„vivavelo“ – Kongress der boomenden Fahrradbranche in Berlin – Gesamtumsatz rund 16 Milliarden Euro!

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© VSF
Berlin (Weltexpress) - Eine Branche wird sich nächste Woche in Berlin selbst feiern – und zwar zurecht. Die Zahlen der Fahrradhersteller, der Zubehörlieferanten und der Dienstleister sprechen auch eine deutliche Sprache: Rund 278.000 Menschen arbeiten in der Branche in Vollzeit, produzieren in Deutschland etwa 2,3 Millionen Fahrräder im Jahr und erwirtschaften einen Jahresumsatz von stolzen fünf Milliarden Euro.

Das Gesamtvolumen der Fahrradwirtschaft (einschließlich Fahrradtourismus) liegt aktuell bei 16,0 Milliarden Euro.

70 Millionen Fahrräder in Deutschland

In Deutschland werden jedes Jahr etwa vier Millionen Fahrräder und E-Bikes verkauft. Man schätzt das Wachstumspotenzial des Fahrradmarktes von 2010-2011 auf 3,65 Prozent, und in Deutschlands Haushalten befinden sich ca. 70 Millionen Fahrräder, rund 80 Prozent aller Bundesbürger über 18 Jahren besitzen mindestens ein Fahrrad.

Fahrräder werden immer teurer, aber auch besser

Und dies alles, obwohl die Durchschnittspreise für Fahrräder alleine in den Jahren 2008 bis 2010 um 19,2 Prozent gestiegen sind, für 2011 eine weitere, deutliche Steigerung erwartet wird. Im sogenannten Premiumfachhandel kostete ein Fahrrad im Jahr 2011 durchschnittlich 1089 Euro. Trotz dieser hohen Preise meldeten die Premiumhändler von Zuwachsraten um über fünf Prozent. Nicht zuletzt deshalb, da sich Ausstattung und Qualität enorm gesteigert haben.

Trend zum E-Bike

Unverkennbar der Boom hin zum Elektrofahrrad, dem „Pedelec“ (Pedal Electric Cycle). Waren es einst die älteren Radfahrer, die sich ein „Pedelec“ anschafften, sinkt die Altersquote der E-Bike-Käufer Jahr für Jahr. 2011 wurden in Deutschland knapp 300.000 „Pedelecs“ verkauft, der Durchschnittspreis im Fachhandel betrug 2011 ca. 1975 Euro.

„vivavelo“ – Kongress mit steigender Bedeutung

Mit solch beeindruckenden Zahlen im Hintergrund wird am 27./28. Februar der zweite „vivavelo-Kongress“ in der Landesvertretung von Nordrhein-Westfalen stattfinden. Initiator des Kongresses und Vorsitzender des VSF (Verbund Service und Fahrrad e.V., dem 213 Fachgeschäfte, vier ausländische Läden, 13 Projekte, 40 Hersteller und fünf außerordentliche Mitglieder angehören) ist Albert Herresthal, der auf einer Presskonferenz zusammen mit Deutschlands Fahrradpapst Gunnar Fehlau auf den Kongress einstimmte.

Herresthal sagte: „vivavelo 2012 versammelt Fahrradwirtschaft und Verbände mit einem attraktiven Programm in der Hauptstadt! Schließlich hat die Branche gute Gründe, sich in Berlin zu zeigen und ihre zunehmende Bedeutung zu dokumentieren. Konzept von vivavelo ist es, Branche, Politik und Medien zusammen zu bringen und den Dialog zu fördern. Der Radverkehr in Deutschland nimmt deutlich zu, und diese Entwicklung verlangt nach besseren Rahmenbedingungen auf der Straße und in den Köpfen. Deshalb wird bei vivavelo über die Begrenzung der Augenblicksperspektive hinaus gedacht: Wie wird sich die Branche weiter entwickeln? Welche Herausforderungen kommen auf uns zu? Welche positiven Beispiele gibt es? Was können wir dazu beitragen, dem Radverkehr künftig mehr Gewicht in Politik und Gesellschaft zu geben? Was ist vom neuen Nationalen Radverkehrsplan 2020 zu erwarten? Die Branche braucht diesen Zukunftskongress in Berlin, der von den engagierten Kräften aus Industrie, Handel und Handwerk getragen wird.“

Das Programm ist in der Tat beeindruckend und beginnt mit einer Radtour durch das Berliner Regierungsviertel. Im Mittelpunkt stehen aber Vorträge und Podiumsdiskussionen, über die wir noch berichten werden. Ein Höhepunkt dürfte jedoch die Überreichung des „VSF-Ethikpreises“ durch Prof. Klaus Töpfer sein.

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