus in Europa 1989/90 offen eingestand, schon lange, bevor er 1985 Generalsekretär wurde, darin, die sozialistischen Gesellschaftsordnungen zu liquidieren und eine kapitalistische Restauration durchzusetzen. 3
In zahlreichen Beiträgen, darunter die Schrift „Die vielen Schalen der Zwiebel Gorbatschow“, 4 hat sich Kurt mit den verheerenden Folgen der Politik dieses Renegaten und seiner Gefolgschaft auseinandergesetzt.
Auch Gorbatschow war, wie Kurt in dieser Schrift hervorhob, schwer zu durchschauen, da er lange Zeit seine Treue zum Leninismus beteuerte, während er Schritt für Schritt versuchte, zu beweisen, dass „Elementarsätze des Leninismus nicht mehr gültig “ seien, dass sich die imperialistischen Widersprüche “modifizieren lassen”, und die Frage nach dem Wesen des Imperialismus (in dem “die größte Kriegsgefahr wurzelte”), auf “neue Art” zu beantworten wäre, man eine „sichere Welt nicht gegen den Imperialismus erkämpfen“ sondern sie “zusammen mit ihm aufbauen” müsse, und weiter, wenn „der Kapitalismus in der Lage“ sei, sich „vom Militarismus frei zu machen“ er ohne ihn „ökonomisch funktionieren” könne. Das gipfelte schließlich in Phrasen, dass „ wir vor einer historischen Wahl“ stehen, die „ diktiert wird, durch die Gesetzmäßigkeiten einer in vieler Hinsicht miteinander verbundenen und einheitlichen Welt.”In den „vielen Schalen der Zwiebel Gorbatschows“ zeigte Kurt, wie der Renegat den „offenen Angriff auf die ökonomische Grundlage des Sowjetstaates – das gesellschaftliche Eigentum an Produktionsmitteln“ einleitete. Das begann in der Landwirtschaft, wo „eine radikale Änderung der Eigentums- und Produktionsverhältnisse“, getarnt als „Übergang zu neuen Formen der Wirtschaftsführung und eine grundsätzliche Änderung der Leitungsmethoden“ durchgesetzt wurde, wobei Gorbatchow bereits betonte,„ich habe im Blick, dass es sich dabei um eine grundlegende Wandlung unserer Einstellung sowohl zur Entwicklung im Agrarsektor als auch in der gesamten Wirtschaft handelt“. Im Agrarsektor ging es dabei um „ein Maximum an Unterstützung für alles, was die Selbständigkeit, das Gefühl, Herr auf Grund und Boden zu sein, festigt”. In Wahrheit ging es, so Kurt, jedoch „um die Wiederbelebung der unproduktivsten, die Bauern, insbesondere die Bauernfrauen, am meisten versklavende Form bäuerlichen Wirtschaftens, des kleinbäuerlichen Familienbetriebs“. Und diese “Reform” lief auf die „Bildung einer neuen Kulakenklasse“, auf die „Verurteilung der Masse der Bauern zu einem Elendsdasein“ hinaus. Das ganze endete mit der Schale des „offenen Verzichts auf sozialistischen Internationalismus“ durch Propagierung des „gemeinsamen europäischen Hauses“ und die „Absage an die Oktoberrevolution“. Den „Kern“ der Zwiebel bildete, dass Gorbatschow in einem Interview für „Der Spiegel“ am 18. 1. 1993 sagte, dass, „meine politischen Sympathien der Sozialdemokratie gehören und der Idee von einem Sozialstaat nach Art der Bundesrepublik Deutschland“.
Für mich waren die Forschungsergebnisse Kurts auf seinen beiden Strecken Anlass, mich denselben Themen in Italien zuzuwenden: Der Kontinuität des Faschismus und dem Umsichgreifen des neuen Revisionismus. Waren doch die Auswirkungen des revisionistischen Kurses Gorbatschows auf die westeuropäischen kommunistischen Parteien in Italien besonders verheerend. Nach dem Tod von Generalsekretär Enrico Berlinguer am 7. Juni 1984 bekam die von ihm noch gezügelte revisionistische Strömung freie Hand für die weitere Sozialdemokratisierung. Als Gorbatschow 1985 das Amt des Generalsekretärs der KPdSU antrat, setzte sie sich endgültig als die Partei beherrschende Fraktion durch. Bereits auf dem 17. Kongress im April 1986 in Florenz schlug Berlinguers Nachfolger, Alessandro Natta, den Sozialisten vor, sich mit den Kommunisten zu einer neuen linken Partei zu vereinigen. ISP-Chef Craxi lehnte jedoch ab. Der sozialdemokratische Kurs verstärkte sich, als Achille Occhetto im Mai 1988 an die Spitze der IKP trat. Italien erlebte das Phänomen, dass seine KP, die besonders seit den 70er Jahren ihre Unabhängigkeit von Moskau betont, jegliche Führerrolle oder Übernahme sowjetischer Erfahrungen abgelehnt und 1982 gegenüber der KPdSU auch offiziell den „strappo“ (Bruch) verkündet hatte, plötzlich „moskauhörig“ wurde und sich völlig am Kurs Gorbatschows orientierte. Unmittelbar nach seiner Wahl kündigte Occhetto den für März 1989 einberufenen Kongress als „Parteitag der Wende“ an. Dessen Leitfigur war dann Gorbatschow, auf den sich Occhetto bereits in seiner Eröffnungsrede zehnmal als Hoffnungsträger berief. Die auf Video übermittelte Rede des KPdSU-Generalsekretärs wurde von der sozialdemokratischen Strömung, welche die Mehrheit der Delegierten stellte, stürmisch gefeiert. In seinen Beschlüssen erklärte der Kongress einen „Riformismo forte“ (tiefgreifenden Reformismus) zur „Leitlinie der Partei“. 