Hamburg (Weltexpress) - Es war einmal eine reiche Frau, die an der Seite ihres geliebten Mannes die ganze Welt bereist hatte. Als ihr Gatte starb, beschloss sie, allein ihr Heimatland zu erkunden. Doch Einzelzimmer in Schweizer Hotels waren klein, hässlich und obendrein teuer. So leistete sie sich weiterhin Doppelzimmer. Doch der Anblick des leeren Bettes erinnerte die Witwe schmerzlich an ihren Verlust und im Speisesaal saß sie meist allein. „Es müsste Hotels geben, die den Bedürfnissen von Alleinreisenden entgegen kommen“, dachte sie traurig. Da erschien ihr eines Nachts ihr verstorbener Mann und riet: „Eröffne doch selbst ein solches Haus.“
Frankfurt am Main (Weltexpress) - Wir machen in der Ausstellung zeitlich einen großen Sprung zu den glasierten Keramikreliefs des Andrea della Robbia (1435-1525) nach 1485. ’Die Kommunion der Magdalena’ aus einer Mailänder Privatsammlung, eine viereckige Tafel im Maße 50,5 x 39,5 cm, zeigt ein Vorgehen, das der Neffe des Luca, der die Werkstatt des Andrea fortführte und schon bei dessen Tod 1482 selbst ein berühmter Künstler war, dann fast in Massenproduktion beibehält. Es sind die jeweils blauen Hintergründe, die mal den Himmel/Ewigkeit, mal das Meer andeuten und es sind die mit richtigen Bäumen, mit grünem Blattwerk und braunen Stämmen, geschmückte Tafeln, die das Geschehen auf der Erde atmosphärisch begleiten, wie in der Höhle, in der vom Engel - ja einem weißen, wie alle Figuren - Christus mit Heiligenschein der knienden und büßenden Magdalena die Hostie aus dem Kelch reicht.
Frankfurt am Main (Weltexpress) - Wer wirklich die Familie Della Robbia, verkörpert in ihren Hauptprotagonisten Luca und Andrea nicht auseinanderhalten konnte, weil der Blick auf das gleiche Material, die glasierte Keramik, eine Ähnlichkeit suggerierte, die nicht da ist, der lernte in der Ausstellung in Arezzo so dazu, daß kein Zweifel mehr möglich blieb. Denn Luca della Robbia war eingruppiert in die Meister seiner Zeit, die allesamt einen Madonnentyp gestaltet hatten, der in seiner Lieblichkeit und Rührung nie wieder erreicht wurde oder wenn, ins Kitschige abglitt, was diese frühen Madonnen nicht tun. Die Zusammenarbeit mit Lorenzo Ghiberti kann man sehen. Aus der Werkstatt des Ghiberti stammen die Mutter-Kind-Darstellungen, die aus Petersburg kommen (1410/1420) oder die - sehr ähnlich und aus der gleichen Zeit - heute in Siena sind, auch die ’Madonna col Bambino’ von 1420/30 aus Florenz, Skulpturen, die alle eine große Zärtlichkeit ausstrahlen, eine so innige Verbundenheit zwischen Mutter und Kind, wobei diese Madonnen alle diesen nach innen gewendeten Blick tragen, den Donatello eingeführt hatte, in dem er die Mutteraugen schon erblicken läßt, was einst das Kreuzesschicksal des kleinen Buben sein wird, der noch völlig unbelastet sich an die Mutter schmiegt, mit ihr eins wird.
Hamburg (Weltexpress) - Sanfte Wellen umspielen Natalias schneeweißen, über acht Meter langen Körper und schaukeln ihn leicht hin und her. Eine Woche lang wird sie mit uns im Weichselwerder im Norden Polens unterwegs sein. Sich in die Hände von unerfahrenen Skippern begeben, die gerade noch wissen, wo Backbord und Steuerbord ist, aber ansonsten keinerlei nautische Kenntnisse haben. Einen Führerschein benötigt man nicht, um das 12 PS starke Hausboot zu steuern.
Hamburg (Weltexpress) - Es ist immer wieder faszinierend, eine Landschaft vom Wasser aus zu erleben. Zum Beispiel von Bord des Fünf-Sterne-Flussschiffes „Cézanne“ der Peter Deilmann Reederei auf der Seine zwischen Paris und der Normandie. Zumal wenn die Fahrt mit einem Sprachkurs verbunden wird. Er umfasst - nach vorheriger Einstufung der Französisch-“Studenten“ - eine Woche Französisch an Bord von Montag bis Freitag mit vier Stunden pro Tag í  45 Minuten inkl. Lehrbuch. Dazu kommt die Begleitung der kompetenten Lehrkraft bei ausgewählten Landausflügen. Und nach Ende der Sprach-Kreuzfahrt erhält jeder Teilnehmer ein Zertifikat.
