Unglückliche 26:27-Niederlage der Füchse Berlin im Spitzenspiel gegen die SG Flensburg-Handewitt

0
150
© Foto: Winfried Laube, 2015
Berlin, Deutschland (Weltexpress). Nach der Niederlage beim HSV Handball empfing der Tabellenachte Füchse Berlin mit dem Tabellendritten SG Flensburg-Handewitt die Mannschaft, die gerade erst den THW Kiel in eigener Halle aus dem Pokal-Wettbewerb warf.

Vor rund 9000 Zuschauern in der Berliner Max-Schmeling-Halle verloren die Berliner in ihrem Fuchsbau gegen den Pokalsieger knapp 26:27 (13:15). Es war ein starker Auftritt der Berliner und die Schiedsrichter waren durch zweifelhafte Entscheidungen an der unglücklichen Niederlage nicht ganz unbeteiligt.
Bob Hanning fand im Vorfeld für die Niederlage in Hamburg klare Worte: "Das war eine enttäuschende Vorstellung. Bei so vielen technischen Fehlern und Fehlwürfen und bei so vielen Gegentoren im Gegenstoß und Rückzugsverhalten ist es selbst schwer, gegen einen Zweitligisten zu gewinnen."
„Wir haben die letzte Woche gut trainiert, auch ein bisschen was Neues ausprobiert. Das Hinspiel war eng und am Ende haben wir etwas unglücklich einen Punkt verloren, aber am Sonntag ist wieder ein neues Spiel. Und die zwei Punkte wollen wir natürlich Zuhause behalten“, so Füchse-Coach Richardson vor dem Spiel. Dies gelang den Füchsen leider nicht.
Der Spielverlauf
Die Füchse Berlin begannen jedoch sehr konzentriert und mit einem starken Petr Stochl im Tor. Einen zwischenzeitlichen 8:4-Vorsprung der Hauptstädter konnten die Gäste aus Flensburg relativ schnell egalisieren. Das Spiel verlief bis zur siebten Minute der ersten Halbzeit ausgeglichen. Beide Teams schenkten sich nichts, es ging hart zur Sache.
Jetzt wurde auch Andersson immer besser und ein wichtiger Rückhalt seines Teams.
Die Flensburger wurden zum Ende der ersten Halbzeit stärker und führten zur Pause mit 13:15.
Beim direkten Vergleich der beiden besten Torschützen bis zur Pause stand es zwischen Nenadic und Glandorf 7:5.
Es blieb auch in der zweiten Halbzeit ein spannendes und packendes Bundesligaspiel. Fabian Wieder erzielte für die Füchse in der 39. Minute den Ausgleich zum 18:18. Und wenig später erzielte Vukovic in Unterzahl die 19:18-Führung für die Füchse. Das Unentschieden hatte auch zehn Minuten später noch Bestand (23:23).
Trotz eines hervorragenden Petar Nenadic und eines starken Petr Stochl verloren die Berliner überaus unglücklich die Partie. Ihnen fehlte in der Schlussphase die nötige Cleverness um gegen abgezockte Flensburger acht Sekunden vor Spielende noch einen Torwurf anzusetzen.
Bester Werfer für Berlin war Nenadic mit zwölf Toren , für Flensburg traf Glandorf achtmal.
Vor dem Spiel wurde der Vertrag zwischen Füchse Berlin und Fredrik Petersen aufgelöst
© Foto: Winfried Laube, 2015Die Füchse Berlin und ihr ehemaliger Kapitän Fredrik Petersen gehen getrennte Wege. Beide Seiten verständigten sich auf eine sofortige Vertragsauflösung. 
Linksaußen Fredrik Petersen hatte die Option zur Vertragsauflösung zum 30.06.2016 gezogen. Jetzt einigten sich beide Seiten in einem konstruktiven und vertrauensvollen Gespräch auf eine sofortige Trennung. "Wir sind Fredrik Petersen für die gemeinsamen zwei Jahre sehr dankbar", sagt Füchse-Geschäftsführer Bob Hanning. "Mit dem Gewinn des DHB-Pokals, des EHF-Cups und des Weltpokals wird er untrennbar mit der Geschichte der Füchse verbunden bleiben. Ich wünsche ihm aufrichtig alles Gute für seine weitere sportliche Zukunft", so Hanning weiter.
Fredrik Petersen war 2013 als frisch gebackener Champions League-Sieger vom HSV Handball nach Berlin gekommen. Mit den Füchsen gewann er 2014 mit dem DHB-Pokal den ersten Titel der Vereinsgeschichte, sowie 2015 den Europapokal und die Vereins-Weltmeisterschaft. Anfang der laufenden Saison wurde der schwedische Nationalspieler zum neuen Kapitän ernannt.
Beim heutigen Pflichtspiel gegen die SG Flensburg-Handewitt stand Petersen bereits nicht mehr im Kader.
Neuzugang im Rückraum – Füchse verpflichten Steffen Fäth
Nach dem Weggang von Ex-Kapitän Fredrik Petersen bauen die Füchse Berlin weiter am Team. Kurz vor der EM-Pause gibt es nun bereits eine Neuverpflichtung für die Saison 2016/2017 zu verkünden. Nationalspieler Steffen Fäth wechselt im Sommer 2016 von der HSG Wetzlar nach Berlin.
"Wir freuen uns sehr, dass sich Steffen für uns entschieden hat", sagt Füchse-Geschäftsführer Bob Hanning. "Er wird gemeinsam mit Paul Drux auf der Rückraumlinken Position ein Duo bilden. Er ist in den letzten Jahren menschlich gereift und zu einem absoluten Leistungsträger in Wetzlar geworden. Ich glaube, er wird uns sehr helfen beim Erreichen unserer Ziele in den nächsten Jahren", so Hanning. Fäth kommt im Sommer 2016 nach Berlin und bekommt einen Zweijahresvertrag.
"Ich bin voller Vorfreude. Das wird für mich eine neue Herausforderung, die ich gerne annehme", sagt Steffen Fäth. "Ich habe mit mehreren Vereinen verhandelt und bei den Füchsen hat mich einfach das Gesamtkonzept überzeugt. Die Mannschaft, die Stadt, die Trainingsmöglichkeiten, der Trainer – das passt alles. Ich kenne auch schon einige Jungs aus der Mannschaft, deswegen wird es sicher leicht, mich zu integrieren." Neben der neuen sportlichen Aufgabe freut sich der 25-Jährige auch auf Berlin: "Ich kenne Berlin ein bisschen, ich war ein paar Mal da. Das ist schon ein Riesen-Kontrast zu Wetzlar und ich komme ja aus einem Vorort von Frankfurt, so dass das also auch eine ganz neue Erfahrung für mich wird."
Sein Bundesliga-Debüt hatte Fäth 2008 im Trikot der Rhein-Neckar Löwen. Nach einem Jahr beim VfL Gummersbach wechselte er 2010 zur HSG Wetzlar. Dort entwickelte sich der Rückraumlinke nicht nur zu einem wichtigen Führungsspieler, sondern trägt seit Sommer auch die Kapitänsbinde. Im April 2010 stand Fäth zum ersten Mal im Kader der Nationalmannschaft. Auch für die im Januar anstehende EM in Polen wurde er von Bundestrainer Dagur Sigurdsson nominiert.
Anzeige