Propagande par le fait – US-Präsident Donald Trump kündigt Strafzölle auf Stahl und Aluminium an

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Zoll / Douane
Das Schild "Zoll / Douane" an einem Schlagbaum. Quelle: Pixabay

Washington, USA (Weltexpress). Nach einer Zusammenkunft mit Wirtschafts- und Branchenvertreter, mit mächtigen Industriemanagern im Weißen Haus in Washington kündigte US-Präsident Donald Trump heute Strafzölle auf Stahl und Aluminium an.

Lange vor seiner Amtseinführung propagierte Trump als Kandidat der Republikaner „America First“. Nicht nur Agitation betrieb Trump, sondern Propagande par le fait und also die Propaganda der Tat. Das ist es, was für Trump zählt, damit die Zahlen stimmen.

Das ist der US-amerikanische Ruck, der nicht nur vom Weißen Haus aus durch die Gesellschaft von der Ost- zur Westküste geht, um die Leute im Land „aufzuwecken“, weiter Sympathie und letztendlich die nächste Wahl zu gewinnen.

Dabei schreckt die politische und administrative Führung der Vereinigten Staaten von Amerika (USA) in Washington immer weniger vor dem Bruch mit scheinbar neoliberalen Gepflogenheiten der Wirtschaftseliten an der Wall Street und ein wenig auch der in der City of London zurück.

In Kürze kämen, kündigte Trump an, Strafzölle auf Stahl in Höhe von 25 Prozent und Aluminium in Höhe von 10 Prozent. Geht es nach ihm, dann würden die Zölle für „eine lange Zeitspanne“ gelten.

Bereits am Mittwoch twitterte der US-Präsident: „Unsere Stahl- und Aluminiumbranche sowie viele andere wurden jahrzehntelang durch unfairen Handel und schlechte Politik mit vielen Ländern der Welt dezimiert.“

Zudem stellte er mit seinen Deals „neue Jobs“ in Aussicht und prophezeite „pulsierende Unternehmen“ in den USA. Ferner fügte er in Bezug auf die alten Verträge an: „Wer diese Deals abgeschlossen hat, sollte sich schämen.“ Gemeint waren ehemalige US-Regierungen wie die des letzten US-Präsidenten Barack Obama.

Nebenbei bemerkt gelten bereits in der Bundesrepublik Deutschland (BRD) wenig beachtetet seit Monaten Strafzölle auf Importe von den Materialien der Salzgitter AG und die Dillinger Hütte in die USA.

WELTEXPRESS berichtete bereits darüber, dass der US-amerikanische Unternehmer und US-Handelsminister Wilbur Ross entweder Strafzölle für alle Länder einzuführen gedachte oder höhere Zölle für einige Länder, darunter die BRD, aber ungern auf Zölle anstelle einer Quotenregelung verzichten würde.

Anmerkungen:

Siehe dazu auch den Beitrag Handelskrieg zwischen den USA und der EU – Kommen Zölle auf Harley-Davidson und Bourbon? von Ulf Peter im WELTEXPRESS.

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