Sommer, Sonne und Baseball

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Die Saint Louis Cardinals in Aktion. © Foto: Hans-Peter Becker
San Francisco, Kalifornien, USA (Weltexpress). In den USA biegt die Saison in der Sommersportart schlechthin so langsam auf die Zielgerade ein. Ende September beginnen die Playoffs. Der jeweils Erste der insgesamt 6 Divisonen qualifiziert sich direkt und dazu werden 4 Wildcards vergeben, an die Zweitplatzierten, entscheidend ist hier die Anzahl der Siege.

Das Finale im letzten Jahr hieß Kansas City Royals gegen die San Francisco Gigants. Der amtierende Sieger der World-Series, das Team aus San Francisco liegt nach 111 von insgesamt 162 zu absolvierenden Spielen auf Platz 2 der Division. Der Rückstand auf Platz 1 beträgt lediglich 2 Siege. Der unterlegene Finalist, die Kansas City Royals, im vergangenen Jahr über eine Wildcard in die Playoffs gekommen, führen mit 12 Siegen Vorsprung deutlich ihre Division an. Aber wie gesagt, 51 Spiele waren am 10. August noch zu bestreiten. Die große Überraschung der diesjährigen Saison ist das einzig in der Liga verbliebene Team aus Kanada. Das Team wurde 1977 gegründet, gewann 1992 und 1993 den Titel, dieser Ruhm hat bereits etwas Patina angesetzt, seitdem lief es nicht mehr so richtig. Mal abgesehen von einem Achtungserfolg in der Saison 2006, wo das Team Platz 2 in der Schlusstabelle der Division belegte mit 87 Siegen hinter den New York Yankees, es reichte trotzdem nicht für Wildcard und den Einzug in die Playoffs. Seit 1993 waren die Blue Jays dort nicht mehr vertreten. Sie liefern sich mit den Yankees ein spannendes Rennen um Platz 1 und haben bisher 61 Siege auf dem Konto. Eine Wildcard sollte es in diesem Jahr mindestens werden. Einen großen Anteil am Erfolg hat der von den Okland Aces nach Toronto gewechselte Josh Donaldson, der Schlagmann, der die dritte Base verteidigt, spielt gerade seine beste Saison in der Major League. Bisher hat er 31 Homeruns erzielt, soviel wie noch nie in einer Saison. Neben üblichen Verdächtigen, was die Playoff-Teilnahme betrifft, sind mit den Houston Astros und den New York Mets zwei Teams aussichtsreich mit im Rennen, die die Experten vor der Saison nicht unbedingt mit auf dem Zettel hatten. Die höchste Anzahl an Siegen hat bisher das Team aus St. Louis eingefahren, es waren am 11. August 71. Gibt es mal wieder eine Mannschaft, die 100 und mehr Siege in der regulären Saison einfahren kann ? Zuletzt gelang dies den Philadelphia Phillies 2011, sie waren in 102 Spielen siegreich. Es blieb allerdings ein Muster ohne Wert, den die Phillies schieden bereits in der ersten Playoff-Runde aus. Sie konnten sich nicht gegen die St. Louis Cardinals durchsetzen. Das erfolgreichste Team der regulären Saison war draußen und St. Louis gewann sogar noch das Finale gegen die Texas Rangers. In einem epischen Spiel 6 erzwangen die Cardinals das entscheidende Spiel 7 und holten sich den insgesamt 11. Titel, auf den nunmehr 12. warten sie bis heute. In dieser Saison sollten sie wieder in die Playoffs schaffen. Mit 71 Siegen liegen sie in ihrer Division vorn, dahinter folgen die Pittsburgh Pirates mit Kultspieler Andrew McCutchen auf Platz 2. Von den insgesamt 30 gestarteten Teams sind einige bereits abgeschlagen, mit geringen Chancen, noch die Playoffs zu erreichen. Darunter befindet sich auch der Gewinner der World Series von 2013, die Boston Red Sox. Ihnen gelangen 50 Siege in 111 Spielen. Die wenigsten Siege verbuchten die Teams aus Denver, die Colorado Rockies 47 und aus Miami lediglich 44, somit das aktuell erfolgloseste Team.

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