Cristiano Ronaldo ist die Schwarze Bestie des FC Bayern – München verliert auch in Madrid

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Christiano Ronaldo. Real Madrid. Quelle: Pixabay, gemeinfrei, CC0 Public Domain

Berlin, Deutschland (Weltexpress). Der FC Bayern München wird in Madrid mitunter „la bestia negra“ genannt. Die Schwarze Bestie für den FC Bayern aber ist Cristiano Ronaldo. Fünf Mal in zwei Spielen im Viertelfinale der Champions League gegen den Rekordmeister der Männerfußball-Bundesliga brachte Ronaldo das Runde ins Eckige. Höchstwert.

Der Mann von Madeira, der in Madrid Fußball spielt, ist der Kaiser der Königsklasse. Der portugiesische Weltstar in Diensten der Königlichen ist der Stürmer mit den 100 Toren. Beim 4:2-Sieg gestern unter Flutlicht in der spanischen Hauptstadt erzielte der Portugiese die Treffer 98, 99 und 100.

Vor allem gegen den FC Bayern München machte der Mann, der schon fünfmal die Torjägerkrone in der höchsten UEFA-Liga holte, den Unterschied. Der Robert Lewandowski traf für den FCB nur einmal und zwar vom Elfmeterpunkt (53.). Der schwache Schiedsrichter Viktor Kassei aus Ungarn entschied zuvor auf Strafstoß, weil Arjen Robben im Strafraum fiel und Casemiro zu dicht dabei stand. So wie Robben fiel, so Kassei darauf hereingefallen sein. Dass das ein Zweikampf war, das ist keine Frage, aber ob das auch ein elfmeterwürdiges Foul war, das wird wohl unter Balltretern und deren Beobachtern strittig bleiben.

Ein Tor aus dem Spiel heraus erzielte weder der Pole noch dessen Mannschaftskameraden. Franck Ribéry und Robben, Lewandowski und Arturo Vidal, sie alle und noch viel mehr vergaben Chancen.

Das zweite Tor, das den Gästen aus München bei Real Madrid gutgeschrieben wurde, war ein Eigentor von Sergio Ramos (78.). Zuvor traf nach Flanke von Casemiro auf den CR7 genannten Ronaldo zum 1:1.

Weil es nach 90 Minuten plus Nachspielzeit 2:1 für die Gäste aus München stand, wo Real Madrid eine Woche zuvor 2:1 gewann, ging das entscheidende Viertelfinalspiel in die Verlängerung. Der Meister aus München musste diese mit einem Mann weniger auf dem Platz angehen. Vidal kassierte bereits in der fünften Spielminute eine gelbe Karte und in der 84. eine Gelb-Rote-Karte von Kassei. Selten wird so früh Gelb gegeben und die zweite Karte war eine absolute Fehlentscheidung. Ein Witz, aber weder für Vidal noch für Fußballer und Fans des FC Bayern ein lustiger. Im Gegenteil, Casemiro hätte das Spiel nicht bis zum Schluss bestreiten dürfen. Der Spanier hätte längst Rot sehen müssen.

Witzig aber für Bayern München nicht zum Lachen waren zwei Abseitstore. Erst als die Bayern dezimiert waren, schlug Real zu. Das vorentscheidende 2:2 von Ronaldo war ein Abseitstor (105.). Auch beim entscheidenden 3:2 stand Ronaldo im Abseits (109.). Absolute Fehlentscheidungen der völlig überforderten Schiedsrichter. Das 4:2 von Marco Asensio nach einem sehenswerten Solo war Kür und weder für Real Madrid noch für den FC Bayern von Belang.

Mindestens eine Hand voll wenn nicht gar ein Dutzend Fehlentscheidungen von Schiedsrichter Kassei und seinen Hilfsschiedsrichtern, dass war nicht nur eine umstrittene, eine schlechte Leistung, die alles andere als unerheblich auf das Spiel zu nennen ist, das war verheerend. Bayern München ist verpfiffen worden. Punkt. Mit Zehn gegen 13 (zu den elf Real-Spielern darf man getrost das Heimpublikum im ausverkauften Estadio Santiago Bernabéu als Zwölften Mann hinzuzählen und den „Unparteiischen“ muss man dazuzählen) kann man nicht gewinnen. Das ist aber nur die eine Seite der Wahrheit.

Dass sich der FC Bayern München von nur einem Mann zwei Tore im Hinspiel und drei Tore im Rückspiel einschenken lässt, das ist ganz schwach. Auch die Effizienz der eigenen Angreifer war augenscheinlich nicht ausreichend. Sie war nicht nur mangelhaft sondern ungenügend. Setzen. Sechs.

Auch die Auswechslungen durch Cheftrainer Carlo Ancelotti waren alles andere als glücklich. Warum Douglas Costa für Ribery (71.)? Warum Thomas Müller für Xabi Alonso (75.)? Warum Joshua Kimmich für Lewandowski (88.)? Dass bei einem Schiedsrichter wie Kassei eine Gelb-Rote-Karte für Vidal kommen könnte, das hätten Tausende von Hobby-Trainern in Deutschland vorausgesagt, und dass die Alten bei Bayern München immer müder werden, das auch.

Mit Ribery und Robben ist keine Champions League mehr zu gewinnen, mit Alonso und Lahm sowieso nicht, die beiden hören nach dieser Saison auf, und genau so wenig mit Costa und Kingsley Coman, die nicht gut genug sind. Alt- und Hausbackenes mag für die Bundesliga reichen, aber nicht in der CL. Dafür braucht es Männer wie CR7.

Nebenbei bemerkt wurden nicht nur die Spieler des FC Bayern München in Madrid geschlagen, auch mehrere Fans und zwar von spanischen Polizisten.

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