Rennen, Rennwagen und Rennfahrer von 1894 bis 2018 – Annotation zum Buch „Geschichte des Motorsports“ von Jörg Walz

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Jörg Walz: Geschichte des Motorsports. Von den Anfängen bis heute.
Die "Geschichte des Motorsports" von Jörg Walz. © Delius Klasing

Berlin, Deutschland (Weltexpress). 256 Seiten voll mit Geschichten und Geschichte zum Motorsport aus „über 120 Jahren Rennsportgeschichte“ liegen von Jörg Walz in zweiter Auflage im Bielefelder Verlag Delius Klasing vor. Diese Auflage des grünen Buches im grünen Schutzumschlag, die laut Verlag „überarbeitet und gründlich erweitert“ wurde, beinhaltet im Format ungefähr A4 vor allem Fahrzeug, die „seit der ersten Wettfahrt von Paris nach Rouen im Jahre 1894“ eine Rolle spielten, aber auch Fahrer werden nicht verschwiegen.

Wer weiß, dass das erste Rennen 1894 zwei Sieger kannte? Die 126 Kilometer entlang der Seine von Paris nach Rouen wurde sowohl mit einem Panhard et Levassor als auch mit einem Peugeot Phaéton mit einem Daimler-Motor gewonnen.

Berühmte und berüchtigte Rennfahrten, darunter die Rallye Dakar oder die Rallye Monte Carlo, Tourenwagenrennen, Motorradrennen, die Formel 1, das Rennen von Le Mans oder die heutige Formel E, die sogar in Berlin ausgetragen wurde, allerdings nicht auf der Avus, sondern auf dem Tempelhofer Feld vor den Hangars, sind Thema des nüchternen Titels „Geschichte des Motorsports – Von den Anfängen bis heute“.

Passend zur Formel-E, der ersten Monoposto-Motorsportserie mit rein elektromorischen Antrieben, formuliert Prof. Dr. Ing. Peter Gutzmer als Stellvertretender Vorstandsvorsitzender und Technologie-Vorstand Schaeffler AG, im Vorwort des Buches wie folgt: „Der elektrische Antrieb ergänzt und ersetzt mittelfristig den erfolgreichen und bewährten verbrennungsmotorischen Antrieb. Der elektronische und digitale Fortschritt verändert die Art und Weise wie wir das Automobil nutzen und mit ihm leben. So ist es selbstverständlich, dass auch der Motorsport zunehmen diesen Paradigmenwechsel aufgreift. Hybridische antriebe mit definierten Energieformel haben erfolgreich Eingang im klassischen Motorsport gefunden.“

Die Bandbreite des Buches reiche aber laut Klappentext „über Rekordfahrtn, wie mit dem raketengetriebenen RAK2 von Opel … und Tourenwagenrennen bis zu den Anfängen der 500 Meilen von Indianapolis“.

Gut zu lesen und zu wissen ist auch, dass der Ford GT40 nur deshalb gebaut wurde, weil Enzo Ferrari seine Firma nich an Henry Ford verkaufen wollte. Wohl wahr, dass Walz in seinem Vorwort fragt: „Was ist eine als Klassik-Veranstaltung seit Jahrzehnten zelebrierte Mille Miglia wert, wenn wir nicht den Ursprung kennen?“

Zum Kennenlernen dient das reich und gut bebilderte Buch „Geschichte des Motorsports“, das chronologisch aufgebaut ist bis 2018. Dem Beitrag über Robocars schließen sich Statistiken mit Informationen über Reglements an.

Das Wissen von Walz über die Geschichte des Motorsports ist beeindruckend, seine Erfahrungen und Erlebnisse reichhaltig. Dass er im Laufe seines Lebens mit Fahrergrößen wie Alberto Ascari, Stirling Moss, Walter Röhrl und Michael Schuhmacher in Kontakt kam, letztendlich aber kein Wunder, sondern das Ergebnis einer Leidenschaft, die sich zwischen legendären Modelle wie Jaguar D-Type, Mercedes 300 SLR, Lancia Stratos, Audi quattro Sport S1, Porsche 919 und so weiter entwickelte.

Bibliographische Angaben

Jörg Walz, Geschichte des Motorsports, Von den Anfängen bis heute, 256 Seiten, 250 Fotos (farbig), Format: 21,8 x 28,6 cm, gebunden mit Schutzumschlag, Verlag: Delius Klasing, 2. Auflage, Bielefeld 2017, ISBN: 978-3-667-11299-6, Preise: 29,90 EUR (D), 30,80 EUR (A)

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