US-Kommandant Robert Neller zur Truppe bei Trondheim: „Es wird Krieg geben“

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Robert Neller
U.S. Marine Lt. Gen. Robert B. Neller, poses for a command board photo at Arlington, Va., Aug. 31, 2015. Neller posed for his official command board photo as the 37th Commandant of the Marine Corps. (U.S. Marine Corps photo by Sgt. Gabriela Garcia/Not Released). Quelle: Wikimedia.org, gemeinfrei (Download 2017-12-25)

Berlin, Deutschland (Weltexpress). Zum angeblichen Fest des Friedens, womit die mehr oder weniger christlichen Weihnachten gemeint sind, ein kriegerisches Wort vom 1953 in East Lansing im US-Bundesstaat Michigan geborenen Robert Neller, der nicht nur ein General des United States Marine Corps war, sondern der Kommandant der Marine der Vereinigten Staaten von Amerika (USA) ist. In heißen Kriegen (im Irak) oder in kalten Kriegen (im NATO-Hauptquartier in Mons) war Neller dabei und weiß, was Sache ist: Krieg.

Laut Military.com soll der Kommandant gesagt haben: „I hope I’m wrong, but there’s a war coming,“ Neller said. “ … You’re in a fight here, an informational fight, a political fight, by your presence.“ „Ich hoffe, dass ich falsch liege. Aber es wird Krieg geben. Vergesst nicht, warum ihr hier seid“, soll der Oberboss der US-Marine vor 300 Soldaten bei einem Truppenbesuch in Norwegen jüngst gesagt haben.

„Just remember why you’re here,“ he said. „They’re watching. Just like you watch them, they watch you. We’ve got 300 Marines up here; we could go from 300 to 3,000 overnight. We could raise the bar“, wird Neller weiter zitiert. „Ich hoffe, dass ich falsch liege, aber es kommt ein Krieg. Vergesst nicht, warum ihr hier seid“, sagte US-General Neller bei Trondheim der Truppe, die sich „in einem Informationskampf, in einem politischen Kampf, Kampf durch eure Anwesenheit“ befände.

Robert Neller nannte zwar weder Land noch Leute, doch Norwegen grenzt unmittelbar an die Russische Föderation. Neller ist unter US-Präsident Donald Trump im Pentagon als „Joint Chiefs of Staff“ für die Notfallplanung zuständig, was seinen Worten zusätzliches Gewicht gibt. Deswegen wurde er in den USA aber auch in Europa jetzt viel zitiert. Außerdem erklärte Trump kürzlich Russland und China als „Herausforderungen der Macht, des Einflusses und der Interessen der USA“. Zudem ist die zentrale Botschaft der vergangenen Montag veröffentlichten National Security Strategy: Russland sei eine wachsende Gefahr für die USA.

Nellers Sprecher relativierte die Worte. Sein Chef habe die Soldaten motivieren wollen. „Ich kann mir keinen professionellen Militärführer vorstellen, der seinen Soldaten vorschlägt, nicht an einen Konflikt zu denken“, sagte Nellers Sprecher der „Washington Post“.

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