„Tage des Donners“ – Der 43. AvD-Oldtimer-Grand-Prix 2015

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© Foto: Pichl, 2015
Nürburgring, Eifel, Rheinland-Pfalz, Deutschland (Weltexpress). Eine Veranstaltung, die längst selbst zum Klassiker geworden ist, schaffte es auch dieses Jahr wieder, mehr als 52 000 Zuschauer in die Eifel zu locken. Darunter sechs Gäste des WELTEXPRESS.

Die Berliner Redaktion gab sechs Freunden alter Autos – genauer: Oldtimerfans – Freikarten und somit die  Möglichkeit, dem Renngeschehen auf der historischen Strecke, die am 18. Juni 1927 eingeweiht wurde, ein ganzes Wochenende zu folgen. Schon zum zweiten Mal hatten sich zahlreiche Leser des WELTEXPRESS um die Freikarten bei einem Gewinnspiel beworben.

Jeder der drei Tage hatte seine Eigenheiten. Wer die Eifel kennt und die plötzlichen Wetterwechsel, hatte an diesem Wochende Gelegenheit, vom superheißen Freitag mit fast 40 Grad Celcius, einem Samstag mit nebligem Herbstwetter und einem Sonntagmorgen mit bewölktem Himmel zu erleben. Am Sonntagmittag kam die Sonne doch noch durch und der Nürburgring auf angenehme Temperaturen.

Die Hitzeschlacht begann am Freitag kurz nach zwei Uhr und die Grüne Hölle genannte Rennstrecke machte wortwörtlich das Fahren historischer Rennwagen zu einer schweißtreibenden Angelegenheit.

Die zahlreichen Zuschauer konnten auf schattigen Steh- und Sitzplätzen entlang der Naturrennstrecke dem Fighten um die besten Platzierungen folgen. Gegen 18:20 Uhr erreichten die Sieger Marcus von Oeynhausen/Frank Stippler die Ziellinie.

© Foto: Pichl, 2015Nach einer Nacht mit Blitz und Donner bekamen Zuschauer und Rennfahrer einen Wetterwechsel geboten. Gefühlt schien es, als sei man in einen vorgezogenen Herbst versetzt worden. Dichter Nebel hüllte die Strecke ein und das sommerliche T-Shirt von Freitag mußte schnell gegen eine warme Jacke getauscht werden.

Nach den Trainingsrennen von Freitag auf der Grand-Prix-Strecke folgten nun die ersten Läufe der Rennwagen. Aufgeteilt in 20 hochklassige Oldtimerrennen rollten die Wagen über die Startlinie.

Im bunten Rennprogramm konnten die Zuschauer ihre Rennlieblinge und deren Startnummern finden. Neu in diesem Jahr war der Jaguar Heritage Challenge: eine Serie, die sich der Rennhistorie der britischen Nobelmarke widmet. Bis 1966 reichten die Baujahre. Am Start waren verschiedene Modelle des Jaguar XK ebenso wie C- und D-Type (frühe E-Types) sowie die Tourenwagen aus Coventry.

Ein Höhepunkt am Samstag war wieder der Lauf der FIA Masters Historic Formula One Championship. Am Start der Sieger aus dem Regenrennen von 2014. Michael Lyons in seinem Hesketh Formel 1 Wagen. Trotz mehrerer Anläufe mußte er an diesem Tag mit dem 2. Platz zufrieden sein.

© Foto: Pichl, 2015Gegen 16 Uhr begann im Zelt der Firma Coys die Versteigung historischer Fahrzeuge verschiedenster Herkunft. So kamen neben Traktoren, Leichenwagen, Filmfahrzeuge aus dem Rennfilm „Rush“ bis zu hochpreisigen Formel1-Fahrzeuge unter den Hammer.

Auf dem Gelände von Jaguar waren neben den neusten Sportwagen auch Stars aus Film und Fernsehen zu bewundern. Jürgen Vogel erzählte von den bald beginnenden Dreharbeiten zu einer neuen Fassung von Winnetou in Kroatien. Schon im September läuft ZDF ein Dreiteiler am Wochenende mit Jürgen als eigenwilligen Kommissar.

Christian Danner, zur Zeit Kommentator der laufenden Formel 1, die bei RTL übertragen wird, berichtet von seiner Driving School, wo er Kunden von Jaguar den richtigen Einsatz der Fahrzeuge näher bringt.

Johann Laafer kündigte eine Sendereihe an, für die er bundesweit auf Tour ging, um deutschen Bäckern auf die Finger zu sehen.

Auch bei der deutschen Sportwagenmarke Porsche gab es Grund zum Feiern. 30 Jahre Porsche 959 und 40 Jahre Porsche Turbo waren es wert, darauf anzustoßen. Wohlwollend beim Wohlsein traten als Markenbotschafter traten Derek Bell, Walter Röhrl und der eigenwillige US-amerikanische Porschesammler Magnus Walker an, um jedem Fan ein persönliches Autogramm zu schreiben. Unserem Mitarbeiter ist dabei ein seltener Schnappschuss von Mr. Magnus Walker gelungen.

Selten schöne Ereignisse wie sind Grund genug, die „Tage des Donners“ in der Eifel zu erleben.

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