Zur Paketbombe von Potsdam – DHL wird erpresst

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DHL
Luftfracht mit der DHL. Quelle: Pixabay

Potsdam, Deutschland (Weltexpress). Die Paketbombe am Freitag in Potsdam, die einen Bombenalarm und die Sperrung von Teilen der Potsdamer Innenstadt auslöste, richtete sich nicht gegen einen Weihnachtsmarkt sondern gegen den Paketdienst DHL.

Paketboten und Paketempfänger werden terrorisiert

Das 1969 in San Francisco gegründete Unternehmen gehört sein 2002 als DHL International GmbH zum Konzern Deutsche Post DHL Group. Die DHL, die in den Bereichen Paket, Express und Logistik tätig ist, lieferte am Freitag an eine Apotheke am Weihnachtsmarkt ein Paket.

WELTEXPRESS berichtete unter dem Titel „Weihnachtsmarkt „Blauer Lichterglanz“ oder Polizei sperrt Weihnachtsmarkt in Potsdam„.

Das Paket wurde als verdächtig erkannt und die Polizei alarmiert. Ein Roboter zerstörte die Bombe mit einem Hochdruck-Wasserstrahl.

Die Polizei teilte heute mit, dass diese Paketbombe „zündfähig“ gewesen sei und der entschärften Bombe ein Erpresserbrief beilag. Darüber klärten der wegen verkorksten Ermittlungen im „Maskenmann“-Fall umstrittene Polizeipräsident Hans-Jürgen Mörke, Brandenburgs Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) und andere am heutigen Sonntag während einer Pressekonferenz in Potsdam auf.

Die Polizei bittet um Mithilfe

wegen versuchter Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion und sucht Zeugen, die am Donnerstag zwischen 6.30 Uhr und 7.15 Uhr an der DHL-Packstation Kantstraße Ecke Roseggerstraße Beobachtungen gemacht haben. Hinweise werden an das Polizeipräsidium Potsdam unter Telefon 0331 505950 erbeten.

Der Paketzustellers DHL werde um Millionen Euro erpresst. Der oder die Täter würden dabei „schwerste Verletzungen der Adressaten oder sogar deren Tötung billigend in Kauf“ nehmen, hieß es auf der Pressekonferenz in Potsdam. Die Paketbombe von Potsdam sei die zweite. Laut Schröter sei eine ähnliche Lieferung vor einiger Zeit in Frankfurt an der Oder aufgetaucht.

Potsdams Oberstaatsanwalt Heinricht Junker erklärte, dass der oder die Täter in einem Erpresserschreiben weiteren Paketen mit Sprengsätzen angedroht hätten, sollten die Forderungen an den Paketdienst DHL nicht erfüllt werden.

Was sagt die DHL dazu?

Auf der Website der DHL werden aktuell nicht Erpresser gesucht, sondern Zusteller für die Weihnachtssaison.

Genauer suchen „Deutsche Post und DHL … Anpacker für die Weihnachtssaison. Unterstützen Sie uns bei der Bearbeitung oder Zustellung von Briefen und Paketen.“ Und ohne mit der Wimper zu zucken, heißt es: „Aushilfsjobs! Gut bezahlt!“ Viel Vergnügen!

Und allen anderen wünschen wir viel Erfolg bei der Suchen nach den Verbrechern.

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