Berlin (Weltexpress) - Das Fernweh vieler Reiselustiger und die allgemeine Finanzlage stehen dieses Jahr oft in Kontrast. Mancher Bundesbürger, der bisher mit Zielen in Übersee geliebäugelt hat, wird sich auf inländische Urlaubsregionen konzentrieren und dabei von ihrem Charme und der Vielfalt überrascht sein. Deutschland bietet eine Fülle von kontrastreichen Ferienmöglichkeiten zwischen dem Gebirge in Bayern und den Sanddünen auf Sylt, alles innerhalb eines Fahrtages zu erreichen, sofern man sich während der Sommermonate auf der Autobahn wohl fühlt.
Hamburg (Weltexpress) - Klaus Störtebeker lebt! Auf der Naturbühne Ralswiek geht`s wieder hoch her: 150 Mitwirkende, vier Schiffe, dreißig Pferde, halsbrecherische Stunts, Kanonendonner, Seeschlachten, Falken- und Adler-Show und ein Feuerwerk. Der malerische Jasmunder Bodden auf der Insel Rügen ist ab 20. Juni wieder in der Hand von Seeräuberlegende Klaus Störtebeker. Bis 5. September 2009 werden montags bis samstags ab 20 Uhr die Segel gesetzt.
Frankfurt (Weltexpress) - Ein Stilbruch. Ein absoluter Stilbruch, den Harry Kupfer sich da mit den zwei kurzbekittelten Krankenschwestern leistet, Assistenzfiguren, die auf Stöckelschuhen den fast schon debilen Prälaten im Rollstuhl zum Konzil zu Trient im Jahr 1563 führen. Denn Frauen kommen in dieser Oper nicht vor. Es sei denn sängerisch als Hosenrolle, wie Palestrinas Sohn Ighino (Britta Stallmeister) und sein Schüler Silla (Claudia Mahnke), die sich als Jungmänner von der gewaltigen Vielfalt der Bässe vom hellen Ton her einfach abheben müssen. Und es sei denn als Geist, die Erscheinung der Lukrezia, Palestrinas verstorbener Frau, deren Tod den alten Meister so in die Verzweiflung stürzte, daß sein Genius fortan ausgetrocknet blieb. Aber wie es mit den Frauen, dem Weggeschobenen und Verdrängten so geht, sie spielen in diesem reinen Männer- und Machtstück mit 40 Mitwirkenden dennoch die entscheidende Rolle. Denn so wie Lukrezias Tod den Komponisten schachmatt setzte, so kann er erst nach ihrem aufmunterndem, kraftgebenden postmortalem Erscheinen in der Gefängniszelle im ersten Akt wieder komponieren und notiert in einer einzigen Nacht die ganze, vom Papst von ihm geforderte Messe. Mensch und Genius sind wieder vereint, der Künstler neu geboren und gleichzeitig mit dieser heroischen Tat wieder geschieden. Der Leib des Palestrina wird in geschickter Regie von Harry Kupfer mehrdeutig mit einem schwarzen Tuch bedeckt, tot?
Wien (Weltexpress) - Na, das ist dann doch etwas salopp formuliert und macht den wirklich schönen und auch hinterfotzigen Zeichnungen und Stichen des wundersamen Löschenkohl zu wenig Ehre, die er zusammen mit Texten untern Volk brachte, diese also mit der Bild-Zeitung zu vergleichen. Aber die Funktion, die ist schon die gleiche. Denn man muß sich einmal vorstellen, wie in einer Zeit ohne Rundfunk, ohne Fernsehen, ohne Film, ohne Internet sich die Neuigkeiten in der Welt verbreitet haben? Ganz früher, im Mittelalter und noch lange danach, da gab es die Verkünder, die mit der Trommel über die Marktplätze zogen und die schaurigsten Geschichten gleich in Reimform der staunenden Bevölkerung boten. Das waren die Moritatensänger. Und Mord und Totschlag war besonders begehrt. Aber Löschenkohl, der machte etwas anderes, der nutzte die technischen Möglichkeiten der Zeit. Dazu gleich mehr.
Wien (Weltexpress) - Unglücke nämlich machten sich besonders gut. Und der gute Löschenkohl konnte sich gleichzeitig als Bewahrer des Fortschrittsglauben gerieren, denn Blanchards mißglückten Flugversuch untertitelt er nicht hämisch, sondern ehrerbietig: „Befiehlt das Element so muß die Kunst sich schmiegen./ Drum kann selbst Blanchard nicht in die hohen Lüfte fliegen./ Der Wind zerreißt den Ball, jedoch nicht Blanchards Ruhm/ Erfindung, Kunst und Muth verbliebt sein Eigenthum.“

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