1990/91 wandelten die Revisionisten dann die IKP in die sozialdemokratische Linkspartei PDS um und liquidierten die IKP. 5
Hier sei eingefügt, dass Gregor Gysi, Gorbatschow folgend, nachdem er an der Spitze einer Gruppe von „Reformern“ im Oktober 1989 das Politbüro der SED abgesetzt und selbst die Parteiführung übernommen hatte, nach Rom eilte, um bei Achille Occhetto Erfahrungen bei der „Heimkehr zur Sozialdemokratie“ zu sammeln. Zumal sich aus dem italienischen Parteinamen Partito Democratico della Sinistra auch noch die Namensgleichheit mit dem deutschen Parteikürzel PDS ergab. Er traf auch mit Sozialistenchef Bettino Craxi zusammen, der schon zu dieser Zeit der Korruption verdächtigt und deswegen 1994 zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt wurde. Da Craxi jedoch nicht bereit war, dem IKP-Vorschlag zu folgen und sich mit ihr zu einer neuen Linkspartei zu vereinigen, konnte Gysi, der sich mit dem Gedanken trug, auch hier das IKP-Modell aufzugreifen und der SPD den Beitritt seiner PDS anzutragen, nicht mit einem entsprechenden Signal nach Berlin zurückkehren. Er versuchte dennoch, die DKP im Vorfeld des „Vereinigungsprozesses“ auszuschalten. Sie sollte sich auflösen und ihre Mitglieder einzeln in die PDS eintreten. 6
In Italien war die so geschwächte Linke dann 1994 nicht in der Lage, die Übernahme der Regierung durch den Führer der faschistischen Forza Italia (FI), Silvio Berlusconi, zu verhindern, die dieser mit Unterbrechungen bis 2011 innehatte, was Literaturnobelpreisträger Dario Fo und Umberto Eco „übelstes faschistisches Erbe“ Mussolinis nannten. Und dieser Kurs wird unter Giorgia Meloni, der Führerin der Fratelli Italiens (FdI), die aus der 1946 wieder gegründeten faschistischen Partei Mussolinis in Gestalt des Movimento Sociale Italiano (MSI) hervorging, und 2022 an die Macht kam, fortgesetzt. 7
Von Kurt habe ich zu meinen Arbeiten immer viele wertvolle Ratschläge erhalten. Bis zuletzt hatte ich mit ihm einen engen Gedankenaustausch. Mit seinem Tod habe ich einen treuen Freund verloren, der mir noch immer sehr fehlt.
Unter dem Titel „Wider das Vergessen. Erinnern an verstorbene DDR-Historiker der Faschismus- und Weltkriegsforschung. Texte“ werden Erika Schwarz und Manfred Weißbecker ab Ende 2025 eine im Internet abrufbare Seite erstellen, die auch Kurt Gossweiler würdigen wird.
Anmerkungen:
1 Erweiterte Fassung eines Beitrages in der Zeitschrift „Offen-siv“, Heft 4, Juli-August 2017“.
2 Manfred Behrend: „Weißenseer Irrwege“. In: Christoph Junkei: „Der lange Schatten des Stalinismus: Sozialismus und Demokratie gestern und heute“. „ISP“, Köln, 2007.
3 Bericht der „Prawda Rossi“ vom 26. Juli 2000 über Gorbatschow vor einem Seminar an der US-amerikanischen Universität in Ankara im Herbst 1999. Zitiert in: Justus von Denkmann: Wahrheiten über Gorbatschow, Spotless, Berlin 2005, S. 13.
4 Erstveröffentlichung als Sonderdruck der „Kommunistischen Arbeiterzeitung“ (KAZ) München, Februar 1993, dann in der Zeitschrift „offensiv“, Dezember 1994, und schließlich in dem Sammelband von Kurt Gossweiler: „Wider den Revisionismus“ im Jahre 1997).
5 Giogio Galli: “Storia del PCI”, Mailand 1973.
6 Schrift des Autors: „Die Stunde der Opportunisten. Gregor Gysi griff 1989/90 die Liquidierung der italienischen PCI als Modell für seine PDS auf“, Schriftenreihe „Konsequent“ der DKP Berlin, Heft 1/2020. Neuauflage bei Amazon 2023.
7 Siehe zuletzt die Bücher; „Mussolini und kein Ende. Die Saat ist fruchtbar noch“ und „Giorgia Meloni und der italienische Faschismus“, PapyRossa Köln 2020 bzw. 2023.
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