Bad Oberdorf (Weltexpress). Was hüpft denn da für ein wilder Hase vor die Frontscheinwerfer meines Wohnmobils? Einmal kräftig ins Horn geblasen, schon wäre er weg. Nichts gegen diesen hoppelnden Hasen, aber ich, ich suche nicht diesen Hasen, ich suche den Hirsch.
Wien (Weltexpress) - An manchen Besuchern kann man schon verzweifeln, vor allem an manchen Besuchern bestimmter Ausstellungen. Nein, Franz Anton Maulbertsch ist nicht van Gogh oder Picasso, aber beiliebe nicht schlechter, denn wie hier viele derjenigen, die durch die Türe der Ausstellung treten, gleich weitergehen, ohne den Bildern Beachtung zu schenken, zeigt, daß eben diese keinen Sinne für Kunst, für Farbe, für Licht haben, alles Dinge, die dieser Barockmaler so nebenbei auch noch inszeniert, um ein Bildmotiv zu höchster Steigerung zu bringen. Eine Malerei, für die man Zeit braucht, dann aber kann es passieren, daß man eine Stunde vor „Das letzte Abendmahl“ steht, einem Gemälde von 134,5 x 2,25 m und der Entstehungszeit 1756/57, das der Residenzgalerie Salzburg gehört und uns am hellichten Mittag so in Bann schlägt, daß Raum und Zeit vergessen werden und man sich auf einmal zugeben muß, daß man sich verliebt hat, daß man sich in dieses Bild von Franz Anton Maulbertsch verliebt hat.
Berlin, Deutschland; Dublin, Irland (Weltexpress). Pilger-, Studien- und Wandereisen? Mit dem Bayerischen Pilgerbüro? Nach Irland? Alles, nur das nicht, mögen freie Geister garstig reden, liberale Lästermäuler von sich geben, Dichter denken und Denker dichten. Doch statt die Angebote an Pilger-, Studien- und Wanderreisen mit dem Bayerischen Pilgerbüro nach Irland nur zu studieren - die neuesten Exemplare liegen uns frisch vor -, kommt es darauf an, sie auszuprobieren. Das gilt auch abseits des Glaubens und also für Freunde der Vernunft, Leser des Weltexpress.
Frankfurt am Main, Hessen, Deutschland (Weltexpress). Der langsame Wechsel im Wandel zweier Schritte vor und einem zurück brachte das Bürgertum an die Stelle der Stadtaristokratie, wobei Teile der aristokratischen Herrschaft des bürgerlichen Patriziats als alteingesessene städtische Oberschicht bis heute die Stadtkultur prägen, auch wenn ihr politischer Einfluß ziemlich gering und dem des neuen Geldadels gewichen ist.
Frankfurt am Main (Weltexpress) - Ausgerechnet Louisiana. Ausgerechnet der Welt in die Natur am sinnfälligsten und natürlichsten eingebautes Museum zeigt, wie man mit grüner Planung die Erde in unseren schrumpfenden Städten lebenswerter machen kann, machen muß, will der Mensch in ihnen überleben und das auch noch zu günstigen gesellschaftlichen Konditionen. Mit einem Wort: In berückender grüner Umgebung hat das Museum in Louisiana in einem zweigeschossigen Horror Vacui Visionen in Modellen, Fotos, Zeichnungen, Simulationen und echten Bäumen aneinandergereiht, übereinandergestapelt, in den Weg gestellt, die auch dem letzten klar machen, daß Ökonomie und Ökologie so zusammengehören wie Schönheit und Natur. Tatsächlich ist das eine der tiefsten Erkenntnisse, wie allein die Gegenwart von Grün, auch in den Modellen beim Betrachten der Hochhäuser, in einem einen Entspannungsvorgang in Gang setzen und man durchatmet, so als ob man sich selber im Editt Tower, beispielsweise im 33. Stock inmitten von Schlingpflanzen befindet, mitten in Singapur, dessen unorthodoxe offene Glasfassade von Innen her durch die grüne Pflanzung wie gesprengt erscheint und wie geschichtet auch, wo auf jede durchsichtige Brotscheibe eine Lage von Grün kommt. Wie schon wieder Singapur? Das verfolgt uns noch, wo doch der literarische Feng Shui Meister C.F. Wong zu Hause ist und fengshuisiert.
Hamburg (Weltexpress) - Ehemalige Jugoslawien-Freunde dürfen sich freuen. Wo ein unter General Tito erbautes Bungalow-Feriendorf Anhänger der Freikörperkultur erfreute, entsteht derzeit nach Abriss der alten Anlage das größte Ferienresort Kroatiens. 30 Hektar groß, was 45 Fußballfeldern entspricht. 25 Minuten vom Flughafen der historischen Adria-Stadt Zadar auf der gleichnamigen Halbinsel ist die erste Etappe des 210-Millionen-Euro-Projekts im Juli bewohnbar: das 4-Sterne-Familienhotel „Diadora“.
Darmstadt, Hessen, Deutschland (Weltexpress). „Für uns, als wir jung waren, begann das 20. Jahrhundert, als Versprechen wie als Aufgabe, recht eigentlich in Darmstadt.“ Der 1963 verstorbene erste Bundespräsident Deutschlands Theodor Heuss war sich der Besonderheit der südhessischen kleinen Großstadt am Rande des Odenwalds bewusst. Die Stadt der Wissenschaft und Künste mit Sehenswürdigkeiten wie Schloss, Altes Rathaus, Stadtkirche, Pädagog, Ludwigskirche, Porzellanschlösschen, Hessisches Landesmuseum, im Krieg stark zerstört und derzeit in Sanierung, machte nicht den Fehler, im Neubau-Wahn der Nachkriegsjahre alles Alte abzureißen. Behutsam widmete sie sich auch dem Kleinod, das die Stadt schon zwischen den Jahren 1901 und 1914 mit vier Ausstellungen international berühmt gemacht hatte: die Mathildenhöhe.
Bonn/Berlin (Weltexpress) - Der Bonner Förderverein Gut-Nass schlägt seinen Vorsitzenden Frank Baumgarten für die Wahl zum Bundespräsidenten vor. Dies entschied der Verein in einer internen Sitzung. "Ja, ich möchte mich ernsthaft für dieses Amt bewerben und eine neue Herausforderung annehmen. Die karnevalistische Jahreszeit ist kein Geburtshelfer dieses Gedanken", erklärte der 48-jährige Baumgarten am Sonntag.

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