Trump welcome – G21-Treffen in Hamburg

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Hamburger Hafen
Eine Hamburger Ansicht. Quelle. Pixabay

Hamburg, Deutschland (Weltexpress). Das wird was werden. Da kommt jemand als US-Präsident zum Treffen der Staats-und Regierungschefs aus dem sogenannten G20-Format nach Hamburg und man weiß nicht, ob er mehr als das Weiße Haus in Washington repräsentiert. Nach eigenem Bekunden vom letzten Wochenende befindet er sich im Belagerungszustand seiner parteiübergreifenden innenpolitischen Gegner in seinem Heimatland. Hinzu kommt, dass er ein Land besucht, das in fast hündischer Abhängigkeit seinen Amtsvorgängern seit 1945 zu huldigen pflegte. Ihn, den jetzigen amerikanischen Präsidenten, kann nur die Gewißheit beschleichen, dass er es nicht schaffen dürfte, zu einem der deutschen Kirchentage eingeladen zu werden. Dabei macht es überhaupt keinen Unterschied, zu welcher der bekannten Kanonen-Segner-Konfessionen er sich bekennen könnte. Sowohl aus der evangelischen Kirche in Deutschland noch der Katholischen Bischofskonferenz dürfte ihn jemals eine Einladung wie seinen Amtsvorgänger Obama erreichen. Der watete in seiner gesamten Amtszeit in Blut, aber das störte und stört die Kirchenoberen nicht. Präsident Trump könnte Frieden und Ausgleich auf dem Globus bringen und das macht ihn über die Kirchen hinweg so verhasst. Die Bilder, die Präsident Trump neben dem derzeitigen Oberhaupt der Katholischen Kirche im Vatikan bei seinem ersten Besuch nach Amtsantritt zeigten, sprachen doch Bände.

Obama sitzt als der Wiedergänger in Hamburg mit am Tisch

Hamburg steht in Deutschland sowohl für eine weltoffene Stadt als auch für sehr spezielle Verbindungen zu den Vereinigten Staaten. Dieses jetzt für den 7. und 8. Juli 2017 angesetzte Treffen wird von einer besonderen Art sein. Dafür steht schon die Gastgeberin in der Person der deutschen Bundeskanzlerin. Wenn diese den US-Präsidenten Trump begrüßt, hat jeder Betrachter dieser Szene eine spezielle Vorstellung. Sie wird durch ihn gleichsam hindurchsehen und das für sie eigentliche Amerika der Obama, Clinton, Soros, McCain und Comey begrüßen. Das öffentliche Bild, das seit dem aus Merkels Sicht verhängnisvollen Wahlsieg des US-Präsidenten Trump nicht nur bei ARD und ZDF gezeichnet wird, ist das eines Ursurpators. Dabei könnte man es eigentlich belassen. Aber es ist mehr. Das amerikanische Kriegs-Establishment beherrscht unverändert das mit den Vereinigten Staaten zunehmend zwangsverbündete Europa. Das amerikanische Imperium ist, was den Nordatlantik anbelangt, zweigeteilt. Präsident Trump versucht, in Washington Fuß zu fassen und sowohl politisch als auch physisch zu überleben. Die Kampfgruppe Obama, Clinton, Soros und andere hält Europa weiter im Griff und damit die Aggressionsfront gegen Russland. Die Ausgangslage ist besonders günstig, denn der seit mehr als zwanzig Jahren geplante Staatengürtel zwischen Riga und Odessa schnürt das westliche Europa von seinem Nachbarn ab. Dieser Staatengürtel steht unter amerikanischer Kontrolle, nicht zuletzt über die NATO-Truppen an der Stadtgrenze von St. Petersburg und den Raketenabwehrgürtel. Die innenpolitischen Zwangsveränderungen der westeuropäischen Staaten über die gesteuerte Migration entsprechen den Vorstellungen der „Kampfgruppe Obama“ und nicht dem, was Präsident Trump zuletzt noch beim Gipfeltreffen der G7 in Taormina den anderen Staats-und Regierungschefs mit auf den Weg gegeben hatte. Europa wird in einem „Top-down-Verfahren“ auf die politischen Bedürfnisse der Soros dieser Welt umgebaut. Darauf setzt die deutsche Bundeskanzlerin im Verein mit der „Kampfgruppe Obama“. Diese Kampfgruppe sitzt imaginär in Hamburg mit am Tisch. G21 ist die Hamburger Wirklichkeit.

Ex-FBI-Chef Comey hat bei seiner Kongressvernehmung die Katze aus dem Sack gelassen

Untersuchungsausschüsse sind auch im deutschen politischen System an der Tagesordnung. Doch der Reinigungscharakter für das politische System gerät in Vergessenheit, wenn eine Große Koalition das Land im Griff hat. Diesmal ist es in Amerika aber etwas sehr spezielles, weil der neugewählte Präsident gegen das gesamte politische System zu stehen scheint und steht. Die wollen ihm alle an den Kragen und da ist es fast wohltuend, mit dem neuen Generalstaatsanwalt Jeff Sessions einen „Fuchs der Füchse“ zu Selbstverteidigung und Schutz für seinen Präsidenten antreten zu sehen. Jeder europäische Betrachter der Untersuchungs- und Ausschußberatungen dürfte sich in der Abfolge skandalisierender Presseberichte verlieren. Dennoch ist der Aufklärungscharme der Kongresssitzungen ungewöhnlich hoch. Das hat sich vor allem in der Aussage des Ex-FBI-Chefs Comey gezeigt. Da bekam der amerikanische „Deep State“ plötzlich ein Gesicht und es wurde deutlich, worum es eigentlich geht. Es geht diesem „Deep State“ darum, die Russen und Russland da zu sehen, wo sie am Ende der Sowjetunion hingelangt waren. Der ehemalige deutsche Bundeskanzler Dr. Helmut Kohl war stets entsetzt, wenn er nach der deutschen Wiedervereinigung den Kongress und das politische Amerika besuchte. Er beklagte sich über die Washingtoner Feststellung, nach der der Kalte Krieg beendet sei und man diesen als USA gewonnen habe. So könne niemand mit einem großen Volk, den Russen nämlich, umgehen. Comey hat es in seiner Vernehmung deutlich gemacht. Nach seiner Aussage ist Russland wieder da und genau diesen Zustand will man seitens derjenigen, die von der Konfrontation leben, unter allen Umständen verhindern. Man muss schon die Live-Übertragungen aus Washington sehen, um sich eine Vorstellung davon zu machen, was der Welt in Hamburg blühen dürfte. Des Messers Schneide ist nichts dagegen.

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