Zum Tod von Roger Cicero

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Roger Cicero. Quelle/Copyright ©/Foto: Andreas Richter

Berlin, Deutschland (Weltexpress). Am Abend des 24. März 2016 starb Roger Cicero im Kreise seiner Lieben. Der 45-jährige Künstler, der 1970 in Berlin als Sohn des Jazz-Künstlers Eugen Cicero das Licht der Welt erblickte und dessen Karriere beim Rundfunk im amerikanischen Sektor begann, verstarb an den Folgen eines Hirninfarktes.

Die Semmel Concerts Entertainment GmbH teilt mit, dass der Musiker, der den Swing in die bundesdeutschen Charts brachte, „erst kürzlich mit seinen aktuellen Projekten ‚Cicero Sings Sinatra‘ und ‚The Roger Cicero Jazz Experience‘ jeweils für einen Echo 2016 nominiert“ worden sei. Die „Cicero-Sings-Sinatra“-Tour war ausverkauft und stand kurz vor dem Start. Keine Frage: Für Roger Cicero war Frank Sinatra ein Vorbild. Die „Cicero-Sings-Sinatra“-CD mit 20 Stücken aus Tausend Titel von Sinatra ist ein Hit und „das Album … ein Bestseller“, wie Hans Hielscher heute in „Spiegel-Online“ schreibt.

In einer Presseinformation von Semmel Concerts Entertainment (Bayreuth, 3. November 2015), heißt es: „Big Band Swing kombiniert mit hintersinnigen deutschen Texten – das ist es, womit sich Roger Cicero beim Publikum einen Namen gemacht hat. Mit seinem Debütalbum ‚Männersachen‘ gelang ihm 2006 der große Durchbruch, der zu seinem 1. Echo als Künstler des Jahres führte. Zahlreiche Gold- und Platinauszeichnungen, unzählige Konzerte mit seiner Big Band und die Teilnahme an der mit dem Deutschen Fernsehpreis und einem Echo ausgezeichneten ersten VOX-Staffel ‚Sing meinen Song – Das Tauschkonzert‘ folgten. Über all die Jahre hinweg hegte Roger Cicero, Sohn eines weltweit renommierten Jazz-Pianisten und an der Hochschule der Künste in Amsterdam in Jazzgesang ausgebildete Vollblutmusiker, den Wunsch, seine favourite Songs mal ganz anders und in jazzigen Arrangements live zu präsentieren. Allein die Zeit dazu fehlte. Während eines Big Band Konzerts im Jahr 2012 ergab es sich im Backstage-Bereich, dass er mit der dreiköpfigen Rhythmusgruppe seiner Band darüber philosophierte. ‚Von der ersten Sekunde an waren alle von der Idee begeistert. Gleich der erste Proberaumversuch erwies sich als Bestätigung, das Projekt entwickelte und unglaubliche Energien vereinten sich – es sollte einfach so sein‘, sagt Roger Cicero rückblickend. ‚Von Anfang an stand bei den Proben nicht der Jazz im Vordergrund, sondern der jeweilige Song, den wir ungezwungen neu erfahren wollten. Die große musikalische Bandbreite, die wir uns mit der Jazz Experience gönnen, ist eine wunderbare Erfahrung, die sowohl unser Publikum als auch wir an jedem Konzertabend aufs Neue erleben dürfen.‘“

Wir werden Roger Cicero nie wieder live erleben, denn das Leben von Roger Cicero endete. Viel zu früh. Sein Tod macht uns traurig. Seine Musik aber bleibt unsterblich.

„Erschüttert und ungläubig stehen ich und mein Team vor dieser brutalen Nachricht. Unsere Gedanken und unser tiefstes Mitgefühl sind bei seiner Familie und den Angehörigen“, erklärt Dieter Semmelmann und bittet auf Wunsch der Familie „von Kondolenzbriefen Abstand zu nehmen. Roger Cicero würde sich sicher über eine Spende für die Organisation Save the children freuen, die er jahrelang unterstützt hat und die ihm sehr am Herzen lag.“

In diesem Sinne.

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